REZENSION: Antonia Michaelis – Tigermond

Infos:
Titel der Originalausgabe: Tigermond
Band innerhalb der Reihe: -
Genre: Fantasy
Übersetzung: -
Verlag: Fischer
ISBN: 978-3-596-80806-9
Seiten: 366
Preis: 7,95

Wie bin ich auf das Buch aufmerksam geworden?

Eine Empfehlung aus dem Literaturschock

Kurzbeschreibung des Verlags:

»Willkommen«, sagte der Alte. »Setz dich zu mir ans Feuer.« Wer wie Farhad dieser Einladung des Alten folgt, wird in eine andere Welt eintauchen. In das Indien des 19. Jahrhunderts und dort gemeinsam mit Farhad und seinem weißen Tiger Nitish ein unvergessliches Abenteuer zu bestehen haben. Bis zum nächsten Vollmond hat er Zeit, den geheimnisvollen Blutstein zu finden und diesen dem Diener des Dämonenkönigs zu übergeben. Nur so kann Farhad die Prinzessin befreien, die der grausame Herrscher in seinem Palast gefangen hält …

Meine Rezension:

Eines Tages wird die junge Safia an einen indischen Kaufmann als seine achte Frau verheiratet. Sie ist darüber alles andere als erfreut und überlegt, wie sie dort wekommen kann. Einzig der Haremsdiener Lalit ist für sie da und daher erzählt sie ihm eine fantastische Geschichte…

In dieser Geschichte geht es um den Jungen Farhad. Farhad hat keine Eltern mehr und ist ganz auf sich allein gestellt. Um zu überleben, schlägt er sich mit Diebereien durchs Leben. Als er ein silbernes Amulett mitnehmen will, erscheint ihm plötzlich der Gott Krishna, der ihm berichtet, dass Farhad dazu auserwählt ist, seine entführte Tochter zu retten, indem er den Blutstein sucht und sie dann damit befreit. Allerdings habe er nur einen Monat Zeit dafür.
Farhad möchte diese Aufgabe nicht machen. Er besitzt wenig Selbstbewusstsein und ist eigentlich ein richtiger “Antiheld”. Doch einem Gott kann man so einfach nichts abschlagen und zusammen mit dem weißen Tiger Nitish begibt er sich auf dieser gefahrvolle Reise…

Mich hat hier vorallem das schöne Cover angesprochen. Das “O” in “Tigermond” stellt einen Mond dar und überhaupt ist das Cover in einem dunklen blau gehalten. Im Mittelpunkt steht ein indischer Palast oder Tempel und darüber ist deutlich das Gesicht eines Tigers zu erkennen.
Das spiegelt für mich auch den Inhalt des Romans etwas wider.

Spannend fand ich, dass es hier eine Geschichte in der eigentlichen Geschichte gibt und sich das auch erst am Ende richtig aufklärt, aber mir richtig gut gefällt.
Am Ende eines jeden Kapitelabschnitts gibt es einen kurzen Zwischenstop, der von Safia und Lalit handelt.
Aber neben dem war mein Highlight des Buches auf jeden Fall der weiße Tiger, der Angst vor jeglichem Wasser hatte…

Von Anfang an habe ich mich beim lesen wie in “1001 Nacht” gefühlt. Der Schreibstil der Autorin ist sehr märchenhaft, bei ruhigen wie auch bei schnelleren Szenen.
Mir war die Autorin bisher sehr unbekannt, doch nach diesem Buch werde ich definitiv die Augen nach weiteren Büchern aufhalten.

“Tigermond” ist ein wirklich toller Roman in einem indischen, märchenhaften Setting, den ich gerne weiterempfehle!

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