Puuh, Hassbuch ist schwer gesagt, weil wirklich hassen tue ich kein Buch, aber nach langem überlegen und vorm Regal stehen, sind mir gleich zwei Bücher eingefallen, und dann auch noch beides Schulbücher…
Mein “Hassbuch” Nr. 1 ist Woyzeck von Georg Büchner. Ja, ich fürchte, viele werden mich jetzt dafür hassen, verfluchen, etc. aber ich kann damit einfach nichts anfagen. Trotz der 30 Seiten, habe ich mich beim Lesen gequält – und das muss schon was heißen! Klar, die Kritik Büchners an der Gesellschaft ist leicht zu erkennen und auch bietet es viel zum Interpretieren, aber dennoch hat es mir ganz und gar nicht zugesagt. Zum einen ist es ein Fragment – und damit alleine kann ich schon wenig anfangen und ich kanns einfach nicht so richtig in Worte fassen, warum ich es so doof finde…

Der einfache Soldat Franz Woyzeck versucht sich, seine Freundin Marie und das gemeinsame uneheliche Kind durchzubringen und erspart sich dabei keine Demütigung. Als er aber hinter ein Techtelmechtel Mariens mit einem Tambourmajor kommt, dreht er durch …
Obwohl Büchners letztes Werk ein unvollendetes Fragment blieb, gehört das erst 1913 uraufgeführte, erste deutsche Sozial- und Gesellschaftsdrama zu den meistgespielten und einflussreichsten Stücken überhaupt.
Und mein zweites “Hassbuch” wäre dann Irrungen, Wirrungen von Theodor Fontane. Ganz schlimm, ich fand es einfach nur soo langweilig…von Anfang an konnte man eigentlich schon erahnen, wissen, wie es ausgehen wird und die ganze Leserei war für mich nur ein großes Warten auf das Ende…

Fontanes Geschichte von Lene Nimptsch, die mit ihrer Pflegemutter in kleinbürgerlichen Verhältnissen lebt und eines Tages dem jungen Botho von Rienäcker begegnet, spaltete seinerzeit die Gemüter. Die kleine Plätterin und der Baron verbringen einen glücklichen Sommer zusammen und wissen doch zugleich, daß ihrer Liebe Schranken gesetzt sind, denn eine Heirat gegen den Stand ist undenkbar. Daß Fontane das Liebesverhältnis der beiden so unbefangen schilderte, nahmen ihm Adlige wie Sittlichkeitsfanatiker übel, gleichzeitig jedoch wurde der Roman zu einem großen Erfolg und machte Fontane für seine Zeit zu einem -Modernen Autor-.
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Ich fand Woyzeck knorke. ABER wohl auch nur, weil das so schön kurz und einfach zu interpretieren ist (ich musste es im Deutsch-GK lesen
). War mal eine sehr, SEHR nette Abwechslung zu Schiller und Lessing.
Ich find’s witzig, dass alle Buchblogger, die gerade dieses Stöcken machen (also quasi ALLE BUCHBLOGGER, DIE ES GIBT!) Tag 4 mit “Also eigentlich hasse ich ja gar kein Buch” anfangen. Würd ich’s machen, hätte ich kein Problem damit mit Beschimpfen von “Sansibar oder der letzte Grund” von Alfred Andersch um mich zu werfen.
Uh, “Woyzeck”
Ich musste ihn für meinen LK lesen und ich fand ihn ganz schrecklich. Wie froh ich war, als das Thema endlich abgeschlossen war. Ich kann dich also sehr, sehr gut verstehen ;D
Fontane kann ich nachvollziehen, der ist nicht ganz einfach xD
Nein, Woyzeck, hör nicht hin, pscht *woyzeck hände auf ohren leg* Alles ist gut, keiner hasst dich. *streichel* ^^
@Julia: ICH hasse. Aus vollstem Herzen. Soviel verschwendete Zeit für so eine gequirlte Scheiße.
ich kann ja kein Buch hassen…aber Woycek hätte mir auch einfallen können. Grausam…Deutsch GK und dann kam der auch noch in der mündlichen Prüfung dran. Ich hätte kotzen können.
Wow, tatsächlich noch mehr Menschen, die “Woyzeck” nicht mochten :D (Holly mal ausgenommen
)
@Julia: Das stimmt, ist mir auch schon aufgefallen. Aber ich kann wirklich kein Buch hassen, wenn überhaupt dann nur Schulbücher, weil man sich damit ja näher beschäftigen muss. Wenn mir ein Buch nicht gefällt, ich es doof, dämlich oder sonstwas finde, kann ich es einfach abbrechen oder doch noch zu Ende lesen und fertig. Raus aus dem Kopf, raus aus meinem Buchregal. Und schon ist es weg – keine Zeit, es zu hassen