Infos:
Titel der Originalausgabe: Das Spiel
Band innerhalb der Reihe: Das Tal Season 1.1
Genre: Jugendthriller
Übersetzung: -
Verlag: Arena
ISBN: 978-3-401-06472-7
Seiten: 299
Preis: 9,95
Wie bin ich auf das Buch aufmerksam geworden?
Bei der umfangreichen Werbung im Internet konnte ich einfach nicht widerstehen…
Kurzbeschreibung des Verlags:
Eine hippe Einweihungsparty im Bootshaus: So feiern die Freshmen ihre Ankunft im Solomon-College. Doch dann beobachtet der stille Robert das Unfassbare: Ein Mädchen läuft in tiefer Nacht in den See. Sie wird von einem merkwürdigen Strudel erfasst und ertrinkt. Robert versucht zu helfen – doch er hat keine Chance. Am nächsten Morgen glaubt ihm niemand seine Geschichte, obwohl tatsächlich ein Mädchen spurlos verschwunden ist. Aber Angela kann nicht in den See gelaufen sein. Denn Angela sitzt seit ihrer Geburt im Rollstuhl.
Meine Rezension:
Tief in den kanadischen Bergen, abgeschieden von jeglicher Zivilisation, liegt das Grace College. Das College ist nicht nur eine Schule für hochintelligente Jugendliche, sondern beinhaltet auch einen See, Geschäfte, Ärzte, etc. Einfach alles, damit die Schüler nicht in die nächste Stadt fahren brauchen, die aber dennoch weiter weg ist.
Und in eben dieses College gehen ab sofort Julia und Robert Frost, Geschwister, die offenbar ein großes Geheimnis mit sich herumtragen. Während die neuen Schüler alle bereits da sind und sich eingelebt haben, kommen die Frost-Geschwister etwas später und haben daher auch ein paar Probleme sich in die Gesellschaft der anderen einzuleben.
Doch dann passieren die ersten großen Ereignisse. Die Neuankömmlinge erhalten eine Einladung für eine (illegale) Bootshaus-Party. Dort entdeckt Robert ein Mädchen mit blauen Haaren, das plötzlich ins Wasser springt und um sie zu retten, springt er hinterher. Doch niemand glaubt ihm, denn er ist der einzige, der sie gesehen hat und das einzige Mädchen, das im College verschwunden ist, ist ein Mädchen, das im Rollstuhl sitzt… Julia, Robert und ihre Zimmergenossen, Freunde, wollen diesen Dingen auf den Grund gehen…
“Das Spiel” ist der erste Thriller, wenn auch für Jugendliche, den ich seit langem gelesen habe und ich wurde überraschenderweise nicht enttäuscht. Anfangs war ich schon sehr skeptisch, ob dieses Buch etwas für mich ist, aber die Neugier war einfach zu groß.
Von Anfang an erzeugt die Autorin Krystyna Kuhn Spannung, indem sie nicht viel über die Vergangenheit der Protagonisten erzählt. Als Leser merkt man sofort, dass an diesem Internat etwas nicht stimmen kann. Es ist wie eine winzige Stadt, alles was man zum Leben braucht, gibt es dort und somit bekommt man das Gefühl, dass sich hinter diesem College noch mehr befinden muss, wenn die Schüler nur ab und zu mal in die nächste Stadt fahren dürfen und sozusagen im Grace “festgehalten” werden.
Aber auch die anderen Schüler scheinen eine dunkle Vergangenheit zu haben, die sie niemanden erzählen. Besonders die Anspielungen auf Julia und Robert machen dies deutlich.
Zwar wurde bis zum Ende hin einiges aufgeklärt, aber dennoch merkt man, dass dies der Auftakt einer langen Reihe sein soll, sodass es noch viele offene Fragen gibt, die hoffentlich im Laufe der Zeit geklärt werden.
Durch die Geheimniskrämerei, die mich hin und wieder etwas nervte, blieben die Charaktere teilweise etwas oberflächlich und ich hätte es schön gefunden, wenn im Laufe des Buches schon etwas davon verraten worden wäre.
Ich habe “Das Spiel” in kurzer Zeit durchgelesen. Einmal angefangen konnte ich das Buch so schnell nicht mehr zur Seite legen, was aber bei knapp 300 Seiten nicht so schlimm ist.
Der Schreibstil hat mir gut gefallen und für ein Jugendbuch empfand ich ihn als etwas anspruchsvoller als es bei manch anderen Jugendbüchern der Fall ist.
Das Cover zu “Das Spiel” finde ich sehr ansprechend. Es wirkt durch den grau/schwarzen Hintergrund sehr schlicht, doch der pinke Aufdruck sticht einem sofort ins Auge. Auch der Buchrücken wurde sehr schön bedruckt, sodass dieser im Buchregal sicherlich auffallen wird, vorallem wenn die nächsten Romane der Reihe daneben stehen und hoffentlich ähnlich gestaltet sind.
Mit “Das Spiel” ist Krystyna Kuhn ein sehr spannender Auftakt zu einer Jugendthrillerserie gelungen, die süchtig macht und ich jetzt schon ganz gespannt auf den nächsten Band warte!

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