The Cursed Child und ich…

cursed childEhrlich gesagt, so sehr ich auch damals allen Büchern und allen Filmen entgegen fieberte, umso mehr hat mich das Erscheinen und Existieren vom „Cursed Child“ einfach kalt gelassen. Bis Sonntag wusste ich nicht mal, worum es überhaupt geht. Und warum es jetzt existiert, habe ich bisher immer noch nicht wirklich verstanden…

Aber vor ein paar Tagen stoß ich zumindest auf diesen Beitrag Why I won’t be reading the cursed child und ich dachte: „ENDLICH GIBT ES IN DIESEM INTERNET EINEN MENSCHEN, DIE_ER GENAUSO DENKT WIE ICH!!!einself“. Und besonders der vorletzte Absatz ist so großartig, und gibt exakt wieder, wie ich mich beim cursed child fühle:

Still, I like knowing that all was well. I like knowing that, after every heartache, horror, and loss endured by these beloved characters, they simply…lived their lives. They found jobs that fulfilled them, that showcased their talents. They got married. Bought houses. Raised children. Learned to drive cars. Harry and his friends became adults in the simplest, greatest sense. I could see that from afar, and feel happy that they got there. And I’ve only come to appreciate that even more as I grow older, and start to do some of those things. To be told, now, after all this time, that all was not well, and that all was not well for their children, particularly, comes more like a blow to me than an exciting new journey.

Selten hatte mich ein letzter Satz so glücklich gemacht, wie „All was well.“ Denn ein „All was well“ ist das schwierigste, was es im Leben gibt. Eins braucht nur die Zeitung aufzuschlagen und weiß genau, dass nichts well ist, nirgends, und so schnell auch nicht wird. Wenn überhaupt. Aber das ist das tolle an Fiktion, einfach eine zeitlang ganz woanders sein, wo es Zauber_innen und sprechende Tiere / Pflanzen und alles, was Menschen sich nur ausdenken können, gibt.
Und nach all den Jahren, die ich mit Hermine, Harry und Ron verbracht hatte, nach allem, was diese Charaktere durchmachten, war ein „All was well“ das Mindeste, was sie verdient hatten. Natürlich war es traurig, sich von liebgewonnenen Charakteren zu trennen und verabschieden zu müssen und sie nur noch bei Rereads wiedersehen zu können. Kein Warten mehr auf den nächsten Band. Keine neuen Abenteuer. Ich war 9 Jahre alt, als ich die Reihe begann und ich war 18 Jahre alt, als ich sie beendete. Mehr Kindheit, mehr Jugend geht wohl nicht. „All was well.“ Für mich war und ist es noch immer der perfekte Abschluss.

Und nun, neun Jahre, nachdem „Harry Potter und die Heiligtümer des Todes“ erschien, veröffentlicht Rowling einen „achten Band“ und I am not amused. Für mich ist es kein „achter Band“, deswegen habe ich es auch nur aus der Bibliothek ausgeliehen und werde es vermutlich nicht kaufen, um es neben meine deutschen und englischen Harry Potter Ausgaben zu stellen, denn letztendlich ist es auch nur das Script zum Theaterstück. Und tja, Theaterstück. Ist zwar sicherlich eine nette Idee, aber schon sehr einschränkend, denn ein Theaterstück, das nur an einem Ort aufgeführt wird…da brauchst du schon Geld. Und dann sind da Potterheads, die vom Anfang an dabei waren und sich das nicht leisten können. Oder überlegen müssten, woran man sparen könnte. Und natürlich muss eins auch schaffen, an eine Karte zu kommen. Ich habe gestern, spaßeshalber mal, während meiner Mittagspause in die Ticketschlange geklickt…ich war eine sechsstellige Zahl. Es waren mehr als 170.000 Menschen vor mir in der Internetschlange. Tja, meine Mittagspause dauert leider nur 30 Minuten und danach musste ich noch ein paar Stündchen arbeiten, keine Karte für mich also. Aber ich habe ja eh keine Kreditkarte, mit der ich hätte bezahlen können… Und das sage ich, obwohl ich immerhin auf demselben Kontinent lebe. Was ist mit Potterheads, die erstmal ein Visum beantragen müssten um DAS Theaterstück sehen zu können!? Aber hey, immerhin bringt es Geld…

Nachdem mein instagram mittlerweile nur noch aus cursed child besteht, werde ich nun mal reinlesen. Vielleicht werde ich es einfach nicht beenden. Vielleicht gefällt es mir aber auch besser als ich denke, we’ll see.

(Btw natürlich alles nur meine, ganz eigene Sichtweise. Habt Spaß mit dem Buch und dem Theaterstück, wenn ihr wollt und könnt! ;))

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