Posted on 25. Januar 2013
Meine Ausgabe: Taschenbuch, englisch, 247 Seiten.
Serie: Band 1/5
Gelesen (Reread) im Januar 2013.
Bewertung: 5/5
Once upon a time, a girl named September grew very tired indeed of her parents’ house, where she washed the same pink-and-yellow teacups and matching gravy boats every day, slept on the same embroidered pillow, and played with the same small and amiable dog.
So beginnt ein wunderbares Kinderbuch mit dem großartigen Titel “The Girl Who Circumnavigated Fairyland in a Ship of Her Own Making” von Catherynne M. Valente, indem die 12-jährige September Bekanntschaft mit Green Wind macht, der sie ins Fairyland bringt und damit ein großes, wunderbares Abenteuer beginnt, worüber ich jetzt aber nicht weiter erzählen möchte 
Letztes Jahr im Juni habe ich das Buch zum ersten Mal gelesen und ich fand es wirklich toll und vor ein paar Tagen hatte ich große Lust, Fairyland wieder einen Besuch abzustatten und dieses Mal bin ich noch begeisterter als vorher. Möglicherweise lag es daran, dass ich mir dieses Mal einfach mehr Zeit genommen habe, die Geschichte in Ruhe zu lesen, jede Idee und jeden Satz ausgiebig zu genießen und in Fairyland richtig einzutauchen.
Als ich es zum ersten Mal gelesen hatte, habe ich es hauptsächlich in Bus & Bahn gelesen, dieses Mal aber lieber in eine Decke eingekuschelt, mit Wärmflasche und Tee.
Cat Valente empfinde ich nach wie vor als wunderbar kreativ und einfallsreich. Herrlich, was sie sich für Wesen und Figuren hat einfallen lassen, genauso wie den Handlungsverlauf. September ist eine wunderbare Protagonistin, herzallerliebst, ehrlich, und so richtig Kind, wie man es sich vorstellt. Fairyland ist eine Welt, in der ich unglaublich gerne auch mal reisen (wenn auch nicht alles durchmachen müssen, was September machen muss…) und vor allem einen Wyverary (Wyvern + Library = Wverary
) treffen würde.
Aber nicht nur in die Geschichte habe ich mich verliebt, sondern auch in den Schreibstil von Cat Valente. Trotz Kinderbuch schreibt sie, wie ich finde, durchaus anspruchsvoll und die Autorin findet ganz wunderbare Beschreibungen und Vergleiche. (Am liebsten würde ich das ganze Buch zitieren…)
“When you are born,” the golem said softly, “your courage is new and clean. You are brave enough for anything: crawling off of staircases, saying your first words without fearing that someone will think you are foolish, putting strange things in your mouth. But as you get older, your courage attracts gunk and crusty things and dirt and fear and knowing how bad things can get and what pain feels like. [...]“
Ganz wunderbar finde ich auch die Illustrationen von Ana Juan am Anfang jedes Kapitels. Sie wirken zwar etwas düster, aber durchaus passend und vor allem so, wie es die Autorin beschreibt.
Früher oder später werde ich mir das Buch sicherlich auch auf Deutsch zulegen, um irgendwann meinen eigenen Kindern daraus vorlesen zu können. Sehr schade, dass es das Buch zu meinen Kindheitstagen noch nicht gab, ich bin mir sicher, damals hätte ich es schon geliebt.
Sehr lesenswert ist übrigens auch das Interview mit der Autorin und der Illustratorin in der Taschenbuchausgabe.
“The Girl Who Circumanvigated Fairyland in a Ship of Her Own Making” hat mich am Ende glücklich und traurig zugleich zurückgelassen Traurig, weil die Geschichte und das Abenteuer nun zu Ende ist und glücklich, weil ich ein paar Stunden riesigen Spaß mit September hatte, ich habe mich mit ihr gefreut, mit ihr gelitten und mit ihr viele neue Freunde getroffen. Außerdem freue ich mich auf die vielen Abenteuer, die noch kommen werden.
Die deutsche Ausgabe erscheint im März unter dem Titel Die wundersame Geschichte von September, die sich ein Schiff baute und das Feenland umsegelte.
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