Infos:
Titel der Originalausgabe: Des Teufels Maskerade
Band innerhalb der Reihe: -
Genre: Fantasy
Übersetzung: -
Verlag: Heyne
ISBN: 978-3-453-52655-6
Seiten: 542
Preis: 14,-
Wie bin ich auf das Buch aufmerksam geworden?
Auf der Rückseite standen zwei sehr positive Kurzkommentare von Bernhard Hennen und Christoph Marzi
Kurzbeschreibung:
Prag, in den letzten Jahren der K&K-Monarchie: Hier unterhält Dejan Sirco, Baron und Hauptmann außer Dienst, sein „Bureau für Okkulte Angelegenheiten“. Und das mit gutem Grund, bevölkern doch die unterschiedlichsten und unwahrscheinlichsten Wesen die Goldene Stadt. Unterstützung erhält Dejan von der lebensweisen Dirne Esther, dem ehemaligen Straßenjungen Mirko sowie Lysander Sutcliff, einem Earl, der durch eine Kette unglücklicher magischer Verwicklungen seit Jahrhunderten im Körper eines Otters sein Dasein fristen muss. Der neueste Fall des farbenfrohen Quartetts gestaltet sich diffizil: Es gilt, einen mörderischen Fluch zu ergründen, in dessen Bann ein altes Adelsgeschlecht seit Jahrhunderten steht. Im Zuge der Ermittlungen offenbart sich Dejan, dass weit mehr auf dem Spiel steht, als das Schicksal einer Familie: Denn hinter den Kulissen der bekannten Welt planen Geheimgesellschaften und phantastische Wesen schon lange den Aufstand, der auf die Bühne der Weltpolitik überzuschwappen droht. Der Schlüssel zu alldem liegt ausgerechnet in der Hand des janusköpfigen Felix Trubic, seines Zeichens Geheimagent seiner Kaiserlichen Majestät, der dem „Bureau“ den Auftrag erteilt hatte.
Meine Rezension:
Der Debütroman von Victoria Schlederer spielt im Prag und Wien des Jahres 1909. Dejan Sirco unterhält zusammen mit Sir Lysander, dessen Geist in einer Ottergestalt gefangen ist, der Bordellbesitzerin Esther und dem früheren Straßenjungen Mirko ein Detektivbureau, das sich hauptsächlich um okkulte Fälle kümmert.
Während sich das Team gerade in Bratislava aufhält, um einen Fall aufzuklären, erhält Sirco Nachricht von seinem alten Bekannten Trubic, der ihn um seine Hilfe bittet, einen alten Familienfluch aufzuklären, der auf ihm lastet…
„Des Teufels Maskerade“ ist nicht nur der erste Roman der jungen Autorin Victoria Schlederer, sondern auch das Gewinnerbuch des Heyne-Schreibwettbewerbs „Schreiben Sie einen magischen Bestseller!“. Schon alleine dadurch hatte ich recht hohe Erwartungen an das Buch, eben wie zwei Kurzkommentare von Lieblingsautoren auf der Rückseite des Buches.
Die Charaktere im Buch haben mir eigentlich alle recht gut gefallen. Allerdings bleiben manche davon eher ein wenig blass und austauschbar, ebenso wie mir persönlich ein paar Hintergrundinformationen gefehlt haben.
Das Buch besteht ausschließlich aus den Aufzeichnungen von Dejan Sirco, weswegen er auch eine der wenigen Figuren war, der sehr gut ausgearbeitet wurde. Damit es dadurch nicht zu eintönig wird, wird die Geschichte mithilfe von mehreren Briefen aufgelockert, die allerdings ab und zu Schlüsselszenen beinhalten, die dann in wenigen Sätzen abgehandelt wurden, was mich zwar nicht sehr gestört hatte, aber insgesamt doch ein wenig schade war.
Wer hier einen reinen Fantasyroman erwartet, der wird möglicherweise enttäuscht sein, denn „Des Teufels Maskerade“ ist vielmehr ein phantastischer Roman, der mehrere Elemente aus anderen Genres vereint. Es gibt die ein oder andere fantastische Kreaturen, z.B. wie Lysander und seine Ottergestalt, mystische Aspekte und neben der Detektivgeschichte, auch der geschichtliche Hintergrund letzten Jahre der K & K-Monarchie. Eben diese Mischung hat mir insgesamt sehr zugesagt. Aber trotz allem kommt auch der Humor nicht zu kurz, der vor allem in den Dialogen mit Sir Lysander vorkommen.
Der Großteil des Romans spielt in Prag und daher ist die Atmosphäre auch eher düster und geheimnisvoll, was mir allerdings sehr zusagte. Auch verzichtet die Autorin auf reine Actionszenen, sodass der Roman ruhiger und auch stimmungsvoller wirkt und man richtig in der damaligen Zeit versinken kann.
Was mich von Anfang an sehr begeistern konnte, war der eher antiquierte Schreibstil, der sich äußerst flüssig lesen lies und mir das ein oder andere Lächeln hervorgelockt hatte.
Die Aufmachung des Buches finde ich sehr gelungen und mit dem weißen Cover sticht es sicherlich sehr aus der Masse der Fantasycover heraus. Im Buch gibt es mehrere verschiedene Zeichnungen und Karten, die zwar nicht unbedingt nötig gewesen wären, aber sehr schönes Beiwerk ist, jedoch empfinde ich die Liste mit den benutzten österreichischen Wörtern eher als überflüssig, denn so ungewöhnlich sind Worte wie „Stückerl“, „Wurstzipfel“ und „bisserl“ nun auch nicht. Die Handvoll Wörter, die ich nicht kannte, hätte man besser als kleine Fußnote im Text einbauen können.
Trotz ein paar Schwächen ist „Des Teufels Maskerade“ ein sehr lesenswerter Roman und ich freue mich schon sehr auf den zweiten Roman der Autorin, der bereits für dieses Jahr angekündigt ist.
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Für wann ist ihr zweites Buch denn konkret geplant? Dann weiß ich schon mal, wann ich mich freuen darf. ;-)
Das Buch subbt noch bei mir und ich bin froh, dass es dir gefallen hat. Wenn ich mal wieder in Fantasy-Stimmung bin, werde ich es vielleicht als erstes zur Hand nehmen!
@ Nina: Na, dann freue dich mal auf den September, denn dann soll, soweit ich weiß, “Fortunas Flug” erscheinen :)
@ Kari: Schön, dann bin ich mal gespannt, wie es dir gefallen wird :)