REZENSION: Lucie Klassen – Der 13. Brief

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Reihe: Lila & Danner Bd. 1
Seiten: 347
ISBN: 3894253495

Die 20jährige Lila kommt aus einer reichen Familie, ihr Vater ist Oberstaatsanwalt und er weiß schon, wie die Karriere seiner Tochter aussehen soll – angefangen mit einem Jurastudium in Bielefeld, das er ihr besorgt hat. Doch Lila hat andere Pläne und so bleibt sie einfach im Zug sitzen und fährt weiter nach Bochum. Ihre 100 Euro sind schnell weg und Lila hat keine Bleibe, doch schnell ist was passendes gefunden: Detektiv Ben Danner. Dieser ist davon nicht begeistert, nimmt sie aber dennoch für eine Nacht bei ihm auf.
Doch eine Nacht bleibt sie nicht, da sie am nächsten Tag gleich als Kellnerin bei Danners Vermieter Molle, der eine Kneipe hat, eingestellt wird.
Durch ihre Rumschnüffelei erfährt Lila an welchem Fall Danner gerade dran ist. Er wurde als Sportlehrer in eine Schule eingeschleust und soll herausfinden, ob der Tod einer Schülerin wirklich Selbstmord war oder nicht.
Selbstverständlich, dass Lila ihm helfen will und daher nochmal die Schulbank drücken muss und besonders in dem engen Freundeskreis der Toten ermittelt…

Ehrlich gesagt, bin ich sehr zwiegespalten, was das Buch angeht. Es lässt sich locker lesen durch die einfache, jugendliche Sprache.
Aber dennoch fand ich manches einfach zu konstruiert, z.B. dass Lila ohne Probleme zur Schule gehen konnte oder auch dass die Freundinnen der Toten sehr schnell Vertrauen zu ihr gefasst haben und Sachen über die Tote erzählt haben, obwohl sie sich erst seit ein paar Tagen kennen. Oder auch wie schnell Lila einen Job bekommen hat… Das ging mir einfach etwas zu glatt.

Lila war mir als Person anfangs sehr unsympathisch. Ein reiches, verwöhntes Töchterlein, das zwar gegen ihre Eltern rebelliert und daher gegen alles ist, wofür ihre Eltern sind, aber letztendlich immer auf sie zurückgreifen kann…erst zum Ende hin fand ich sie als Charakter angenehm.
Danner hingegen war ein Charakter ganz nach meinem Geschmack. Oft schlecht gelaunt, grantig, etc.

Der Krimifall selbst war spannend, mit mehreren (überraschenden) Wendungen, auch wenn mir das Ende fast etwas zu actionlastig war. Allerdings fand ich es sehr schön, wie am Ende der Titel aufgeklärt wird. Der klingt anfangs etwas “seltsam” und weiß nicht, was der mit der Geschichte zu tun haben soll, aber am Ende erfährt man es.
Insgesamt ein solider Erstlingskrimi, der sich sicherlich steigern kann und daher bin ich auf weitere Werke der Autorin gespannt.

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