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Sarah Beth Durst – Ice

IceMeine Ausgabe: Taschenbuch, englisch, 308 Seiten.
Gelesen im Januar 2013.
Bewertung: 2-2.5/5

“Ice” ist eines der Bücher, das ich wirklich gerne mögen wollte, leider war das aber nicht ganz der Fall. Die Geschichte basiert auf dem Märchen “Östlich von der Sonne und westlich vom Mond”, das ich bisher nicht kannte, daher war es sehr interessant, mal ein Märchen durch eine Neuerzählung kennenzulernen. Das Märchen selbst musste ich natürlich gleich nach Beenden des Buches nachlesen ;)

Am Anfang war ich sehr überrascht, wie schnell die Geschichte losgeht. Kaum angefangen zu lesen, trifft Cassie quasi schon auf Bear und das Märchen nimmt seinen Lauf. Leider kam es mir dadurch schnell ziemlich oberflächlich und die Entwicklung von Gefühlen nicht ganz glaubhaft vor. Dafür hatte es sich dann in der Mitte sehr gezogen und ich glaube, ich hätte nichts dagegen gehabt, wenn die “Einführung” in die Geschichte einen größeren Platz eingenommen hätte und dafür im Mittelteil etwas gekürzt worden wäre.
Cassie mochte ich anfangs ganz gerne. Sie ist eine mutige und sture Protagonistin, und sie hat eindeutig ihren eigenen Kopf. Dennoch muss ich sagen, konnte ich mit ihrer Art nicht immer etwas anfangen.

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z.B. als sie sich schwanger auf die Suche nach Bear gemacht hatte, war mir doch etwas mulmig zumute, wie wenig sie an das ungeborene Kind dachte (auch wenn ich weiß, dass sie das Kind eigentlich nicht wollte)

Aber Bear mochte ich allerdings noch viel mehr (wie könnte man auch nicht?! :D) und als er im Verlauf des Buches immer mehr in den Hintergrund geriet, verlor ich leider langsam auch das Interesse an der Geschichte. Im Schneckentempo habe ich dann trotzdem noch weitergelesen und wurde mit dem Ende doch etwas versöhnt. Zwar kam es mir etwas zu schnell vor, aber die ungewohnte Idee mochte ich.

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Kai Meyer – Die Geisterseher & Die Winterprinzessin (Hörspiele)

Die Geisterseher Die Winterprinzessin

Als Märchenfan bin ich lange Zeit um die zwei Bücher von Kai Meyer herumgeschlichen, die die Brüder Grimm als Protagonisten haben. Als ich auf audible entdeckte, dass es die Bücher auch als Hörspiele gibt, musste ich beim ersten Band “Die Geisterseher” direkt zuschlagen, was sich sehr gelohnt hatte. Im Januar habe ich dann endlich den zweiten Teil “Die Winterprinzessin” gehört.
Inhaltlich haben beide nicht viel miteinander zu tun, außer dass die Protagonisten dieselben sind und die Geschichte wieder aus der Sicht von Wilhelm erzählt wird. Zwischen den zwei Büchern/Hörspielen liegen etwa 8 Jahre, daher könnte man sie natürlich auch in umgekehrter Reihenfolge hören.
Von den Geschichten her, fand ich den ersten Teil “Die Geisterseher” besser, da zum einen dort, neben den Brüdern Grimm, auch mehrere andere Dichtergrößen wie Schiller, Goethe oder auch E. T. A. Hoffmann, etc. kurz einen Auftritt hatten und zum anderen mich Wilhelm in “Die Winterprinzessin” einfach zu sehr genervt hatte, für mich war er zu hormongesteuert und wirkte nicht, als hätte er sich in den 8 Jahren weiterentwickelt. Außerdem war mir die “Winterprinzessin” mit den ganzen Napoleon-Anspielungen auch einfach etwas zu politisch.
In beiden Hörspielen ist die Stimmung sehr düster, trostlos und an manchen Stellen auch recht “brutal”. Meiner Meinung nach, richten sie sich an ein eher älteres Publikum, als z.B. “Die Wellenläufer” oder “Die Merle-Trilogie”.
Ein paar Anspielungen zu bekannten Märchen sind ebenfalls vorhanden, auch wenn ich vermutlich nicht alles entdecken konnte, da ich zu sehr mit den Geschichten selbst und der Auflösung des Falles beschäftigt war. Und spannend sind sie beide. Die 5 Stunden sind leider viel zu schnell vorbei gewesen und ich habe sie fast am Stück gehört.

Die Hörspiele wurden vom Zaubermond-Verlag herausgebracht und ich finde beide sehr gut produziert und sehr hörenswert. Sie sind sehr atmosphärisch, die Geräusche und Musik sehr gut gewählt und die Sprecher haben mir alle sehr gut gefallen, daher gibt es von mir definitiv Pluspunkte für die Hörspielversionen.

Und da es leider keine dritte Grimm-Geschichte gibt, habe ich nun erstmal mein Auge auf die Hörspielversion von “Loreley” geworfen, die nämlich im selben Verlag produziert wurde ;)

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REREAD: Catherynne M. Valente – The Girl Who Circumnavigated Fairyland in a Ship of Her Own Making

the girl who circumnavigated... Meine Ausgabe: Taschenbuch, englisch, 247 Seiten.
Serie: Band 1/5
Gelesen (Reread) im Januar 2013.
Bewertung: 5/5

 

 

 

Once upon a time, a girl named September grew very tired indeed of her parents’ house, where she washed the same pink-and-yellow teacups and matching gravy boats every day, slept on the same embroidered pillow, and played with the same small and amiable dog.

So beginnt ein wunderbares Kinderbuch mit dem großartigen Titel “The Girl Who Circumnavigated Fairyland in a Ship of Her Own Making” von Catherynne M. Valente, indem die 12-jährige September Bekanntschaft mit Green Wind macht, der sie ins Fairyland bringt und damit ein großes, wunderbares Abenteuer beginnt, worüber ich jetzt aber nicht weiter erzählen möchte ;)
Letztes Jahr im Juni habe ich das Buch zum ersten Mal gelesen und ich fand es wirklich toll und vor ein paar Tagen hatte ich große Lust, Fairyland wieder einen Besuch abzustatten und dieses Mal bin ich noch begeisterter als vorher. Möglicherweise lag es daran, dass ich mir dieses Mal einfach mehr Zeit genommen habe, die Geschichte in Ruhe zu lesen, jede Idee und jeden Satz ausgiebig zu genießen und in Fairyland richtig einzutauchen.
Als ich es zum ersten Mal gelesen hatte, habe ich es hauptsächlich in Bus & Bahn gelesen, dieses Mal aber lieber in eine Decke eingekuschelt, mit Wärmflasche und Tee.

Cat Valente empfinde ich nach wie vor als wunderbar kreativ und einfallsreich. Herrlich, was sie sich für Wesen und Figuren hat einfallen lassen, genauso wie den Handlungsverlauf. September ist eine wunderbare Protagonistin, herzallerliebst, ehrlich, und so richtig Kind, wie man es sich vorstellt. Fairyland ist eine Welt, in der ich unglaublich gerne auch mal reisen (wenn auch nicht alles durchmachen müssen, was September machen muss…) und vor allem einen Wyverary (Wyvern + Library = Wverary ;) ) treffen würde.

Aber nicht nur in die Geschichte habe ich mich verliebt, sondern auch in den Schreibstil von Cat Valente. Trotz Kinderbuch schreibt sie, wie ich finde, durchaus anspruchsvoll und die Autorin findet ganz wunderbare Beschreibungen und Vergleiche. (Am liebsten würde ich das ganze Buch zitieren…)

“When you are born,” the golem said softly, “your courage is new and clean. You are brave enough for anything: crawling off of staircases, saying your first words without fearing that someone will think you are foolish, putting strange things in your mouth. But as you get older, your courage attracts gunk and crusty things and dirt and fear and knowing how bad things can get and what pain feels like. [...]“

Ganz wunderbar finde ich auch die Illustrationen von Ana Juan am Anfang jedes Kapitels. Sie wirken zwar etwas düster, aber durchaus passend und vor allem so, wie es die Autorin beschreibt.

Früher oder später werde ich mir das Buch sicherlich auch auf Deutsch zulegen, um irgendwann meinen eigenen Kindern daraus vorlesen zu können. Sehr schade, dass es das Buch zu meinen Kindheitstagen noch nicht gab, ich bin mir sicher, damals hätte ich es schon geliebt.
Sehr lesenswert ist übrigens auch das Interview mit der Autorin und der Illustratorin in der Taschenbuchausgabe.

“The Girl Who Circumanvigated Fairyland in a Ship of Her Own Making” hat mich am Ende glücklich und traurig zugleich zurückgelassen Traurig, weil die Geschichte und das Abenteuer nun zu Ende ist und glücklich, weil ich ein paar Stunden riesigen Spaß mit September hatte, ich habe mich mit ihr gefreut, mit ihr gelitten und mit ihr viele neue Freunde getroffen. Außerdem freue ich mich auf die vielen Abenteuer, die noch kommen werden.

Die deutsche Ausgabe erscheint im März unter dem Titel Die wundersame Geschichte von September, die sich ein Schiff baute und das Feenland umsegelte.

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Terry Pratchett – Das Erbe des Zauberers

Meine Ausgabe: deutsch, erschienen 2005, 9,99 €, ISBN: 9783492285025, Taschenbuch, 280 Seiten. Gelesen im Januar 12.
Kurzbeschreibung:
Als der Magier Drum Billet seinen Zauberstab gemäß guter Sitte an den achten Sohn eines achten Sohnes übergeben will, macht er einen folgenschweren Fehler: Denn das Neugeborene ist ein Mädchen, und diesen ist der Zutritt zur Unsichtbaren Universität verwehrt. Nun kann nur noch Oma Wetterwachs den Zauberern in Sachen Gleichberechtigung auf die Sprünge helfen…

Wieso, weshalb, warum…

Mit “Das Erbe des Zauberers” habe ich einen weiteren Schritt in der mittlerweile sehr umfangreichen Scheibenwelt gemacht. Nur leider muss ich sagen, dass es nicht so recht mit den anderen Scheibenweltromanen, die ich bisher gelesen habe, mithalten kann. Möglicherweise liegt das daran, dass “Das Erbe des Zauberers” eines der frühen Werke von Pratchett ist oder aber daran, dass mir TOD als Hauptperson einfach besser gefällt und mehr liegt als Hexen und Zauberer. Das werde ich dann aber wohl bei meinem nächsten Scheibenwelt-Aufenthalt versuchen herauszufinden, denn auch wenn ich das Buch nicht richtig begeistert zuklappen kann, wird es gewiss nicht mein letzter Pratchett gewesen sein.

Die ersten 100 Seiten habe ich fast an einem Stück verschlungen und ich fand es richtig super. Ich mochte die Figuren, allen voran natürlich Eskarina, die eigentlich als achter Sohn eines achten Sohnes geboren werden sollte und sich dann doch als Mädchen herausstellte. Nur leider zu spät. Für mich eine sehr amüsante Ausgangssituation, besonders da Mädchen nur Hexen werden dürfen und keine Zauberer.
Und dank des kurzen Auftritts von TOD habe ich mich auch gleich heimisch gefühlt. Allerdings ging es danach etwas bergab. Auf den nächsten Seiten hatte ich ein wenig das Gefühl, dass sich die Story etwas im Sande verläuft. Mir wäre es lieber gewesen, wenn z.B. die Wanderungen nicht ganz so langsam vonstatten gegangen wären. Im Mittelteil hat sich daher für mich einfach zu sehr gezogen und ich hatte ab und an leider keine große Lust mehr, im Buch überhaupt weiterzulesen.

Auch hat mir oft der Humor, den ich aus den TOD-Büchern gewohnt bin, gefehlt. Normalerweise trifft Pratchett genau meinen Sinn für Humor, weshalb ich seine Romane eigentlich ungern in der Öffentlichkeit lese, da es sonst leicht passieren kann, dass ich in Lachanfälle ausbreche. Hier war das aber leider nicht der Fall. Anfangs musste ich zwar noch recht oft schmunzeln, aber das hatte sich im Laufe des Buches dann doch gelegt. Und auch die Zauberer hier konnten mir wieder kein müdes Lächeln entlocken.
Schade, da das für mich immer eine große Stärke von Pratchett war.

Abschließend…

Dennoch ist “Das Erbe des Zauberers” kein schlechtes Buch, teilweise habe ich es gerne lesen, aber meinen Erwartungen konnte es leider nicht so richtig gerecht werden. Trotzdem bin ich aber auf die weiteren Hexen-Romane gespannt und ich freue mich auf meinen nächsten Ausflug in die Scheibenwelt.

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Neil Gaiman – The Graveyard Book

Meine Ausgabe: englisch, erschienen 2009, 9,90 €, ISBN: 9780747594802, Taschenbuch, 295 Seiten. Gelesen im Januar 12.
Kurzbeschreibung:
Nobody Owens, known as Bod, is a normal boy. He would be completely normal if he didn’t live in a graveyard, being raised by ghosts, with a guardian who belongs to neither the world of the living nor of the dead.
There are adventures in the graveyard for a boy – an ancient Indigo Man, a gateway to the abandoned city of ghouls, the strange and terrible Sleer. But if Bod leaves the graveyard, he will be in danger from the man Jack – who has already killed Bod’s family.
Master storyteller Neil Gaiman returns with a luminous new novel about life and death, love and growing up, and finding family in the most unlikely places.

Wieso, weshalb, warum…

Neil Gaiman ist ein Autor, der mir irgendwie immer ziemlich sympathisch vorkommt und ich deswegen immer das Verlangen habe, seine Bücher zu lieben! Leider, hat das aber bisher noch nicht ganz geklappt. “Coraline” mochte ich damals, vor ein paar Jahren, sehr sehr gerne und ist mir immer noch in guter Erinnerung, mein zweiter Gaiman “Der Sternwanderer” konnte mich nicht richtig überzeugen und “The Graveyard Book”, Versuch Nr. 3, steht nun irgendwo zwischen diesen beiden Romanen.

Dabei war der Anfang noch ziemlich gut und vielversprechend. Bereits auf den ersten Seiten wird Nobody (Bod) zum Waisenkind und entkommt nur selbst knapp dem Mörder und man befindet sich direkt mit ihm auf dem Friedhof, wo er die nächsten Jahre verbringen wird. Es gibt kein großes Vorgeplänkel oder Einleitung, man ist direkt als Leser mit im Geschehen. Aber, wie ich fand, auch nur mit und nicht mittendrin. Ich habe mich beim Lesen oft gefühlt, als wenn zwischen den Personen und mir eine dicke Wand steht, über die ich zwar drüber schauen und alles mitbekommen und beobachten konnte, aber ansonsten alles weiter fremd bleibt.
Auch empfand ich es, dass das Buch keine richtig durchgehende Geschichte ist, sondern die teils langen Kapitel immer nur einen bestimmten Zeitpunkt im Leben von Bod Owens erzählen, daher hat mir ab und an einfach ein roter Faden gefehlt.

Neil Gaiman hat viele tolle Ideen in den Roman eingebaut, seine Beschreibungen von verschiedenen Figuren fand ich super. Und auch die Charaktere mochte ich insgesamt alle sehr gerne. Nur mein Problem bei dem Ganzen: Es ist einfach zu kurz. Denn leider ist das Buch nicht einmal 300 Seiten stark, sodass mir vieles einfach zu oberflächlich war. (Auch wenn es natürlich “nur” ein Kinderbuch ist.) Ich hätte über manche Personen gerne viel mehr gewusst oder es gab Szenen, die mir so einfach zu kurz waren, trotz toller Ideen. So sind bei mir noch viel zu viele Fragen offen geblieben, sodass ich nicht ganz zufrieden damit bin.

Im Mittelteil hat es sich für mich ziemlich gezogen, es hat mich nicht gepackt und wenn ich im Buch gelesen habe, habe ich es zwar gerne gelesen, aber ich hatte kein Problem damit, das Buch einfach mitten im Kapitel zur Seite zu legen und etwas anderes zu machen.

Die schwarz-weiß Illustrationen im Buch fand ich recht gelungen, wenn ich persönlich auch manche etwas zuu gruselig fand. Aber trotzdem natürlich passend.

Abschließend…

Insgesamt habe ich das Buch eigentlich recht gerne gelesen Mein letzter Gaiman wird das wohl noch nicht gewesen sein, da ich noch “Neverwhere” ungelesen hier liegen habe, aber danach…hmm.

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