REZENSION: Gerd Ruebenstrunk – Arthur und die vergessenen Bücher

Infos:
Titel der Originalausgabe: Arthur und die vergessenen Bücher
Band innerhalb der Reihe: Arthur Band 1
Genre: Jugendbuch
Übersetzung: -
Verlag: arsEdition
ISBN: 978-3-7607-3628-0
Seiten: 381
Preis: 16,95

Wie bin ich auf das Buch aufmerksam geworden?

Der Inhalt klang sehr vielversprechend!

Kurzbeschreibung des Verlags:

Es gibt Bücher, die »anders« sind: Davon weiß Arthur nichts, als er in den Ferien in einem Antiquariat aushilft. Doch dann weiht ihn der Buchhändler in ein Geheimnis ein – und eine beispiellose Jagd beginnt, die Arthurs Leben auf den Kopf stellt! Eine seltene Begabung, von der er nicht die geringste Ahnung hat, macht ihn zur Zielscheibe von Fremden, die besessen sind vom Geheimnis der Vergessenen Bücher. Ob diese mysteriösen Werke tatsächlich existieren? Gemeinsam mit seiner Freundin Larissa folgt Arthur den Spuren nach Amsterdam und Bologna. Und gerät dabei immer tiefer in den Sog eines jahrhundertealten Rätsels…

Meine Rezension:

Arthur ist ein 14jähriger Junge, der seine Zeit am liebsten in der Buchhandlung und Antiquariat von Johann Lackmann verbringt. Seit dem Tag, an dem sein Vater ihn dort hingeführt hatte, ist er regelmäßig dort und schmökert in den Büchern. In den Sommerferien darf Arthur dort sogar aushelfen und wohnt in dieser Zeit bei Lackmanns daheim.
Johann Lackmann, der nur der Bücherwurm genannt wird, muss sich nicht nur um seinen Laden, sondern auch um seine Enkelin, Larissa, kümmern, die genauso alt ist wie Arthur. Während Larissa keine Eltern mehr hat, haben Arthurs Eltern nur sehr wenig Zeit für ihn, sodass es ihnen nicht so viel ausmacht, dass er die meiste Zeit in der Buchhandlung ist.
Eines Tages wird der Bücherwurm in seiner Buchhandlung überfallen und Arthur entdeckt ihn dort, gefesselt. Schnell wird dem Bücherwurm der Grund klar: Es geht um die vergessenen Bücher, die eine große Macht beherbergen. Da er sich nicht selbst darum kümmern kann, machen sich Larissa und Arthur auf die gefährliche Suche nach einem Exemplar der vergessenen Bücher: Das Buch der Antworten.
Ihr erstes Ziel ist Amsterdam, doch ihre Gegner sind ihnen immer dicht auf den Fersen…

Arthur und die vergessenen Bücher” ist eines der Bücher, das mich nicht nur begeistert hat, sondern wo mir beim Lesen richtig warm ums Herz wurde. Nicht nur das Buch wurde liebevoll gestaltet, sondern auch die Geschichte und die Figuren.
Die beiden Hauptpersonen sind hier Larissa und Arthur, die unterschiedlicher nicht sein könnten, aber zusammen dennoch ein tolles Team sind und einander brauchen, um das Abenteuer zu überstehen.
Larissa lebt zwar in einem Haus voller Bücher, aber sie kann damit nichts anfangen – sie interessiert sich mehr für Technik, Computer und dergleichen – wovon hingegen Arthur keine Ahnung und Interesse hat. Larissa ist ein aufgewecktes, mutiges Mädchen, die Arthur zwar oft aus der Patsche hilft, aber ohne ihn dennoch aufgeschmissen wäre.
Arthur hingegen, aus dessen Perspektive das Buch geschrieben wurde, liebt Bücher, er erlebt lieber die Abenteuer im Buch als selbst und so sagt er auch von sich selbst, dass er kein Held ist. Mit Arthur können sich sicher viele Bücherliebhaber identifizieren, so ging es jedenfalls mir.
Was mir auch gut gefiel ist, dass die Personen hier mal ein anderes Alter haben als in den meisten anderen Jugendromanen, dort sind die Personen mind. 16+ und hier sind sie gerade mal 14 Jahre, also noch recht jung und somit kommt die Geschichte auch völlig ohne eine große Romanze aus.
Larissa und Arthur kennen sich bereits seit sie 12 Jahre alt sind und so war es eigentlich ganz amüsant zu lesen, dass sich die Sicht von Arthur auf Larissa während dieser Reise ein wenig ändert.
Neben diesen beiden Protagonisten gibt es dann vorallem noch ihren Gegenpart, Sam und Ham Slivitzky, die die Kinder nie aus den Augen lassen und damit die Spannung immer aufrecht gehalten wird.

Arthur und Larissa bereisen während dieses Buches Amsterdam und Bologna, zwei fremde Städte, durch die sich die Jugendlichen mit Hilfe von anderen durchschlagen müssen und so die Spannung nicht verloren geht. Die Beschreibungen der Städte hat mir sehr gut gefallen und man hat sich gefühlt, als wäre man ebenfalls dort. Außerdem lässt der Autor noch viele historische Fakten über die Städte und Gegenden in die Geschichte miteinfließen, sodass man als Leser dabei sogar noch etwas lernen kann.

Der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen. Da die Geschichte aus der Sicht von Arthur erzählt wird, ist der Schreibstil seinem Alter entsprechend angepasst, wirkt aber dennoch sehr bildhaft, anspruchsvoll, angenehm und lässt sich überaus flüssig lesen.

Das Cover ist ein echter Hingucker und wunderschön. Grün ist normalerweise nicht meine Farbe, aber hier sieht es dennoch toll aus, vorallem mit der goldenen Schrift und den goldenen, geprägten Ecken wirkt es sehr edel. Auch der Buchrücken ist sehr schön gestaltet, der sicherlich in den Regalen auffallen wird.
Unter dem Titel befindet sich eine schwarz/weiß Zeichnung, die Arthur darstellen soll. Aber auch die Innengestaltung lässt nicht zu wünschen übrig: Es gibt mehrere sehr schöne Illustrationen, die toll zu den jeweiligen Situationen passen. Dazu ist noch ein Lesebändchen in grün vorhanden.

Arthur und die vergessenen Bücher” von Gerd Ruebenstrunk ist ein wunderschöner Auftakt zu einer vielversprechenden Jugendreihe, der mich sehr begeisterte und ich freue mich jetzt schon sehr auf die Folgebände!

Vielen Dank für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplares an den arsEdition Verlag.

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2 Responses to “REZENSION: Gerd Ruebenstrunk – Arthur und die vergessenen Bücher”


  • Ich weiß immer noch nicht, ob der Arthur was für mich ist…Irgendwie spricht mch der Klappentext nicht an, aber alle sind so begeistert… *schockiert* Hmmm….vielleicht kauf ich es mir doch noch?!

  • @Steffie: Hmm. Wenn dich der Inhalt nicht anspricht, dann lass es lieber! Sonst ergeht es dir hinterher noch so wie mir mit Erebos ;)

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