REZENSION: Kai Meyer – Die Wellenläufer

Infos:
Titel der Originalausgabe: Die Wellenläufer
Band innerhalb der Reihe: Wellenläufer-Trilogie
Genre: Jugendfantasy
Übersetzung: -
Verlag: Loewe
ISBN: 978-3-7855-6456-1
Seiten: 379
Preis: 9,95

Wie bin ich auf das Buch aufmerksam geworden?

Nuja, Kai Meyer zählt mittlerweile zu meinen Lieblingsautoren. Das sagt wohl alles ;)

Kurzbeschreibung des Verlags:

Ein magisches Beben erschüttert die Küsten der Karibik. In den Piratenhäfen werden Kinder mit einem besonderen Talent geboren: Sie können über Wasser gehen.
Vierzehn Jahre später glaubt Jolly, dass außer ihr keine Wellenläufer mehr leben. Bis sie Munk begegnet. Auch er geht auf dem Meer – und kann aus Muscheln einen uralten Zauber wirken. Beide erwartet ein finsteres Schicksal: Mitten im Atlantik dreht sich ein gewaltiger Mahlstrom, dessen Boten Verderben über die Inseln bringen – und Jagd auf die Wellenläufer machen. Nur Jolly und Munk können den Strudel zwischen den Welten schließen. Aber der Weg dorthin ist lang, gefahrvoll und wird ihre Freundschaft auf eine harte Probe stellen.

Meine Rezension:

Jolly ist ein 14jähriges Mädchen, die unter Piraten aufgewachsen ist. Ihre Heimat ist das Meer, und so trifft es sich gut, dass sie eine “Quappe” ist, die Letzte, wie ihr immer erzählt wird. Quappen sind Menschen, die die Fähigkeit besitzen über das Wasser laufen zu können. Sie liebt ihr Leben bei den Piraten der “Mageren Maddy” und unter dem Kapitän Bannon und kann sich kein besseres Leben vorstellen.
Munk, der andere Protagonist in diesem Roman, hingegen lebt mit seinen Eltern auf einer kleinen Insel. Sie haben eine Tabakfarm, doch Munk sehnt sich nach etwas Größerem, er will Abenteuer erleben, in die weite Welt hinaus und verkriecht sich gerne ans Meer um seinen Träumereien nachzuhängen, doch seine Eltern sehen das als “unnütz” an und können ihren Jungen nicht verstehen. Munk ist auch eine Quappe, doch das darf niemand wissen, und seine Eltern haben ihm verboten über das Wasser zu gehen.
Als nach einer Seeschlacht Jolly in einer Galeonsfigur an den Strand gespült wird, wird sie von Munk gefunden und gerettet und damit beginnt das erste Abenteuer für Munk, denn Jolly will sich auf die Suche nach Bannon und der restlichen Piratenmannschaft machen…

Ich muss sagen, das Buch habe ich mir eigentlich nur gekauft, weil “Kai Meyer” draufsteht und es ein Fantasybuch ist. Ich hatte keine Ahnung worum es geht, selbst vor dem Lesen nicht, und ich wurde sehr positiv überrascht.
Wenn man Kai Meyer kennt, weiß man eigentlich, dass er sich für seine Bücher immer etwas anderes ausdenkt und so auch hier. Diesmal spielen Piraten, für die ich momentan eine große Schwäche entwickle, eine große Rolle, ebenso wie das Meer. Allein diese Beschreibungen haben mich begeistern können.
Aber nicht nur das, sondern auch die ganzen anderen Wesen, die Kai Meyer in die Geschichte einbaut. Da sind die Klabautermänner, ein Orakel oder aber der Geisterhändler. Etwas was mir überaus gut gefiel, war die Muschelmagie, an der sich Munk oft übt.

Mit Munk und Jolly hat Kai Meyer zwei Figuren geschaffen, die ich sehr authentisch finde. Beide etwa 14 Jahre alt, agieren sie ihrem Alter entsprechend.
Jolly, die kein anderes Leben als das Piratenleben kennt, ist daher natürlich mutig, aufgeweckt, wie man es erwartet, aber durch die neue Situation und die Angst, Bannon verloren zu haben, wirkt sie auch verletzlich und begeht Fehler.
Auch Munk ist alles andere als perfekt. Dadurch, dass ihm seine Eltern verboten haben, auf dem Wasser zu gehen, fehlt ihm die Übung darin. Die Muschelmagie beherrscht er dagegen besser, aber dennoch hat er damit auch ein paar Probleme.
Wie von Kai Meyer gewöhnt, sind auch die Nebenpersonen schön beschrieben und ausgearbeitet, von denen mir vorallem die Piratenprinzessin Soledad gefallen hat.
Die Wellenläufer” ist der erste Band einer Trilogie, daher bleiben noch viele Fragen offen und auch gibt es am Ende einen großen Cliffhanger, der die Spannung auf die weiteren Romane der Reihe nur steigert.
Das Buch lässt sich leicht und flüssig lesen, der Schreibstil zaubert schöne Bilder im Kopf, sodass man sich selbst fühlt, als wäre man gerade in der Karibik.

Mit “Die Wellenläufer” ist Kai Meyer wieder ein fantastischer Jugendroman gelungen, in einem außergewöhnlichen, maritimen Setting mit Piraten bei dem ich voll auf meine Kosten gekommen bin und nun freue ich mich schon sehr auf die weiteren Bände dieser Trilogie, die sicherlich nicht lange subben werden.

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8 Responses to “REZENSION: Kai Meyer – Die Wellenläufer”


  • Klingt toll! Sobald mein Konto wieder etwas zugenommen hat (im Moment kommt’s mir wie nach einer Diät vor) wird das besorgt! ;D

  • Oh und viel Spaß übrigens mit deinem Losbuch! Bin froh, dass ich’s so gut getroffen hab :D

  • Von mir gabs zwar nur 4 Sternchen, aber ich liebe es ^^ Ich freu mich schon total auf die beiden anderen Teile *liebe*
    Hoffe, dass ich bald dazu komme…Aber erst muss ich ja noch ein Buch auslesen *g*

  • Das hört sich ja gut an *.*
    Das muss ich direkt auf meine Wunschliste packen. Ich habe mir sowieso vorgenommen mehr Bücher von Kai Meyer zu lesen, weil ich bisher so wenig von ihm kenne =o

  • Ich finde es auch beeindrucken, was Kai Meyer sich alles ausdenken kann. Besonders schaurig und spannend fand ich die Klabautermänner und den Geisterhändler.
    Du musst unbedingt die nächsten Bände lesen, da wird’s noch besser :D

  • Kommt auf meine Wunschliste. :-)

  • Hört sich wirklich toll an! Auch wenn Piraten sonst nicht so meins sind, dass hier klingt iwie gut.

  • Na, dann wünsche ich euch schonmal viel Spaß damit und ich bin gespannt, wie es euch gefällt!

    @Miss Bookiverse: Hui, na das klingt gut! Die nächsten Bände wollte ich ja jetzt eh langsam lesen! *lach*

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