REZENSION: Lisa Schroeder – I heart you, you haunt me

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Seiten: 226
ISBN: 1416955208

Die 15-jährige Ava hat durch einen schrecklichen Unfall ihren Freund Jackson verloren. Ihren Jackson, mit dem sie ein Leben lang zusammen bleiben wollte und nun gibt sie sich die Schuld an seinem Tod. Von Schuldgefühlen geplagt, kapselt sie sich von der Außenwelt ab. Ihre Freunde und Familie wollen ihr helfen, über seinen Tod hinwegzukommen, doch Ava kann sich ihnen nicht öffnen, zu groß ist der erfahrene Schmerz.
Bis sie eines Tages bemerkt, dass Jackson nicht weg ist, sondern immernoch bei ihr. Er hinterlässt ihr kleine Nachrichten, begegnet ihr in ihren Träumen, etc. Und Ava will nun erst recht weiterhin daheim bleiben, bei Jackson.
Allerdings merkt sie schnell, dass auch wenn Jackson als Geist wieder da ist, es dennoch nicht dasselbe ist. Sie kann ihn nicht berühren oder sich richtig mit ihm unterhalten, wie früher, und allmählich wird ihr klar, dass ihr Leben so nicht weitergehen kann…

Die Autorin kannte ich bisher nicht, sondern bin auf einem Blog auf das Buch aufmerksam geworden. Vorallem die Tatsache, dass das gesamte Buch in Versform geschrieben wurde, hat es für mich noch interessanter gemacht.
Lisa Schroeder hat sich für ihr Buch kein einfaches Thema ausgesucht, an dem schon andere Autoren kläglich gescheitert sind. Doch ich finde, Schroeder ist es sehr gut gelungen, die vielen verschiedenen Gefühle der Protagonistin Ava zu verdeutlichen und ich konnte ihr Seelenleben sehr gut nachvollziehen.

Die Idee, ein ganzes Buch in Versform zu schreiben, ist mir bisher noch nicht begegnet und ich war sehr angetan davon. Und dadurch, dass es in der Ich-Form, aus Avas Sicht geschrieben wurde, kam es mir noch realer vor.
Allerdings blieben mir dadurch die anderen Figuren, ihre Freunde, farblos. Die Seiten sind nicht sehr vollgeschrieben und daher hatte ich weniger als zwei Stunden gebraucht, das Buch zu lesen, wobei ich mir ab und zu gewünscht hätte, dass das Buch noch etwas länger ist.
Und besonders das Ende hat mir ausgesprochen gut gefallen. Zwar war der Grund, warum Jackson „zurückkam“ nahe liegend, aber dennoch war es in sich stimmig.

Ein sehr schönes, bewegendes Buch zu einem schweren Thema, das die Autorin toll umgesetzt hat. „I heart you, you haunt me“ war sicherlich nicht das letzte Buch, dass ich von Lisa Schroeder gelesen habe.
4,5

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  1. Tintagel

    Hallo Katha!

    Gibt es das Buch auch auf Deutsch? Deine Rezi hört sich nämlich so an, als würde ich es dringend lesen wollen ^^ . Nur wäre mir meine Muttersprache doch lieber.

    Liebe Grüße

  2. Katha

    Hallo Tintagel,

    ich vermute stark, dass es das Buch (noch) nicht auf Deutsch gibt. Ich habe gerade nochmal gesucht, aber bisher ohne Ergebnis…

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