03/2016

Gelesen:
Berliner Mythen von Reinhard Kleist. Ich mag Reinhard Kleist sehr gerne, und von den Mythen kannte ich bisher noch keine, also bis auf die mit den Rosinenbomber natürlich. 4/5
Einfach die Welt verändern : 50 kleine Ideen mit großer Wirkung von We are what we do. Gut gestaltet, inhaltlich nichts neues. Gestört hat mich das überflüssige fatshamen (z.B: “im Stehen sieht man dünner aus”) 2/5
Szenen einer drohenden Heirat : ein voreheliches Memoir von Adrian Tomine. Ganz nett und unterhaltsam, aber schon sehr typisch. 3/5
Das Spiel der Schwalben von Zeina Abirached. Das hat mich vom Zeichenstil etwas an Marjane Satrapi erinnert. Aber habe ich sehr gemocht, besonders am Ende ist mir aufgefallen, wie ich doch mit der Geschichte mitgefiebert habe. 4/5
Year of Yes: How to Dance It Out, Stand In the Sun and Be Your Own Person von Shonda Rhimes. Bis auf zwei Dinge, die ich nicht mochte, habe ich das Buch gerne gelesen. 3/5

Gehört:
Nur ein Tag von Gayle Forman. Eigentlich ganz ok, ich mochte den Mittelteil, aber da ich Willem als Arsch empfinde, hat die Love Story für mich nicht so funktioniert… 2/5
Welcome to Night Vale. ♥
Bad Fat Broads. Vorhin die Folge 0 gehört, sehr unterhaltsam.
Was ich sonst noch verpasst habe : Stories von Lucia Berlin. Noch nicht ganz durch, aber bisher einfach nicht meins…

Gesehen:
The DUFF. Zugegeben, nach 26 Minuten habe ich aufgegeben. Sehr schlecht. Sehr. Sehr. Sehr.
Fear the walking dead. Gefühlt besser, als mittlerweile “The Walking Dead”, aber ansonsten nur ganz ok. (Warum die Serie allerdings FSK 18 hat, während “The 100” “nur” FSK 16 frage ich mich aber schon. Letztere finde ich ja wesentlich brutaler…)
The 100. Staffel 2. Spannend und bisher besser als Staffel 1. Wenn auch sehr brutal D:

Getan:
♦ Gearbeitet.

Geklickt:
Annoyed Librarian (besonders den Artikel “Spacemakers Invade Kansas Schools” fand ich ääh…sehr unterhaltsam)

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Shonda Rhimes – Year of Yes : How to Dance It Out, Stand In the Sun and Be Your Own Person

Ich erinnere mich noch genau, an die allererste Folge von “Grey’s Anatomy”, die ich jemals sah. Ich konnte mit Krankenhausserien noch nie was anfangen, aber als mein 18-jähriges Ich abends im TV durchzappte, blieb ich bei der Stelle stehen, an denen drei junge Frauen in braunen Kleidern in eine Kirche/Trauungssaal kamen und eine nur sagte “It’s over. So over.” Eine der nächsten Szenen zeigte, wie ich heute natürlich weiß, eine großartige Sandra Oh als Cristina Yang in einem wunderschönen Brautkleid, die weint und dringend aus dem Kleid raus muss, während sie “I am free” sagt und Ingrid Michaelson “Keep Breathing” singt. (3×25) Und die Szene hat sich in mir so eingebrannt, dass ich seit diesem Tag keine einzige Folge “Grey’s Anatomy” verpasst habe. Acht (bzw. 9) Staffeln und 9 Jahre später, nach sämtlichen schwerwiegenden Katastrophen, Tode von Lieblingscharakteren und mittlerweile einem vollendeten Serienableger (“Private Practice”) hat sich meine damalige Begeisterung noch immer nichts gelegt. Stattdessen fing ich anfang des Jahres mit einer anderen Serie an, obwohl ich mit Krimiserien ebenfalls wenig anfangen kann, aber “Grey’s Anatomy”, “Private Practice” und “How to get away with murder” (und natürlich “Scandal”, aber die Serie habe ich bisher noch nicht gesehen) haben eines gemeinsam: ihre Schöpferin Shonda Rhimes. Shondaland.

Ende 2015 veröffentlichte Shonda Rhimes ihr erstes Buch “Year of Yes : How to Dance It Out, Stand In the Sun and Be Your Own Person” und natürlich war mir von vornherein klar, dass ich das Buch werde lesen müssen. Ich wusste bisher nichts über Shonda Rhimes, natürlich kannte ich ihren Namen, ihre erfolgreichen Serien, aber ansonsten? Nichts. Umso erfreuter war ich, als ich mit “Year of Yes” anfing und mich direkt in manchen Stellen ihres Buches wiederfinden konnte.

That seems like a much better plan than going out in public with every nerve ending in my body screaming.
This is who I am.
Silent.
Quiet.
Interior.
More comfortable with books than new situations.
Content to live within my imagination.
(11% des eBooks)

Shonda Rhimes beschreibt, wie sie ein Jahr versuchen will, zu allem, was sie ängstigt, erschreckt, einfach ja zu sagen. Sie geht zu Veranstaltungen, zu denen sie ansonsten nie gegangen wäre, hält Reden vor tausenden von Menschen und weiß, dass das alles aufgenommen und später für noch mehr Menschen im Internet anzusehen sein wird. Aber es geht nicht nur um ihr berufliches Leben, sondern auch, ja dazu zu sagen, Prioritäten zu verschieben, die ihr Privatleben, ihre Kinder betreffen. Sie erzählt davon, dass sie ohne ihre Nanny total aufgeschmissen wäre, wie wichtig, ihr ihre Kinder, aber auch ihre Arbeit ist, und wie schwierig es manchmal ist, bei beidem wichtige Dinge verpassen zu müssen. Shonda Rhimes hat hier definitv viel wichtiges zu sagen, dem ich allerdings nicht immer zustimmen würde. Und genau das ist der Grund, warum ich “A Year of Yes” nicht völlig begeistert beenden kann, wie ich mir in der ersten Hälfte sicher war. Es liest sich zum Teil sehr empowernd und Shonda ist es wichtig, allen und vor allem ihren Kindern zu zeigen, dass man auch als Frau und besonders als Woman of Color erfolgreich und selbstbewusst sein kann.
Und was ich auch liebte: die Anspielungen auf ihre Serien, besonders “Grey’s Anatomy”. Amelias (♥) posing like a superhero ist eine meiner absoluten Lieblingsszenen und ich könnte Rhimes stundenlang zuhören, wenn sie über Cristina Yang erzählt.

Schwierig finde ich es allerdings, Wenn Rhimes sagt “#StopPretendingHashtagsAreTheSameAsDoingSomething” (30%), weil ich im ersten Moment denke, dass das aus einer eher privilegierten Sicht kommt. Denn nein, nicht jede_r hat die Möglichkeit, etwas zu “machen”, sei es aufgrund einer beHinderung, Reichweite, etc. Auch kann ein Hashtag Anlass dazu sein, dass ein Thema in der Öffentlichkeit ankommt oder Gleichgesinnte im Netz zu finden, die Möglichkeit, sich durch dieselben Erfahrung anderer weniger allein zu fühlen

Und leider, wenn Shonda Rhimes “Yes to My Body” sagt, meint sie nicht, wie ich hoffte (und ich wohl “zuviel” fatacceptance gelesen habe), sich und ihren dicken_fetten Körper zu akzeptieren, sondern abzunehmen. Wenn sie schreibt, dass der Sicherheitsgurt im Flugzeug ihr nicht passt, hätte ich gehofft, dass sie später dazu laut wird und andere dieser “Peinlichkeit” entgehen können. Leider bekam ich den Eindruck, dass Rhimes denkt, dünn = gesund = fit = stark, und Dicksein wurde eher negativ konnotiert, z.B. ihr geht es schlecht, so isst sie und wird dicker. Und das ist so problematisch und ich wünschte, Rhimes hätte dieses Kapitel einfach weggelassen, gerade auch, weil es durchaus triggernd für EDs sein kann und “Yes to My Body” einfach inhaltlich etwas ganz anderes suggeriert. Zumal sich dick_fett und gesund und stark sein, nicht ausschließt. Punkt. (Und es ist genauso ok, dick und ungesund zu sein, weil jede_r selbst über seinen_ihren Körper entscheidet.)

Fun Fact: Während ich das schreibe läuft “Where does the good go” von Tegan and Sara.

Gelesen im Juli 2016.
eBook.
Bewertung: 3/5

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TRAILER: A Monster Calls

(CN Krebs, Tod)

If you speak the truth, the monster whispered in his ear, you will be able to face whatever comes.

“A Monster Calls” von Patrick Ness (nach einer Idee von Siobhan Dowd) las ich zum ersten Mal im Februar 2013. Zwei Monate, nachdem mein Papa starb. Und wie Conors Mutter erkrankte auch mein Papa an Krebs. Vielleicht ist das ein Grund, warum mir Conors Geschichte so nahe ging? Weil ich ihn so gut verstehen konnte, weil vieles, was er durchmachte, mir genauso oder sehr ähnlich erging? Weil “A Monster Calls” zwar tieftraurig, aber zu der Zeit auch so tröstlich war? Und erst Ende letzten Jahres habe ich das Hörbuch gehört und auch dieses Mal hat mich die Geschichte wieder berührt und begeistert.

Seit gestern gibt es endlich einen großartigen Trailer, der mir Gänsehaut und Tränen bereitet. Und der verspricht, dass “A Monster Calls”, das am 03.11.2016 ins Kino kommt, eine großartige Verfilmung wird. Und ich kann es kaum erwarten ♥

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02/2016

MarsupilamiGelesen:
Saga Vol 4 & 5 von Brian K. Vaughan & Fiona Staples. Reread, bevor Vol. 6 erschienen ist. Ich liebe die Reihe immernoch sehr ♥
Saga Vol. 6 von Brian K. Vaughan & Fiona Staples. Finally ♥ Natürlich schon gelesen und jetzt heißt es wieder monatelang auf Vol. 7 warten D:
Das letzte Rennen von Marjana Gaponenko. Das eBook habe ich in der täglichen Fahrt in der S-Bahn angefangen – leider zu spät, die Ausleihfrist ist abgelaufen, bevor ich es zu Ende lesen konnte…(und schon wächst mein Stapel angefangener Bücher weiter D:)
Ein Frühling in Tschernobyl von Emmanuel Lepage. Interessante Geschichte über einen Künstler, der ein paar Tage nach Tschernobyl (bzw. in die Gegend reist) um aktuelle Bilder zu zeichnen. Leider fand ich es manchmal schwierig dem Bildverlauf zu folgen, da die Panels über zwei großflächige Seiten verteilt waren…

Gehört:
Wir haben Raketen geangelt von Karen Köhler, gelesen mit Sandra Hüller. Anfang tat ich mich etwas schwer, aber die Geschichten am Ende (besonders “Familienportraits”, “Wild ist scheu” und “Findling”) gefielen mir sehr.
Nur drei Worte von Becky Albertalli, gelesen von Paul Grote, Julian Greis und Cedric von Borries. Vielleicht habe ich zu viel erwartet? Einerseits wird viel wichtiges in der Geschichte angesprochen, andererseits fand ich es zu kurz und vielleicht gehöre ich einfach nicht mehr zur Zielgruppe? Hm.
Die Känguru-Offenbarung von Marc-Uwe Kling. Reread, und das Känguru ist immernoch sehr großartig (auch wenn mir jetzt beim reread aufgefallen ist, dass ich die ersten beiden Hörbücher etwas mehr mag…)

Gesehen:
Battle Creek. Auf Empfehlung des Mannes. Allerdings scheinen wir serientechnisch nicht so auf der gleichen Seite zu stehen (bis auf ein paar Ausnahmen like Agent Carter ♥).
Fear the walking dead. 3 Folgen gesehen, noch 3 Folgen zu sehen. Bisher ganz nett und spannend.

Gespielt:
/

Getan:
♦ Blumen gegossen.
♦ Pizza bestellt.
♦ Gearbeitet.

Geklickt:
#bodypositivebut (CN leider viel -phobia, statt -hate)
#whiteprivilegemeans
Danone kauft Whitewave Foods (u.a. Alpro & Provamel) Und damit werde ich von den Produkten zukünftig wohl nichts mehr kaufen =_=

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Halbjahresfavoriten

Schon seltsam, wie die Zeit rast. 2016 ist zur Hälfte wieder um, Dienstag ist bereits der erste Todestag meines Onkels und bis zum Dezember ist es damit auch nicht mehr weit… Also, Zeit, sich lieber mit schönen Dingen zu beschäftigen. Wie mit den Dingen, die mir im ersten Halbjahr 2016 viel Freude bereitet haben. Zu manchen davon _plane_ ich noch einen eigenen Beitrag, von daher hier nur die tatsächliche Liste. (ausgenommen sind allerdings rereads und die gesamte Leseliste gibt es natürlich wie immer bei goodreads)

 

Bücher:

  • Catherynne M. Valente – The Girl who raced Fairyland all the way home *****
  • Joseph Fink & Jeffrey Cranor – Welcome to Night Vale *****
  • Mercedes Lauenstein – Nachts ****,5

Gedichte:

  • Rupi Kaur – Milk & Honey

Hörspiele:

  • Helgard Haug und Daniel Wetzel – Qualitätskontrolle oder warum ich die Räuspertaste nicht drücken werde *****
  • Michael Ende – Die unendliche Geschichte *****

Comics:

  • Daniela Schreiter – Schattenspringer: Wie es ist, anders zu sein & Per Anhalter durch die Pubertät *****
  • Sarah Andersen – Adulthood is a myth *****
  • Aisha Franz – Shit is real & Alien *****
  • Kelly Sue DeConnick – Bitch Planet Vol. 1: Extraordinary Machine ****,5

Serien:

  • How to get away with murder (Staffel 1) *****
  • Veronica Mars (Staffel 1) ****,5
  • Her Story ****,5
  • Grey’s Anatomy (Staffel 11) ****,5
  • Firefly (Staffel 1) *****

Filme:

  • Das Mädchen Wadjda ****,5
  • Mockingjay 3,2 ****,5

Podcasts:

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