Monthly Archive for April, 2010

ZITAT: Jenny-Mai Nuyen – Nocturna. Die Nacht der gestohlenen Schatten

“Geschichten sind die Essenz des Lebens, Apolonia”, sagte er, so ernst wie immer, und sie hatte das Gefühl, dass es auf der ganzen Welt keinen gescheiteren Menschen gab. “Menschen kommen und gehen. Aber Geschichten überdauern die Zeit, denn sie sind hier in den Büchern, sie sind wie Schätze eingeschlossen und leben ewig. Du, Apolonia, wirst all das hier erben und nach mir die Bücher kaufen, verkaufen und lieben, die die ganze Schönheit der Welt in sich tragen.”

Possibly Related Posts:


Ich lese gerade…

Gestern Nacht wollte ich und hatte ich eigentlich noch genug Zeit zum Lesen, doch ich konnte mich einfach nicht für ein Buch entscheiden. Ich saß bestimmt eine halbe Stunde mit einem Stapel Bücher im Bett, habe die Klappentexte 10mal gelesen, die ersten Seiten, etc. aber nichts hat geholfen…bis ich letztlich ohne zu lesen eingeschlafen bin! Sowas gabs bei mir noch nie, normalerweise weiß ich sonst immer, welches Buch ich danach lese… Naja, jedenfalls war ich heute morgen wieder zu spät dran, sodass ich mir schnell ein Buch geschnappt hatte und bin dann losgegangen: “Nocturna. Die Nacht der gestohlenen Schatten” von Jenny-Mai Nuyen
und ich habe damit wohl eindeutig die richtige Wahl getroffen, ich kann mich kaum noch von dem Buch losreißen *verliebt*

Wenn es Nacht wird in der Stadt, treten die Nocturna ins knisternde Licht der Gaslaternen. Sie sind die heimlichen Herren der Stadt, denn ihre Magie ist stark und grausam: Aus Bluttinte und Erinnerungen schaffen sie die schönsten Bücher der Welt, die ihnen die Herzen der Menschen öffnen und grenzenlose Macht verleihen. Doch ihre Opfer bleiben als seltsam blasse Wesen zurück. Wie Tigwid, der Dieb. Seit die Nocturna ihm seine Vergangenheit geraubt haben, sucht er nach dem Mädchen, das mit Tieren spricht und auf Rache sinnt. Sie allein, so besagt eine uralte Prophezeiung, kann die düstere Herrschaft der Nocturna brechen.

1. Satz
Am Abend traf sich Jorel mit dem Mädchen.

Possibly Related Posts:


REZENSION: Jasper Fforde – Der Fall Jane Eyre

Infos:
Titel der Originalausgabe: The Eyre Affair
Band innerhalb der Reihe: Thursday Next Band 1
Genre: Fantasy
Übersetzung: Der Fall Jane Eyre
Verlag: dtv
ISBN: 978-3-423-21014-0
Seiten: 378
Preis: 8,95

Wie bin ich auf das Buch aufmerksam geworden?

Die vielen gegeisterten Meinungen haben mich neugierig gemacht!

Kurzbeschreibung des Verlags:

Können Sie sich eine Welt vorstellen, in der Literatur so wichtig genommen wird, dass es eine Spezialpolizei gibt, um sie vor Fälschern zu schützen? Als Geheimagentin Thursday Next ihre neue Stelle in Swindon antritt, ahnt sie schon, daß ihr die größte Herausforderung ihrer Karriere bevorsteht: Niemand anderes als der Erzschurke Acheron Hades hat Jane Eyre aus dem berühmten Roman von Charlotte Brontë entführt, um Lösegeld zu erpressen. Eine Katastrophe für England, das mit dem seit 130 Jahren tobenden Krimkrieg schon genug Sorgen hat. Aber Thursday Next ist eine Superagentin: clever und unerschrocken. Und wenn sie wirklich mal in die Klemme gerät, kommt aus dem Nichts ihr von den Chronoguards desertierter, ziemlich anarchistischer Vater, um für ein paar Minuten die Zeit anzuhalten.

Meine Rezension:

Thursday Next ist Literaturagentin der SO-27 in London. Sie und die anderen Agenten in ihrer Abteilung sind dazu da, um Fälschungen oder Diebstähle rund um die Literatur aufzuklären.
Der nächste Fall, mit dem sich Thursday Next rumschlagen muss, ist der Diebstahl des Manuskripts von Martin Chuzzlewit von Dickens. Doch um den Täter zu schnappen, läuft bei Thursday einiges schief und so wird sie nach Swindon versetzt. Dennoch ist sie davon überzeugt, dass der Bösewicht Acheron Hades hinter dem Diebstahl des Originalmanuskripts steckt, der plötzlich auch eine wichtige Figur des Romans einfach “verschwinden” lässt…
Währendessen wird überall diskutiert, wer die Stücke von Shakespeare geschrieben hat, er selbst oder war es doch ein “Ghostwriter”? Und zudem befindet sich England noch immer im Krimkrieg mit Russland…

Ich finde, den Inhalt dieses Romans zusammenzufassen ist wirklich schwierig. Dazu passiert einfach zu viel, auch sehr viel abgedrehtes. Zuerst einmal finde ich die Ausgangsposition mehr als amüsant und es ist sehr schade, dass es bei uns keine “Literaturagenten” wie Thursday Next eine ist gibt, das wäre definitiv ein Traumberuf!
Thursday kam mir im Buch oft wie ein weiblicher “James Bond” vor, was keineswegs negativ ist. Egal wie actionlastig die Situation ist, es geht meistens nicht so glimpflich aus, wie man es vermuten würde. So erlebt man viele Überraschungen mit Thursday.
Thursdays Familie ist herrlich amüsant! Ihr Vater, der Zeitreisende, der ab und zu mal auftaucht und in der Geschichte rumspringt und eben diese auch etwas “verdreht” oder ihr Onkel Mycroft mit seinen tollen Erfindungen, wie z.B. eine Autofarbe, die jede Farbe/Muster, etc. annehmen kann oder ihr Haustier, ein Dodo.
Doch, was mir besonders gut gefiel, Thursday ist nicht nur die taffe Agentin, die vor nichts Angst hat, sondern wenn es um zwischenmenschliche Beziehungen geht, sehr unsicher ist. Denn ihr Ex Landen tritt wieder in ihr Leben und bringt dies zusätzlich noch durcheinander. Sie liebt ihn zwar noch, kann sich das aber selbst nicht so richtig eingestehen.

Das Buch wimmelt nur so vor Literatur und vielen Anspielungen und ich muss leider gestehen, dass ich sicherlich nicht alles verstanden habe. Oft kam ich mir auch etwas “erschlagen” vor, zumal ich vorher ja auch nicht wirklich wusste, was mich hier erwartet.
Aber besonders toll war der Streit um Shakespeare, der oft erwähnt wurde. Es werden verschiedene Theorien aufgeführt, wer alles seine Stücke geschrieben haben könnte und da muss ich sagen, habe ich mich köstlich amüsiert.

Jedoch gibt es eine Sache, die mich doch ziemlich gestört hat. Und zwar der Titel: “Der Fall Jane Eyre” und auch der Klappentext wie die Beschreibung des Verlags sind sehr irreführend. Beide handeln von Jane Eyre, einer Romanfigur von Charlotte Brontë, und dass diese aus dem Roman entführt wird. Doch Jane Eyre wird erst ab etwa Seite 300 wichtig. Vorher wird sie und das Ende des Romans zwar mal erwähnt und dass Thursday Rochester aus “Jane Eyre” getroffen hat, aber so wirklich wichtig war das anfangs nicht, denn da ging es nur um das Manuskript von Dickens. Und daher bin ich dementsprechend enttäuscht. Ich habe nämlich extra “Jane Eyre” vorher gelesen, aber eigentlich wäre das nicht wirklich nötig gewesen.
Das einzige was von Vorteil war, war das Ende von “Jane Eyre” zu kennen, denn da gab es ab und zu einen kleinen amüsanten Hinweis.

Sehr schön fand ich, dass es am Anfang jeden Kapitels ein Zitat z.B. über Thursday oder die LitAgs gibt. Oder auch, dass zwar das Kapitel 13 im Inhaltsverzeichnis erwähnt wird, man aber im Buch keines findet, sondern es von Kapitel 12 in Kapitel 14 übergeht.

Insgesamt war ich anfangs ein wenig überrumpelt von der Vielfalt von Ffordes großartigen Ideen, aber dennoch sehr enttäuscht darüber, dass viel weniger Jane Eyre drinsteckt, als es angepriesen wird. Zwar bin ich noch nicht ganz begeistert von meinem ersten Fforde, aber ich werde definitiv nochmal Zeit mit Thursday Next verbringen.

Possibly Related Posts:


REZENSION: Nina Blazon – Das Königreich der Kitsune

Infos:
Titel der Originalausgabe: Das Königreich der Kitsune
Band innerhalb der Reihe: Die Taverne am Rand der Welten Band 3
Genre: Jugendfantasy
Übersetzung: -
Verlag: Ravensburger Buchverlag
ISBN: 978-3-473-52349-8
Seiten: 245
Preis: Nur noch gebraucht erhältlich!

Wie bin ich auf das Buch aufmerksam geworden?

Nach Band 2 kommt Band 3 ;)

Kurzbeschreibung von amazon:

Jetzt oder nie! Tobbs schleicht sich zusammen mit Anguana ins Land Doman, um endlich das Geheimnis seiner Herkunft zu erfahren. Doch stattdessen belästigt ihn ein widerlicher Froschmensch mit einem Loch im Schädel, er bekommt gegrillte Schlange zum Abendbrot und wird von fleischfressenden Pferden gejagt! Von seinen Eltern fehlt hingegen jede Spur. Tobbs verliert allmählich die Geduld. Und wüsste er, was ihm bevorsteht, wäre seine Laune noch bedeutend schlechter …

Meine Rezension:

Achtung! Dies ist der 3. Teil einer Reihe, daher wäre es besser, nur weiterzulesen, wenn man den vorherigen Band gelesen hat! Spoilergefahr!

Endlich steht das letzte Abenteuer für Tobbs an: Aufgrund der Ereignisse in “Im Land der Tajumeeren” weiß Tobbs nun, wo er nach seinen Eltern suchen muss: In Doman. Nur leider, ist die Tür dorthin schon lange verschlossen, doch mit Hilfe schafft er es, die Tür zu öffnen und zusammen mit Anguana macht er sich auf den Weg. Doch dieses Abenteuer ist keineswegs ungefährlich, denn in Doman leben die berüchtigten roten Krieger, die schon viel Unheil angerichtet haben…

Das Königreich der Kitsune” ist der letzte Band der Reihe um die Taverne am Rand der Welten und ich bin, ehrlich gesagt, froh, dass die Geschichte nicht weitergeht. Seit “Die Reise nach Yndalamor” ist Tobbs auf der Suche nach seiner Herkunft und während man dort und in “Im Land der Tajumeeren” nur kleine Schnipsel über ihn und seine Vergangenheit erfährt, bleibt der Großteil immernoch im Dunkeln, bis hier endlich die ganze Auflösung kommt. Allerdings genauso unspektakulär wie der Rest der Geschichte.
Langsam habe ich das Gefühl, dass alles ziemlich ähnlich und schnell abgehandelt wird. Tobbs geht durch eine Tür, verbotenerweise, erlebt ein gefährliches Abenteuer und weiß ein wenig mehr über sich selbst. Erst ab der Hälfte in “Das Königreich der Kitsune” kommt dann endlich heraus was Tobbs ist und damit ist dann gut. Da hätte ich mir dann doch gewünscht, dass es etwas mehr ausgearbeitet worden wäre. Aber das liegt wohl auch wieder an der Kürze des Romans…
Und auch hier überstürzen sich die Ereignisse, nicht nur, dass Tobbs immernoch auf der Suche nach seinen Eltern ist, gerät auch Anguana gleich wieder in große Gefahr…

Im Gegensatz zu den anderen Bänden kommen hier Figuren aus der japanischen Mythologie vor, die mir allerdings ebenfalls zum großen Teil unbekannt waren.
Die Idee mit den mythischen Figuren finde ich insgesamt zwar interessant, aber ich persönlich hätte es besser gefunden, wenn es nicht so viele Verschiedene gewesen wären, denn an die meisten Wesen aus z.B. Band 1 kann ich mich kaum noch erinnern. Da wäre es von Vorteil gewesen, entweder weniger Gestalten zu nehmen oder aber wenn die ein oder andere Figur öfter aufgetreten wäre. So bleibt es leider nur als nettes Beiwerk in meiner Erinnerung zurück.

Die Sprache ist, wie in den vorherigen Bänden, einfach gehalten und an manchen Stellen ist das Buch ganz lustig. Dennoch kam es mir ab und zu etwas zu gezwungen lustig vor, vorallem wenn es spannend wird und man als Leser denkt, dass gleich ein Geheimnis gelüftet wird – und es nur eine Falle oder soetwas ist. Das fand ich dann eher nervig.

Das Cover ist passend zur Reihe gestaltet, eine der vielen Tavernentür, vor der eine japanische Figur steht. Und vorallem weil es so japanisch angehaucht ist, ist dies auch eindeutig mein Lieblingscover der Reihe.
Aber auch hier stimmen manche Seitenzahlen nicht mit den angegebenen Zahlen im Inhaltsverzeichnis überein und über den Nutzen der Leseprobe zu Band 2 “Im Land der Tajumeeren” im Abschlussband der Trilogie versuche ich immernoch zu verstehen.

Alles in allem ist es eine nette Reihe von Nina Blazon, lustig und amüsant für Jüngere, doch leider für meinen Geschmack zu gehetzt, zu kurz und einfach etwas zu oberflächlich. Dennoch wurde ich ein paar Stündchen gut unterhalten.

Possibly Related Posts:


REZENSION: Nina Blazon – Im Land der Tajumeeren

Infos:
Titel der Originalausgabe: Im Land der Tajumeeren
Band innerhalb der Reihe: Die Taverne am Rand der Welten Band 2
Genre: Jugendfantasy
Übersetzung: -
Verlag: Ravensburger Buchverlag
ISBN: 978-3-473-52328-3
Seiten: 251
Preis: Nur noch gebraucht erhältlich!

Wie bin ich auf das Buch aufmerksam geworden?

Nach Band 1 kommt Band 2 ;)

Kurzbeschreibung von amazon:

Für immer in der Taverne am Rande der Welten leben? Nein! Tobbs’ Entschluss steht fest: Er will das Geheimnis seiner Herkunft lüften. Also stiehlt er sich durch die magische Tür nach Rusanien davon und trifft auf orakelnde Totenköpfe und tollkühne Krieger. Schließlich gelangt Tobbs auf die Südseeinsel Tajumeer. Dort wachen Haigötter über einen verborgenen Schatz, der ihm den lang ersehnten Hinweis auf seine Vergangenheit liefern könnte …

Meine Rezension:

Achtung! Dies ist der 2. Teil einer Reihe, daher wäre es besser, nur weiterzulesen, wenn man den vorherigen Band gelesen hat! Spoilergefahr!

Bereits zwei Wochen liegt der Geburtstag von Tobbs, der elternlose Schankjunge in der Taverne am Rand der Welten, zurück, doch noch immer weiß er nichts über seine Herkunft. Nur, dass hinter einer der vielen Türen in der Taverne das Geheimnis gelüftet werden kann. Und daher geht er Nacht für Nacht in den Schankraum und versucht, eine bestimmte Tür, die mit Mörtel verschlossen ist, aufzubekommen. Doch ohne großen Erfolg bisher.
An einem Abend, er wollte schon fast aufhören, gibt es eine große Explosion und ein verletzter Reiter aus Rusanien ist durch eine der Türen gekommen. Er überbringt eine Nachricht für Wanja, in der es um ihre Tante Baba Jaga, der offenbar etwas zugestoßen sein soll, geht. Wanja macht sich auf den Weg nach Rusanien und nachdem Tobbs ein Gespräch zwischen ihr und Dopoulos belauscht hat, indem es offensichtlich um ihn geht, reist er Wanja heimlich hinterher… Doch nur anfangs, schnell muss er sich Wanja zeigen, die ihn aber nicht mehr zurückbringen kann. So gelangen sie zusammen erst nach Rusanien und anschließend nach Tajumeer, wo die Haifischgötter einen wichtigen Schatz bewachen…

Im Land der Tajumeeren” ist der 2. Band in der Trilogie um die Taverne am Rand der Welten und insgesamt hat mir dieser Band etwas besser gefallen als “Die Reise nach Yndalamor“.
Gleich am Anfang wirkt die Handlung wieder ziemlich überstürzt und da bleibt auch kaum eine ruhige Minute, aber im Verlauf des Buches, vorallem wenn sie in Tajumeer sind, wird endlich etwas mehr auf die Charaktere eingegangen, aber hier zum Glück nicht nur weiterhin auf Tobbs, sondern auch auf seine Freundin Anguana, die ich momentan am liebsten mag, und auch auf Wanja, die in Rusanien ein doch recht amüsantes Geheimnis verbirgt. Nur Dopoulos ist mir leider immernoch sehr farblos, wobei er im Buch meist keine allzu große Rolle einnimmt.
Dennoch hätte ich es besser gefunden, wenn Nina Blazon ihr Potential und Können etwas mehr genutzt hätte und die Bände etwas mehr mit Seiten gefüllt hätte.

Wie in “Die Reise nach Yndalamor” kommen hier auch wieder sehr viele russische Sagengestalten vor, die mir alle neu waren. Daher finde ich es überaus gut, dass es hinten im Buch ein kleines Lexikon gibt, indem diese Gestalten noch ausführlich beschrieben und erklärt werden. Das ist, wie ich finde, für jemanden, der sich damit überhaupt nicht auskennt, sehr hilfreich, da ich mir nicht unbedingt alle Details zu den Wesen auf einmal merken konnte.

Das Cover finde ich hier auch wieder sehr gelungen und es ist toll, dass sich der Verlag die Mühe gemacht hat, die Cover der Trilogie ähnlich zu gestalten. Es ist deutlich eine Tür in einer Taverne zu erkennen, vor der immer eine andere Gestalt steht, die für das jeweilige Buch von Bedeutung ist. Hier, in “Im Land der Tajumeeren” ist es, meiner Meinung nach, einer der Haigötter mit ein paar Fischen und Wasser.
Allerdings finde ich es etwas irritierend, dass die Seitenzahlen im Inhaltsverzeichnis nicht mit den tatsächlichen Seiten übereinstimmen. Zwar nur eine Kleinigkeit, aber ich finde, dass bei einem Buch mit wenigen Seiten und Kapiteln ist das doch ein kleines Detail, auf das man schon achten könnte. Ebenso frage ich mich, warum hier, im 2. Band, es eine kleine Leseprobe zu Band 1 gibt. Im Normalfall liest man doch eh Band 1 vor Band 2 und so ist eine Leseprobe dazu doch eigentlich etwas hinfällig…

Nichtsdestotrotz hat mir Band 2, “Im Land der Tajumeeren“, in dem man zwar leider immernoch kaum etwas neues über Tobbs Herkunft erfährt, gut gefallen, auch wenn meine Begeisterung doch etwas zu wünschen lässt. Aber dennoch ist es ein nettes Buch, das aber wohl eher für jüngere Leser geeignet ist.

Possibly Related Posts:


REZENSION: Nina Blazon – Die Reise nach Yndalamor

Infos:
Titel der Originalausgabe: Die Reise nach Yndalamor
Band innerhalb der Reihe: Die Taverne am Rand der Welten Band 1
Genre: Jugendfantasy
Übersetzung: -
Verlag: Ravensburger Buchverlag
ISBN: 978-3-257-06751-4
Seiten: 247
Preis: Nur noch gebraucht erhältlich!

Wie bin ich auf das Buch aufmerksam geworden?

Wieder eine Empfehlung aus dem Literaturschock

Kurzbeschreibung von amazon:

An seinem 13. Geburtstag soll Tobbs die Geschichte seiner Herkunft erfahren. Doch während einer Dämonenhochzeit in der Taverne, am Rande der Welten, öffnet er eine Tür, die ihn nach Yndalamor führt. Ein fantastisches Abenteuer erwartet ihn.

Meine Rezension:

Tobbs lebt in der Taverne von Dopoulos. Diese Taverne besitzt viele Türen, die in ganz unterschiedliche Welten führen. Doch Tobbs ist es untersagt, durch diese Türen zu gehen.
Und eben in dieser Taverne haben seine Eltern ihn vor vielen Jahren vergessen und Tobbs hat dementsprechend keine Ahnung, wer seine Eltern sind. Dopoulos hatte ihm versprochen, Tobbs an seinem 13. Geburtstag die Wahrheit darüber zu erzählen. Jedoch kommt es an seinem Geburtstag ganz anders.
An diesem Tag findet eine Dämonenhochzeit in der Taverne statt und Tobbs soll sich um den Kindertisch kümmern. Doch auch Dämonenkinder haben nur Unsinn im Kopf und so verschwindet eines der Kinder in den Türen der Taverne und Tobbs muss ihm hinterher…
Dadurch gelangen sie, mit einer magischen Raubkatze, nach Yndalamor, die Heimat von der Göttin Kali, und ein großes Abenteuer beginnt!

Soweit der Inhalt, was für mich sehr vielversprechnd klang. Doch leider wurden meine Erwartungen nicht erfüllt. Während ich “Faunblut” mit großem Genuss verschlungen habe, bin ich von “Die Reise nach Yndalamor” ziemlich enttäuscht.

In Yndalamor laufen jede Menge fantastische und mystische Wesen rum, was andererseits spannend ist, aber andererseits wirkt es auf mich ziemlich überfüllt, da das Buch nicht einmal 250 Seiten kurz ist. Und darin liegt auch eindeutig die Schwäche des Romans. Die Ideen sind großartig und es gibt überaus viele davon, jedoch kommen diese nicht über die Ansätze hinaus. Der einzige Charakter, der etwas genauer beschrieben wird, ist der 13jährige Tobbs, der keine Eltern hat und auch ziemlich ängstlich ist.
Im Buch werden zwar ab und an Andeutungen gemacht, dass Tobbs kein Mensch ist, wie er es denkt, oder dass man nicht einfach in der Taverne vergessen wird, aber leider bleibt es hier nur bei den Andeutungen und um das Geheimnis zu lüften, wird man wohl auch die restlichen beiden Bände lesen “müssen”.

Auch finde ich es schade, dass es hier nicht mal eine ruhige Szene gibt. Man hetzt von einem Ereignis ins nächste und wieder nächste, wodurch zwar auch Spannung entsteht, aber mein Lesegenuss auch etwas auf der Strecke blieb.

Der Schreibstil ist sehr einfach, was natürlich auch darin liegt, dass das Buch eher an Jüngere gerichtet ist. Dennoch gibt es viele schöne Beschreibungen und aufgrund der Dünne ist das Buch auch schnell zu lesen.
Leider muss ich auch gestehen, dass der Humor des Buches nicht so ganz meiner ist. Ich habe zwar ab und zu geschmunzelt, aber irgendwie hatte ich mir davon etwas mehr erwartet.

Auf dem Cover ist die Göttin Kali zu erkennen, die in dem Buch oft erwähnt wird und auch eine Rolle spielt, da sie z.B. oft in der Taverne ist und Sid, der Dämonenjunge, und Tobbs sich ihren Wagen nehmen.

Auch wenn ich von dem Buch nicht begeistert bin, ist es dennoch nett zu lesen und da ich die beiden nachfolgenden Bände besitze, werden auch diese gelesen. “Die Reise nach Yndalamor” hat zwar einige Schwächen, aber bietet trotzdem nette, kurzweilige Unterhaltung.

Possibly Related Posts:


REZENSIONEN: Amélie Nothomb – Der japanische Verlobte

Infos:
Titel der Originalausgabe: Ni d’Ève ni d’Adam
Band innerhalb der Reihe: -
Genre: Sonstige Belletristik
Übersetzung: Der japanische Verlobte
Verlag: Diogenes
ISBN: 978-3-257-06746-0
Seiten: 163
Preis: 18,90

Wie bin ich auf das Buch aufmerksam geworden?

Ich bin fasziniert von Amélie Nothomb und dieses habe ich bei lovelybooks gewonnen!

Kurzbeschreibung des Verlags:

»Französisch zu unterrichten schien mir der beste Weg, um Japanisch zu lernen. Ich hinterließ eine Kleinanzeige im Supermarkt: Französisch-Einzelunterricht, attraktiver Preis.« Amélies erster Privatschüler heißt Rinri, kommt aus einer reichen Tokioter Familie und weiht die Belgierin wie erhofft in die Sitten und Gebräuche seines Landes ein. Japanisch spricht er dabei allerdings nicht, vielmehr ein Französisch, das Amélie wie schlechtes Chinesisch vorkommt. Er ist jedoch hoch motiviert, insbesondere, da ihm die Lehrerin gefällt. Zwei Jahre verbringt Amélie in Tokio. Zwei intensive und literarisch ergiebige Jahre. Einerseits war es die Hölle – in ›Mit Staunen und Zittern‹ berichtete die Autorin von ihrer demütigenden Abwärtskarriere bei Yumimoto. Mit dem japanischen Verlobten jedoch erlebt Amélie Stunden von paradiesischer Heiterkeit – das ist die andere Seite des Lands der aufgehenden Sonne, das ist das Japan, das sie liebt.

Meine Rezension:

In “Der japanische Verlobte” erzählt Amélie Nothomb über ihre Zeit in Japan.
Nothomb wurde 1967 in Kobe, Japan, als Tochter eines belgischen Diplomaten geboren. Ihre ersten fünf Lebensjahre verbrachte sie daher auch in Japan, bevor sie mit ihrer Familie weiterzog. Doch diese “Heimat” hat sie nie richtig losgelassen, also beschloss sie nach ihrem Studium eine Zeit lang in Japan zu leben. Ein Jahr lang um das Land und die Kultur richtig kennen zu lernen und dann um in einer großen Firma zu arbeiten (darüber schreibt sie wohl in “Mit Staunen und Zittern“, bzw. franz. “Stupeur et tremblements“).

Nachdem sie in Japan ist überlegt sie, dass der einfachste Weg um ihr Japanisch zu verbessern ist, selbst Französischunterricht zu geben. Und so lernt sie den Japaner Rinri kennen. Rinri studiert Französisch an der Uni und stammt aus einer reichen Familie.
Als Amélie ihn zum ersten Mal Französisch sprechen hört, ist sie entsetzt darüber. Zusammen mit Rinri erkundet und entdeckt sie ihr Heimatland und bringt dem sehr motivierten jungen Mann ihre Sprache bei. Nach und nach werden sie ein Paar.
Doch eine “normale”, romantische Liebe hätte zu Nothomb nicht gepasst und daher wird man “Romantik” oder Kitsch hier vergeblich suchen.
Nothomb zeigt sich hier von einer sehr privaten Seite und gewährt dem Leser einen kleinen und kurzen Einblick in ihre Gefühlswelt.

Das Spannende an dem Roman war vorallem der Vergleich zwischen der europäischen und der japanischen Kultur, den das Buch indirekt mit sich bringt. Zusammen mit einem schönen, einfachen, aber auch humorvollen Schreibstil musste ich oft über manche Begebenheiten sehr schmunzeln.
Da ich das Land Japan schon lange überaus faszinierend finde, hat es mich vorallem gefreut, einen Einblick von einer “Ausländerin” zu lesen, obwohl Nothomb da geboren ist.

Der japanische Verlobte” ist das erste Buch von Nothomb, das ich auf Deutsch gelesen habe. Sonst lese ich ihre Romane, zwei bisher, nur auf französisch und ich glaube, dass “Der japanische Verlobte” auf französisch noch besser wirken würde, da es vorallem am Anfang sehr um die beiden Sprachen, japanisch und französisch, geht und ich schätze, dass davon sicherlich auch etwas durch die Übersetzung verloren gegangen ist.

Nichtsdestotrotz ist “Der japanische Verlobte” ein herrlich amüsantes, aber auch gefühlvolles Buch, das Amélie Nothomb von einer sehr privaten Seite zeigt, aber leider viel zu schnell zu Ende ist.

(Kleiner Tipp: Wer das Leben Nothombs nicht kennt und sich lieber überraschen lassen will, der sollte sich die Meinungen auf Amazon nicht anschauen, da eigentlich alle das Ende verraten)

Possibly Related Posts:


REZENSION: Banana Yoshimoto – Mein Körper weiß alles

Infos:
Titel der Originalausgabe: Karada Wa Zenbu Shitteiru
Band innerhalb der Reihe: -
Genre: Sonstige Belletristik
Übersetzung: Mein Körper weiß alles
Verlag: Diogenes
ISBN: 978-3-257-06751-4
Seiten: 204
Preis: 18,90

Wie bin ich auf das Buch aufmerksam geworden?

Ich liebe die Romane von Banana Yoshimoto!

Kurzbeschreibung des Verlags:

Das Herz hat manchmal Gründe, die der Verstand nicht kennt – wohl aber der Körper. Etwa, wenn die Hormone verrückt spielen bei einem Sexabenteuer mit riskantem Ausgang. Beim Schattendasein in einem Krankenzimmer, bei der Nachricht einer schlimmen Erkrankung. Nach einer Schönheitsoperation mit unerwarteten Folgen. Wenn man die eigenen Eltern altern sieht und sich selbst dabei mit: in Bildern einer längst verlorenen Verbundenheit – und einer neuen Nähe. Oder wenn kostbare, verschüttete Erinnerungen aus dem Gefängnis einer Blockade befreit werden. Dreizehn berührende Geschichten von der Seelenmagierin Banana Yoshimoto.

Meine Rezension:

Mein Körper weiß alles” ist ein weiteres Buch von Banana Yoshimoto, in denen nur Kurzgeschichten enthalten sind. Insgesamt sind es hier 13 Geschichten, die sich auf knapp 200 Seiten abspielen. Normalerweise definitv zu kurz, nicht aber bei Banana Yoshimoto.
Diese japanische Autorin verfügt über das Talent wichtige, interessante, gefühlvolle Sachen auf wenigen Seiten zu erzählen.
Wie auch in ihren anderen Erzählungen dreht es sich hier vorallem um Menschen, die vor einer wichtigen Situation/Entscheidung in ihrem Leben stehen oder sich in die Vergangenheit zurückversetzt fühlen, bzw. mit dieser “abschließen” wollen.

Trotz der Kürze von manchen Erzählungen hat sie auch hier wieder vollkommen meinen Nerv getroffen. In den 13 Geschichten ist der Inhalt zwar verschieden, aber dennoch zieht ein roter Faden, durch die gesamten Geschichten, der manchmal nicht gleich deutlich wird, ebenso wie man die Kurzgeschichten nicht einfach so nacheinender weglesen kann, sondern in den meisten Fällen sehr zum Nachdenken anregen.

Dadurch, dass die Geschichten sehr kurz sind, konzentriert sich das Geschehen um wenige Personen innerhalb einer Geschichte, die einem dadurch aber dennoch sehr real und glaubwürdig erscheinen

Banana Yoshimoto ist in Japan eine sehr bekannte Schriftstellerin, die besonders von jungen Menschen gelesen wird. Daher finde ich es wirklich sehr schade, dass sie in Deutschland noch immer recht unbekannt ist. Sie und vorallem ihre Bücher hätten auf jeden Fall ein größeres Publikum verdient…

Wunderbare, tiefgründige Kurzgeschichten, die nur eine Person schreiben kann: Banana Yoshimoto.

Possibly Related Posts:


REZENSION: Antonia Michaelis – Tigermond

Infos:
Titel der Originalausgabe: Tigermond
Band innerhalb der Reihe: -
Genre: Fantasy
Übersetzung: -
Verlag: Fischer
ISBN: 978-3-596-80806-9
Seiten: 366
Preis: 7,95

Wie bin ich auf das Buch aufmerksam geworden?

Eine Empfehlung aus dem Literaturschock

Kurzbeschreibung des Verlags:

»Willkommen«, sagte der Alte. »Setz dich zu mir ans Feuer.« Wer wie Farhad dieser Einladung des Alten folgt, wird in eine andere Welt eintauchen. In das Indien des 19. Jahrhunderts und dort gemeinsam mit Farhad und seinem weißen Tiger Nitish ein unvergessliches Abenteuer zu bestehen haben. Bis zum nächsten Vollmond hat er Zeit, den geheimnisvollen Blutstein zu finden und diesen dem Diener des Dämonenkönigs zu übergeben. Nur so kann Farhad die Prinzessin befreien, die der grausame Herrscher in seinem Palast gefangen hält …

Meine Rezension:

Eines Tages wird die junge Safia an einen indischen Kaufmann als seine achte Frau verheiratet. Sie ist darüber alles andere als erfreut und überlegt, wie sie dort wekommen kann. Einzig der Haremsdiener Lalit ist für sie da und daher erzählt sie ihm eine fantastische Geschichte…

In dieser Geschichte geht es um den Jungen Farhad. Farhad hat keine Eltern mehr und ist ganz auf sich allein gestellt. Um zu überleben, schlägt er sich mit Diebereien durchs Leben. Als er ein silbernes Amulett mitnehmen will, erscheint ihm plötzlich der Gott Krishna, der ihm berichtet, dass Farhad dazu auserwählt ist, seine entführte Tochter zu retten, indem er den Blutstein sucht und sie dann damit befreit. Allerdings habe er nur einen Monat Zeit dafür.
Farhad möchte diese Aufgabe nicht machen. Er besitzt wenig Selbstbewusstsein und ist eigentlich ein richtiger “Antiheld”. Doch einem Gott kann man so einfach nichts abschlagen und zusammen mit dem weißen Tiger Nitish begibt er sich auf dieser gefahrvolle Reise…

Mich hat hier vorallem das schöne Cover angesprochen. Das “O” in “Tigermond” stellt einen Mond dar und überhaupt ist das Cover in einem dunklen blau gehalten. Im Mittelpunkt steht ein indischer Palast oder Tempel und darüber ist deutlich das Gesicht eines Tigers zu erkennen.
Das spiegelt für mich auch den Inhalt des Romans etwas wider.

Spannend fand ich, dass es hier eine Geschichte in der eigentlichen Geschichte gibt und sich das auch erst am Ende richtig aufklärt, aber mir richtig gut gefällt.
Am Ende eines jeden Kapitelabschnitts gibt es einen kurzen Zwischenstop, der von Safia und Lalit handelt.
Aber neben dem war mein Highlight des Buches auf jeden Fall der weiße Tiger, der Angst vor jeglichem Wasser hatte…

Von Anfang an habe ich mich beim lesen wie in “1001 Nacht” gefühlt. Der Schreibstil der Autorin ist sehr märchenhaft, bei ruhigen wie auch bei schnelleren Szenen.
Mir war die Autorin bisher sehr unbekannt, doch nach diesem Buch werde ich definitiv die Augen nach weiteren Büchern aufhalten.

“Tigermond” ist ein wirklich toller Roman in einem indischen, märchenhaften Setting, den ich gerne weiterempfehle!

Possibly Related Posts:


WIDMUNG: Bernd Perplies – Tarean. Erbe der Kristalldrachen

Für alle passionierten Weltenwanderer.
Ohne eure >>Reiselust<< gäbe es all das hier nicht.

Possibly Related Posts: