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Eva Baronsky – Herr Mozart wacht auf

Herr Mozart wacht aufMeine Ausgabe: HC, deutsch, 319 Seiten.
Gelesen im Januar 2013.
Bewertung: 3/5

Der Titel “Herr Mozart wacht auf” beschreibt eigentlich bereits passend den Inhalt. Die Geschichte geht schnell los, bereits im ersten Kapitel, das nur zwei Seiten lang ist, liegt Mozart in seiner Zeit im Sterben, bevor er im zweiten Kapitel “aufwacht”. Im Wien im Jahr 2006. Somit sind ganz plötzlich über 200 Jahre vergangen und Mozart weiß erst gar nicht, was los ist. Er nimmt zunächst an, dass Gott ihm noch eine Gnadenzeit gewährt hat, damit er sein Requiem noch zu Ende schreiben kann. Wie gesagt, nimmt er es zunächst an, doch ihm wird schnell klar, dass es einen anderen Grund geben muss.

“Herr Mozart wacht auf” ist zunächst eines ganz gewiss: Sehr unterhaltsam. Unnd amüsant. Besonders im ersten Drittel habe ich mich köstlich darüber amüsiert, wie Mozart Dinge entdeckt wie z.B. Licht per Knopfdruck, CD-Spieler, Badezimmer oder U-Bahnen, die für uns ganz normal sind. Glücklicherweise fand er schnell Anschluss und durch sein großes musikalisches Talent fiel ihm die Eingewöhnung auch etwas “leichter”. Leider ging diese “Entdeckungsphase” für meinen Geschmack etwas zu schnell zu Ende. Die weitere Handlung konnte mich dann zum Großteil nicht mehr ganz so überzeugen, was vor allem an der “Liebesgeschichte”, die sich später noch entwickelte, lag. Mit Auftritt dieser einen Person habe ich eigentlich schon genau damit gerechnet und deswegen war ich etwas enttäuscht, dass es auch wirklich so gekommen ist. Für mich gab es leider etwas zu viel (unnötiges) Drama. Zumal ich mit der Frau auch nur wenig anfangen konnte. Für mich wirkte sie wie ein typisches, klischeehaftes Mauerblümchen, die kaum Selbstbewusstsein hat. Schade, eine Nummer “normaler” hätte mir gereicht.

Ich gebe zu, mit Mozart habe ich nicht viel am Hut, daher weiß ich auch nicht, ob die Darstellung von Mozart auch wirklich so passt. Nach den wenigen Sachen jedoch, die ich über Mozart weiß, würde ich allerdings schon sagen, dass er gut getroffen wurde. Die antiquierte Sprache passt ebenso und liest sich, wenn man sich daran gewöhnt hat, auch sehr flüssig. Lediglich mit den Briefen im letzten Teil hatte ich oft ein paar Probleme.

Trotz allem, empfehlenswert ist die Geschichte dennoch. Es ist originell, amüsant und vermutlich besonders für Mozart-Hörer/-Fans Lesezeit wert. Und ich werde mir nun mal ansehen, was die Autorin noch so geschrieben hat.

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REZENSION: David Nicholls – One Day

Meine Ausgabe: englisch, erschienen 2009, ca. 9 €, ISBN: 9780340896976, Taschenbuch, 437 Seiten.
Übersetzung: “Zwei an einem Tag”

Kurzbeschreibung:
Emma and Dexter meet for the first time on the night of their graduation. Tomorrow they must go their separate ways. So where will they be on this one day next year? And the year after that? And every year that follows? Twenty years, two people, ONE DAY.

Was ich davon halte…

…in Kronen:

…in Worten:

„So – whatever happened to you?“
„Life. Life happened.“

„One Day“ von David Nicholls war eine meiner (vielen) SUB-Leichen. Passend zum Kinofilm, der momentan im Kino läuft und ich noch unbedingt sehen möchte, habe ich mich nun endlich an das Buch gewagt – und gewiss nicht bereut.
Die Idee, ein Buch nur an einem einzigen bestimmten Tag spielen zu lassen, fand ich von Anfang an sehr originell, wenn ich auch etwas skeptisch war, wie der Autor das bewerkstelligen will. Und von daher „Hut ab, Mr. Nicholls!“, denn der Autor hat hiermit, meiner Meinung nach, alles richtig gemacht.
Es war zwar etwas ungewohnt nur „häppchenweise“ über die Personen zu erfahren und was in dem letzten Jahr im Leben der Beiden passiert ist, aber daran konnte ich mich glücklicherweise schnell gewöhnen.

Das Buch erzählt das Leben, bzw. fast 20 Jahre davon, von zwei sehr unterschiedlichen Menschen, Emma und Dexter. Es ist kein gewöhnlicher Liebes- oder „Chicklit“-Roman, wie man es erwarten würde. Und es ist vor allem nicht alles rosarot in Emmas und Dexters Leben, sondern vielmehr gibt es Höhen und Tiefen, Glück und Unglück liegen meist genauso nah beieinander wie nun mal im richtigen Leben auch. Und so sind auch die Charaktere. Sie sind alles andere als perfekt, sie machen ständig Fehler und haben nie als „Über-Menschen“ auf mich gewirkt.

„One Day“ und ich hatten einen tollen Start, ich war sofort in der Geschichte drin und ich mochte beide Personen, Emma und Dexter, sehr gerne. Mit Emma war es einfacher, denn es ist sicherlich leichter sich mit ihr zu identifizieren, sie ist unsicher (mal mehr oder weniger), freundlich, liebenswert und sie hat vor allem einen Hang zur Literatur. Dementsprechend war sie mir sehr sympathisch, Dexter hingegen ist eigentlich genau das Gegenteil von ihr. Zwar kann ich nicht behaupten, dass er mir furchtbar sympathisch war, an manchen Stellen empfand ich ihn auch recht klischeehaft, vor allem wenn ich den Verlauf der Handlung betrachte, aber dennoch mochte ich ihn irgendwie. Allerdings mit steigender Seitenzahl immer weniger.
Aber nach dem Start hatte es nicht mehr ganz so gut mit „One Day“ und mir geklappt. Einerseits mag das an mir selbst und meiner fehlenden Leselust gelegen haben, aber andererseits hatte es sich im Buch etwas gezogen.
Nach einer kleineren Pause jedoch hatte ich fast die letzten 300 Seiten auf einmal verschlungen, wie in einem Rausch. Ich empfand es zwar nicht als furchtbar spannend, wie beispielsweise in einem Thriller, aber trotzdem wollte die romantische Seite in mir wissen, wie es weitergeht.

Das Ende. Dazu möchte ich nicht allzu viele Wörter verlieren, nur dass ich es irgendwie passend finde. Passend zum Buch und zum Leben überhaupt. Und ich denke, mit einem anderen Ende hätte das Buch sicherlich nicht so eine Wirkung auf mich gehabt. Es hat mich ein wenig verstört, ja, aber auch irgendwie hoffnungsvoll zurückgelassen. Ich hatte zwar mit etwas Tragischem gerechnet, aber das kam trotzdem sehr unerwartet. Herzzerreißend. Aber einfach passend. (Auch wenn schön trotzdem was anderes ist. Aber das Leben ist nun mal kein Wunschkonzert.) Und ich brauchte danach erst mal eine kleine Erholungspause.

Abschließend…

„One Day“ von David Nicholls ist ein wunderbarer Roman, den ich leider nicht ganz durchgängig genießen konnte. Aber trotzdem bin ich mir jetzt schon sicher, dass das Buch in meinem Regal stehen bleiben darf um irgendwann nochmal gelesen zu werden.

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Wie bin ich auf das Buch aufmerksam geworden?

Nina.

Wie lange musste es auf dem SUB liegen?

Zwei Jahre.

SUB/Wunschliste in Gefahr?

Ich weiß nicht recht. Eigentlich würde ich gerne, aber irgendwie sprechen mich seine anderen erschienenen Bücher nicht so richtig an…

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REZENSION: Anna Gavalda – Zusammen ist man weniger allein

Meine Ausgabe: erschienen 2007, ca. 9,95 €, ISBN: 9783596173037, Taschenbuch, 551 Seiten.
Kurzbeschreibung:
Philibert, von verarmten Adel, ist zwar ein historisches Genie, doch wenn er mit Menschen spricht, gerät er ins Stottern. Camille, magersüchtig und künstlerisch begabt, verdient sich ihren Lebensunterhalt in einer Putzkolonne, und Franck schuftet als Koch in einem Feinschmeckerlokal. Er liebt Frauen, Mototrräder und seine Großmutter Paulette, die keine Lust aufs Altersheim hat. Vier grundverschiedene Menschen in einer verrückten Pariser Wohngemeinschaft, die sich lieben, streiten, bis die Fetzen fliegen, und versuchen, irgendwie zurecht zu kommen.

Was ich davon halte…

…in Kronen:

…in Worten:

Dies ist eine Hypothese. Die Geschichte wird nicht weit genug gehen, um sie zu bestätigen. Und unsere Gewissheiten halten sowieso nie stand. An einem Tag wollen wir sterben, am nächsten stellen wir fest, dass wir nur ein paar Stufen hinabzusteigen brauchen, um den Schalter zu finden und etwas klarer zu sehen. Dennoch machten sich unsere vier bereit, das zu leben, was möglicherweise als ihre schönsten Tage im Leben in Erinnerung bleiben würde.
(S. 365)

„Zusammen ist man weniger allein“ hatte ich irgendwann mal geschenkt bekommen und leider, viele Jahre unbeachtet im Regal stehen gehabt. Gereizt hatte es mich zwar oft, aber besonders nachdem ich die wunderbare Verfilmung mit Audrey Tautou gesehen hatte, mich nicht so recht herangetraut. Auch bin ich mit anderen Büchern von der Autorin nicht wirklich warm geworden, „Ich habe sie geliebt“ hatte ich etwa nach der Hälfte abgebrochen und „Ein geschenkter Tag“ fand ich doof, vor allem die Charaktere. Aber aller gute Dinge sind drei, sodass ich mich schließlich auf den letzten Gavalda, der auf meinem SUB lag und eigentlich der letzte, den ich lesen wollte, gestürzt hatte. Und ich wurde überrascht! Möglicherweise mag mein Gefallen daran liegen, dass mir die Geschichte und die Charaktere bereits aus dem Film so vertraut waren (auch wenn sich natürlich auch manches unterscheidet), aber trotzdem muss ich sagen: „Zusammen ist man weniger allein“ IST ein tolles Buch, ein ganz Tolles sogar. Und möglicherweise doch nicht das letzte Buch, das ich von Frau Gavalada gelesen habe.

Wie gesagt, die Handlung und Charaktere sind mir noch sehr vertraut und bekannt, daher wusste ich natürlich auch, in welche Richtung die Geschichte sich entwickeln wird und ich fand es sehr spannend, mich der Geschichte aus einer anderen „Ecke“ zu nähern.
„Zusammen ist man weniger allein“ ist ein Wohlfühlroman, der einfach glücklich macht. Gavalda erzählt klug und sensibel über ihre vier Charaktere, die es nicht leicht im Leben hatten und erst noch ihren Platz im Leben finden müssen. Die magersüchtige Camille, der stotternde und schüchterne Adelige Philibert Marquet de la Durbellière, sein Untermieter und Koch Franck und natürlich dessen Großmutter Paulette sind auch im Buch ein wunderbarer Haufen von tollen, traurigen und ehrlichen Menschen. Bereits auf den ersten Seiten hatte ich wieder den Film vor Augen und mich so wunderbar unterhalten gefühlt.

Einzig an den ungewöhnlichen Schreibstil musste ich mich ein paar Seiten lang gewöhnen. Es wirkte so, als würde die Geschichte direkt aus der Sicht der Autorin erzählt. Als Leser habe ich mich auch mehr in der Beobachterperspektive gefühlt als „mitten unter“ den Charakteren, was auch an der episodenhaften Art liegen kann.
Es gibt sehr viel wörtliche Rede, allerdings wird meistens das „sagt x“ davor/danach weggelassen. Durch den Film und den vier unterschiedlichen Protagonisten war mir allerdings zum Großteil klar, wer redet, lediglich bei Nebenfiguren war es nicht ganz so einfach.

Abschließend…

Ich hatte zwar zuerst den Film gesehen, mehrfach, und dann das Buch gelesen, aber in beiden Versionen konnte ich mich dem Zauber der Geschichte einfach nicht entziehen. Eine Geschichte fürs Herz, zum Wohlfühlen und zum Nachdenken.
Allerdings muss ich zugeben, dass ich den Film trotzdem noch ein kleines bisschen wunderbarer finde als das Buch.

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Wie bin ich auf das Buch aufmerksam geworden?

Uff. Schwierige Frage, da das Buch noch aus meiner Vor-Buch-Internet-Zeit stammt. Ich vermute mal, dass ich den Titel aus der Tageszeitung oder einer anderen Zeitschrift aufgeschnappt hatte *überleg*

Wie lange musste es auf dem SUB liegen?

SUB-Leiche, eindeutig. Ich vermute, ich hatte es mal 2006/2007 geschenkt bekommen. Und seitdem lag es hier ungelesen ._.

Wunschliste in Gefahr?

Schwierig, aber momentan tendiere ich eher zu ja. Wobei ich Gavaldas dünne Romane lieber außen vor lasse und schaue mir lieber ihre dickeren Bücher an wie z.B. “Alles Glück kommt nie”.

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REZENSION: Gayle Forman – Where She Went

Meine Ausgabe: erschienen 2011, ca. 9 €, ISBN: 9780857530288,Taschenbuch, 264 Seiten.
deutscher Titel “Lovesong”, Fortsetzung von “Wenn ich bleibe”.

Kurzbeschreibung:
Das Ende seiner großen Liebe zu Mia lässt Adam fast am Leben zerbrechen. Ruhelos, leer, ausgebrannt fühlt er sich, trotz seiner sensationellen Erfolge als Rockstar. Auch wenn er seinen Gefühlen auf der millionenfach verkauften CD Collateral Damage Ausdruck verliehen hat, ist der Schmerz über den Verlust von Mia noch immer zu stark, als dass er ihn ertragen könnte. Als Adam von einem Konzert erfährt, das Mia, inzwischen gefeierte Cellistin, in New York gibt, will er nur eines: sie wiedersehen. Noch in derselben Nacht finden sie den Mut, sich auszusprechen, sich auszusöhnen und sich zu trennen, um eigene Wege zu gehen. Da hört er, wie eine Stimme seinen Namen ruft …

Was ich davon halte…

…in Kronen:

…in Worten:

Achtung! Dies ist der 2. Teil einer Reihe, daher wäre es besser, nur weiterzulesen, wenn man den 1. Band gelesen hat! Spoilergefahr!

“If you stay, I’ll do whatever you want. I’ll quit the band, go with you to New York. But if you need me to go away, I’ll do that, too. I was talking to Liz and she said maybe coming back to your old life would be too painful, that maybe it’d be easier for you to erase us. And that would suck, but I’d do it. I can lose you like that if I don’t lose you today. I’ll let you go. If you stay.”
If I Stay (S. 246)

Drei Jahre ist es nun her, seitdem Adam Mia dieses Versprechen gemacht und Mia sich für das Leben entschieden hatte. Drei Jahre, in denen viel passiert ist. Während Adam immer noch Mitglied der mittlerweile sehr erfolgreichen Band Shooting Star ist und in L.A. wohnt, hat Mia die Juilliard in New York abgeschlossen und bereitet sich auf ihre erste große Tournee vor.
Bereits kurze Zeit nachdem Mia auf der Juilliard war, hatte sie den Kontakt zu Adam abgebrochen, was ihn sehr getroffen hatte. Adam hat nun zwar den Erfolg, den er sich immer erträumt hatte, aber wirklich glücklich ist er schon lange nicht mehr, selbst seine Musik kann ihm nicht mehr dazu verhelfen.
Eines Abends, bevor er am nächsten Tag nach London fliegen muss, geht er in New York spazieren und stößt zufällig auf ein Plakat von Mia, die am selben Abend ein Konzert gibt. Spontan beschließt er, es zu besuchen, um sie wenigstens noch einmal spielen zu hören. Doch es bleibt nicht bei dem Konzert, denn Mia und Adam durchstreifen kurze Zeit später zusammen die New Yorker Nacht und so langsam wird deutlich, was wirklich vor drei Jahren passiert ist, als Mia Adam verließ.

In „Where She Went“ geht die Geschichte von Mia und Adam weiter. Zwar war „If I Stay“ in sich geschlossen, wenn auch das Ende eher offen war, aber auch genau deswegen so toll und passend, da sich der Leser so selbst ausmalen konnte, wie die Geschichte ausgehen könnte. Daher kann man „If I Stay“ ruhig auch als Einzelroman lesen, denn ich fand „Where She Went“ ganz anders und es wird vermutlich eines der Bücher sein, dass man entweder liebt oder hasst.
Ich war mit dem Ende von „If I Stay“ mehr als zufrieden, aber dennoch habe ich mich auf den Nachfolgeroman gefreut, auch wenn ich zuerst äußerst skeptisch war. Doch es hat sich gelohnt, ich liebe es und ich bin froh, dass ich mich getraut habe.

„Where She Went“ spielt drei Jahre später als „If I Stay“ und wird dieses Mal aus der Sicht von Adam erzählt, was für mich einen großen Reiz der Geschichte ausgemacht hatte. Das ist auch einer der Gründe, warum für mich das Buch auch ganz anders ist. Es geht um Adam, seine Musik, sein Leben.
Das Buch springt zwischen der Vergangenheit und der Gegenwart der Figuren hin und her, etwa abwechselnd, sodass man als Leser schnell merkt, in welcher Zeit man sich gerade befindet. Dabei erfährt der Leser nicht nur, was in den letzten drei Jahren passiert ist, sondern auch wie die Band „Shooting Star“ entstanden ist, der Anfang der Beziehung von Adam und Mia und welchen Stellenwert ihre Familie auch für Adam eingenommen hatte, alles aus der Sicht von Adam. Die gesamte Handlung findet innerhalb einer Nacht, in der Mia einen Auftritt in New York und den Adam spontan besucht hatte, bis zum Abend/Nachmittag des nächsten Tages statt.
Besonders gut gefallen hatte mir, dass etwa jedes Kapitel, das in der Gegenwart spielt, mit einer Songtextzeile von dem neuen Album „Collateral Damage“ der Shooting Star anfängt, und man Adams Stimmung so noch besser nachempfinden kann. „Collateral Damage“ ist die CD mit der Adams Band den Durchbruch schaffte und dessen Songs er aufgrund des Verlusts von Mia geschrieben hatte.

First you inspect me
Then you dissect me
Then you reject me
I wait for the day
That you’ll resurrect me
„Animate“ – Collateral Damage (S. 254)

Adam mochte ich in „If I Stay“ schon sehr, aber hier habe ich mich in ihn verliebt. Es hat mir fast das Herz zerbrochen, wie sich die Geschichte um Adam und Mia entwickelt hatte und Adam nun so gebrochen erleben zu müssen. Er hatte Mia von einem Tag auf den anderen verloren und das nie überwunden, auch wenn es mittlerweile drei Jahre her ist und er eine neue Freundin hat. Aber auch die Musik, die ihm früher so viel bedeutet hatte, kann ihn nun nicht mehr wirklich über den Verlust hinwegtrösten.

Gayle Forman hat einen wunderbaren Schreibstil, der sich auch auf englisch leicht und flüssig lesen lässt, und der vor allem äußerst gefühlvoll ist. Die Autorin findet stets die richtigen Worte um die Gefühlslage ihrer Protagonisten darzustellen und den Leser von der ersten Seite an zu fesseln.

Abschließend…

Meine anfängliche Skepsis hatte sich schnell in Begeisterung gewandelt. Wie auch in „If I Stay“ spielt der Verlust eine große Rolle, auch wenn das hier vor allem durch den Verlust einer großen Liebe thematisiert wird. „Where She Went“ war für mich die perfekte Fortsetzung einer großartigen Geschichte, wunderbaren Charakteren zum mitfiebern und -weinen und vor allem ganz viel (Rock-) Musik. Einfach großartig.
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Wie bin ich auf das Buch aufmerksam geworden?

“Wenn ich bleibe” war eines meiner Highlights in 2010, daher war ich sehr gespannt und neugierig auf die Fortsetzung.

Wie lange musste es auf dem SUB liegen?

Glücklicherweise nicht lange. Anfang April kam “Where She Went” mit der Post an und wenige Tage später hatte ich es verschlungen.

Wunschliste in Gefahr?

Ein wenig. Gayle Forman hat, neben “If I Stay” und “Where She Went”, noch zwei andere Bücher geschrieben, von denen mich aber nur eines interessiert und zwar “Sisters in Sanity”.

geschrieben: April 2011

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REZENSION: Alice Sebold – The Lovely Bones

Meine Ausgabe: erschienen 2003, ca. 10 €, ISBN: 978-0330485388,Taschenbuch, 328 Seiten.
deutscher Titel “In meinem Himmel”.

Kurzbeschreibung:
Susie Salmon führt das ganz normale Leben eines Teenagers in einer amerikanischen Kleinstadt – bis zu jenem Tag im Dezember, als sie von einem Vergewaltiger getötet wird. Aber Susies Existenz ist damit nicht ausgelöscht. Von „ihrem Himmel“ aus verfolgt sie das Leben auf der Erde, beobachtet ihre Freunde und Familie, die mühevoll nach Wegen suchen, um den Verlust zu verarbeiten. Und erst, als die fragile Balance menschlicher Existenz wiederhergestellt ist, kann auch Susie ihren Seelenfrieden finden…

Was ich davon halte…

…in Kronen:

…in Worten:

Blödes Buch. Aber sowas von.
Ich gebe eigentlich ungern nur 1 Krone, aber nach DIESEM Ende bleibt mir einfach nichts anderes übrig, dabei klang der Inhalt und auch die ersten Seiten wirklich interessant. Ein vierzehnjähriges Mädchen, das umgebracht wird und nun als Erzählerin des Buches fungiert. “Super”! Aber da habe ich mich wohl mächtig getäuscht, denn der Inhalt war absolut belanglos und unglaubwürdig. Und langweilig. Und klischeehaft.

Mit Susie bin ich nicht warm geworden. Für mich klang sie nicht wie ein 14jähriges Mädchen, sondern wie eine alte Frau, die auf ihr Leben zurückblickt und alles emotionslos erzählt. Und anstatt dass sich Susie, wie ich es eigentlich dachte, mehr mit ihrem Tod auseinandersetzt, beobachtet sie nur was ihre Familie und Freunde machen. Ach und natürlich was ihr Mörder macht. Natürlich auch ohne nur ein Fünkchen Gefühl zu zeigen. Und daher frage ich mich, warum sich die Autorin für diese Erzählweise entschieden hat. Für mich war Susie teilweise nicht das arme ermordete Mädchen, sondern einfach NUR die allwissende Erzählerin. Das, was mich vor allem an dem Buch gereizt hatte, nämlich alles aus dem Blickwinkel des Opfers zu erleben, war, meiner Meinung nach, so gar nicht vertreten.
Überhaupt. Ich heule bei jeder emotionalen Stelle in Büchern, wie in Filmen, oder auch bei manchen Liedern. Daher dachte ich automatisch, bevor ich mit “The Lovely Bones” angefangen hatte, dass ich nur aufgrund des Themas ununterbrochen am Weinen sein müsste. Aber nichts! Nicht eine kleine Träne musste ich vergießen, ich war nicht mal kurz davor zu heulen. Für mich war das Buch absolut gefühlslos und das war wohl auch einer der größten Fehler, den das Buch bei mir machen konnte.

Susies Beobachtungen sind langweilig. Allesamt. Die Salmons sind eine ganz normale Familie, gewöhnlich, wie jede andere Familie in den 70ern auch, vermutlich. Die “Entwicklungen”, die die einzelnen Familienmitglieder machen, hätten gewöhnlicher (oder sollte ich besser sagen klischeehafter?) nicht sein können. Der Vater ist besessen davon, den Mörder seiner Tochter zu stellen, die Mutter mit Haushalt, den zwei anderen Kindern total überfordert, beginnt natürlich eine Affäre und Susies jüngere Schwester bekommt ihren ersten Kuss *gähn*
Durch die distanzierte Haltung von Susie konnte ich mich zusätzlich nicht für die anderen Personen interessieren und daher wirkte alles schnell ziemlich oberflächlich auf mich. Die ganzen Zeitsprünge im Laufe des Romans haben diesen Eindruck nur noch gestärkt.
Manches war mir auch einfach zu konstruiert und unglaubwürdig, z.B. dass ihr Vater eigentlich sofort wusste, wer Susie umgebracht hatte und von seinem richtigen Verdacht nicht einen Moment abweichen konnte. Aber klar, ein einsamer, seltsamer Nachbar KANN ja nur ein Serienmörder sein *augenroll*

Was dem ganzen aber noch die Krone aufsetzte, war das Ende. Vor den letzten 50 Seiten war ich noch durchaus gewillt, dem Buch 2 Sterne zu geben, aber die Richtung, die das Buch dann einnahm, war für mich einfach nur lächerlich und schwer nachzuvollziehen und total unpassend. Und ich habe mich wohl selten über so ein Ende richtig geärgert.

Abschließend…

Nicht mein Buch, absolut nicht. Und warum um diese Geschichte so ein Aufsehen gemacht wurde/wird und es sogar verfilmt wurde O_O kann ich nicht verstehen.
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Wie bin ich auf das Buch aufmerksam geworden?

Durch die vielen, positiven Meinungen wollte ich es lesen. Auch die Verfilmung davon, die ich nicht gesehen hatte, hatte mich neugierig auf das Buch gemacht.

Wie lange musste es auf dem SUB liegen?

*hust* Das war wohl eines meiner SUB-Leichen, immerhin lag es jetzt ziemlich genau zwei Jahre auf meinem SUB.

Wunschliste in Gefahr?

Wenn ich ehrlich bin, habe ich kein großes Bedürfnis so schnell noch etwas von Alice Sebold zu lesen. Also, nein.

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