Sabrina Qunaj – Teufelsherz

TeufelsherzMeine Ausgabe: eBook, deutsch, 234 Seiten.
Serie: Band 1/2
Gelesen im Dezember 2013.
Bewertung: 1/5

Beschreibung:

Die 17-jährige Emily wird dem Schutzengel Damian anvertraut. Jedoch nur auf Probe. Um sie vor Gefahren zu warnen, dringt er daher immer wieder in ihr Unterbewusstsein ein, obwohl dies streng verboten ist. Von nun an begegnet Emily ihrem Schutzengel fast jede Nacht in ihren Träumen und schon bald empfindet sie die Tage ohne Damian als lang und einsam. Doch dann stellt sich heraus, dass er in Wirklichkeit der Sohn des Teufels ist und eigene Absichten verfolgt. Für Emily bricht eine Welt zusammen. Mit allen Mitteln versucht sie jetzt den Schlaf zu verhindern, damit Damian jede Möglichkeit verwehrt wird, ihr wieder nahezukommen. Und dann geht sie schließlich einen Pakt mit dem Teufel ein…

Über die Bücher von Sabrina Qunaj hatte ich bisher nur Gutes gehört, daher standen ihre Elfenromane sehr weit oben auf meiner Wunschliste. Als ich entdeckte, dass diese Reihe und auch „Teufelsherz“ über die Onleihe erhältlich sind, wollte ich es erstmal mit der kürzeren Reihe probieren, bevor ich mich auf ihre dicken Wälzer stürze.
Und eigentlich wollte ich „Teufelsherz“ wirklich gerne mögen, aber um ehrlich zu sein, ich habe leider überhaupt keinen Draht zu dem Buch gefunden.

Dabei fing es gar nicht mal so schlecht an. Damian, der Sohn des Teufels, will ein Schutzengel werden und geht in den Himmel zu Gott, um ihn darum zu bitten. Nach kurzer Diskussion willigt Gott schließlich ein und macht Damian zu einem Schutzengel auf Probe. Sein Schützling: Die „problembehaftete“ Emily.

Anfangs war ich zwar nicht begeistert und eher etwas verwirrt, aber immerhin fühlte ich mich unterhalten. Die Geschehnisse im Himmel fand ich interessant und teilweise auch amüsant. Damian selbst war mir zwar etwas suspekt, aber ok. Meine Probleme fingen eher an, als ich Emily und ihr Schulleben kennen lernte. Denn das ist wie in etwa 90 % der Jugendbücher: Emily gehört zu den Außenseitern und ist natürlich mit dem Schwarm der ganzen Schule eng befreundet. Die Cheerleader finden diese Freundschaft nicht so toll und besonders ihre Anführerin macht Emily das Leben schwer. Und da fing das Buch an mich zu langweilen und mich zu verlieren. So viele Klischees auf einmal und so viel, was man schon aus anderen Büchern kennt * gähn *
Als dann noch Annie, natürlich auch eine Außenseiterin, anfing, eine größere Rolle zu spielen war das Liebesdreieck oder eher Liebesquartett perfekt und ich habe mit dem Gedanken gespielt, das Buch einfach abzubrechen.
Von da an gab es für meinen Geschmack einfach zu viel Drama und besonders Emily hat mich schnell genervt. Ihr ganzes Gejammer über Will ging mir so auf die Nerven. * augenroll *

Der Fantasyaspekt von „Himmel und Hölle“ verlor sich leider sehr in dem ganzen Beziehungsdrama, was ich besonders schade fand, weil das der eigentliche Grund war, warum ich das Buch gerne lesen wollte.

Der Schreibstil ist an sich ganz ok und lässt sich flüssig lesen, wenn auch, für meinen Geschmack nicht allzu anspruchsvoll. Aber besonders bei zwei Passagen habe ich mich dann doch ein wenig geärgert.

„Es widersprach zwar ihrer weiblichen Natur, sich ihm mit offenen Haaren, ungeschminkt und in einem kuscheligen Flanell-Zweiteiler zu präsentieren, […]“ (S. 84)

Ok, das mit dem Schlafanzug kann ich noch nachvollziehen, aber der Rest? Ich finde es ernsthaft furchtbar traurig, wenn man anscheinend Probleme damit hat, mit offenen Haaren oder gar ungeschminkt rumzulaufen. Von einer „weiblichen Natur“ da zu reden, finde ich persönlich reichlich übertrieben. (Und was ist so schlimm an „offenen Haaren“? Ich habe die meiste Zeit die Haare offen o_O)

„Will drängte sich ganz Mann an den beiden schwachen Mädchen vorbei und ging als Erster hinein.“ (S. 199)

Und hier wurde mir besonders schlecht. Wenn man schon so einen Quatsch ausdrücken will, kann man sich dann nicht einfach dieses „ganz Mann“ und „schwachen Mädchen“ sparen?! Es gibt mittlerweile so viele Bücher, in denen die Mädchen nicht mehr die Schwachen sind und ein Junge nicht „ganz Mann“ sein muss, sondern auch ruhig Angst zeigen und nicht so tapfer sein muss, warum muss man das denn hier so darstellen und noch extra betonen? Nein, ich verstehe es nicht. Und es gefällt mir nicht.

Und noch kurz zum Ende.

Spoiler anzeigen »

WTF?! Was war denn das für ein Quatsch?! Gut, dass Damian als Mensch auf die Erde kommt, habe ich mir schon gedacht, anders hätte es ja für Emily nicht enden können. Aber bitte was sollte das denn zwischen Will und Emily?! Dieses „Wir lieben uns und gehören zusammen, aber nicht jetzt“?! Ja und wann? Vielleicht wenn ihr tot seid? Sorry, aber gerade der Unfall mit Mandy hätte ihnen doch wohl zeigen sollen, wie schnell alles vorbei sein kann und dass es eventuell einfach kein „später“ gibt. Außerdem finde ich es mächtig unfair und scheiße Damian und Annie gegenüber, die für mich dadurch nur als Platzhalter wirken. Wenn ich weiß, dass ich eigentlich jemand anderen liebe, dann bin ich mit der Person zusammen und nicht mit der, für den ich zwar etwas empfinde, aber WEISS, dass ich nicht meine Zukunft mit ihr verbringen will, bzw. dass in der Zukunft bereits jemand anderes wartet >.<

„Teufelsherz“ war absolut nicht meins. Zu sehr Romantasy, zu viel Drama und zu viele Klischees, die mir die Geschichte verdorben haben. Den Nachfolger „Teufelstod“ werde ich sicherlich nicht lesen, aber eventuell mal in die Elfenreihe reinlesen. Vielleicht ist da ja der Fantasyanteil höher als das Beziehungsdramagedöns.

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  1. Miss Bookiverse

    Urgh, die Zitate sind ja schrecklich! Das sind zwar nur Kleinigkeiten, aber ich finde sowas kann man sich heutzutage echt sparen >:(

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