Posted on 28. Januar 2011
Infos:
Titel der Originalausgabe: Keeping it real
Band innerhalb der Reihe: Lila Black 01
Genre: Fantasy/Science-Fiction
Übersetzung: Willkommen in Otopia
Verlag: Blanvalet
ISBN: 978-3-442-24467-6
Seiten: 416
Preis: 7,95
Wie bin ich auf das Buch aufmerksam geworden?
Der Inhalt klang interessant, daher hatte ich es mir mal ertauscht.
Kurzbeschreibung:
Lila Black – Unbeschreiblich weiblich und schwer bewaffnet!
Seit jenem Tag im Jahre 2015, da eine verheerende Explosion in einem texanischen Forschungszentrum das Gewebe des Universums zerrissen hat, ist auf der Erde nichts mehr wie zuvor. Denn die Explosion hat Tore zu anderen Sphären geöffnet – magischen Sphären, in denen Elfen, Dämonen und noch viel fremdartigere Wesen hausen. Sechs Jahre nach diesem Ereignis erhält Spezialagentin Lila Black – zur Hälfte ein junges, gut aussehendes Mädchen, zur Hälfte eine erbarmungslose stählerne Kampfmaschine – den Auftrag, einen Elf zu beschützen. Doch wie soll das gehen – wenn sie sich noch nicht einmal der Herrschaft über den eigenen Körper sicher sein kann … ?
Meine Rezension:
Lila Black, die Protagonistin in „Willkommen in Otopia“, muss als Bodyguard für einen Elfen, seines Zeichen berühmter Rockstar, herhalten. Was sich für den Cyborg Lila, die man nach einem Unfall nur dadurch retten konnte, indem man ihr künstliche Bauteile einbaute, anfangs nach einem einfachen Job anhört, entwickelt sich nach und nach zu einer wesentlich anstrengenderen und komplizierteren Aufgabe…
Kurz vorweg: Ich habe es nicht geschafft, dieses Buch zu Ende zu lesen, sondern es bei etwas mehr als die Hälfte abgebrochen und ich bezweifle sehr, dass ich es jemals wieder zu Hand nehmen werde. Die Grundidee des Romanes finde ich zwar immernoch recht interessant, aber die Umsetzung konnte mich nicht überzeugen.
„Willkommen in Otopia“ ist, wie man nach dem Inhalt schon sehen kann, eine Mischung aus Fantasy und Science-Fiction. Während ich Fantasy sehr gerne lese, kann ich mit Science-Fiction eher wenig anfangen und daher wollte ich, um etwas mehr in das Genre reinzuschnuppern, es einfach mal mit einem Roman probieren, der beides beinhaltet.
Die Welt, die Justina Robson hier erstellt, mag zwar interessant klingen, bleibt aber für mich auch eher oberflächlich. Die Handlung ist etwa im Jahr 2021 angesiedelt, sechs Jahre zuvor gab es eine große Explosion, die die Ebenen der Welt durcheinander gebracht hatte und somit Elfen, Dämonen und andere Wesen auf die Erde gelangen konnten. Aber trotz allem ist die Welt, in der Lila Black lebt, hochtechnisiert und äußerst modern, auch wenn ich mir dahingehend ein wenig gewünscht hatte, dass das etwas „kritischer“ angesehen worden wäre.
Die Charaktere bleiben allesamt sehr blass und geraten leicht in Vergessenheit. Alleine aus der Figur der Lila Black hätte man viel machen können, immerhin ist sie ein Cyborg, kein richtiger Mensch mehr, sondern zum Teil Mensch und zum anderen Teil eine Maschine. Zwar versucht die Autorin diese innere Zerrissenheit ab und zu etwas anzusprechen, aber leider kann ich ihr das nicht so recht abnehmen und trotz Versuche wirkt Lila Black mehr als starke Maschine und nicht mehr wirklich menschlich, auch wenn die sich anbahnende, vorhersehbare Liebesgeschichte wahrscheinlich mehr das Gegenteil bezwecken möchte.
Aber auch die Elfen, Dämonen, und andere Wesen, die im Buch vorkommen erscheinen mir einfach nur in das Buch hineingeworfen zu sein, damit das Wort „Fantasy“ auch mehr auf das Buch passt.
Die Autorin setzt für ihre Geschichte mehr auf Action, als auf Gefühle, etc., was mich, ehrlich gesagt, sehr schnell gelangweilt hatte, sodass ich ab und zu manche Szenen eher nur überlesen habe um auf spannendere Stellen des Buches zu stoßen, doch spätestens als ich das Wort „Elfensex“ gelesen hatte, zusammen mit dieser albernen Wette, auf die sich Lila eingelassen hatte, musste ich mir eingestehen, dass es mit mir und Lila Black einfach nicht funktionieren wird und es besser ist, das Buch wegzulegen, denn die Richtung, die das Buch anzunehmen scheint, liegt mir gar nicht.
Da ich das Buch, wie gesagt, nicht zu Ende gelesen habe, verzichte ich auf eine Bewertung.
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