GELESEN: Jackson Pearce – As You Wish

Zum Buch:
Titel der Originalausgabe: As You Wish
Band innerhalb der Reihe: -
Genre: Jugendbuch
Übersetzung: Drei Wünsche hast du frei
Verlag: HarperTeen
ISBN: 978-0061661549
Seiten: 300
Preis: ca. 6,-

Wie bin ich auf das Buch aufmerksam geworden?

Ich habe auf die Taschenbuchausgabe von “Sisters Red” gewartet und mir daher Pearces Erstling zu Gemüte geführt.

Worum’s geht:

Als Viola von ihrem Freund verlassen wird, bricht für sie eine Welt zusammen. Gerade noch war sie verliebt und beliebt, nun ist sie nur noch die Ex vom coolsten Typ der Schule. Viola wünscht sich nichts mehr, als wieder glücklich zu werden – und beschwört so versehentlich einen Dschinn herbei. Er ist jung, er sieht gut aus … und er ist furchtbar schlecht gelaunt, denn er hält Menschen für ungemein nervtötend. Aber bevor er in seine Heimat zurückkehren kann, muss er Viola drei Wünsche erfüllen. Und das ist nicht so einfach, wie es sich anhört …

Was ich davon halte:

Viola fühlt sich unsichtbar. Seitdem sich ihr, nun schwuler, Freund von ihr getrennt hatte, hat sie das Gefühl nirgends mehr dazuzugehören. In der Schulhierarchie steht sie weit unten und niemand beachtet sie mehr. Bis sie eines Tages einen fremden Jungen entdeckt, den, außer sie, niemand sonst sehen kann. Schnell stellt sich heraus, dass dieser Junge ein Dschinn ist, der Viola drei Wünsche erfüllen soll. Doch Viola weiß nicht, was sie sich wünschen soll um wieder glücklich zu sein.
Der Dschinn hingegen hätte gerne, dass sich Viola nicht so viel Zeit lässt, denn er will schnell wieder in seine eigene Welt zurück, denn jede Minute in der Menschenwelt kostet ihn wertvolle Zeit seines Lebens…

„As You Wish“ ist der Debutroman von Jackson Pearce. Auch wenn mich das Cover nicht wirklich angesprochen hatte, so klang der Inhalt doch ganz süß, sodass ich sehr neugierig auf die Geschichte war.
Die Idee mit dem Jinn/Dschinn empfand ich als originell und interessant, bisher ist der einzige Dschinn, den ich kenne, der aus Aladin, daher war das hier mal etwas anderes, etwas neues. Allerdings bin ich mit der Umsetzung der Geschichte nicht hundertprozentig zufrieden.
Die Geschichte selbst ist recht einfach gestrickt. Ein sechzehnjähriges Mädchen, das von ihrer ersten Liebe verlassen wird und sich nun unsichtbar und alleine fühlt, die nur noch einen Wunsch hat: Wieder dazuzugehören, wie vorher als sie noch mit Lawrence zusammen war. Der Dschinn bringt hier ein wenig Spannung in die Geschichte. Dennoch muss ich sagen, dass es sich in der Mitte des Romans etwas gezogen hatte. Ich hatte ein wenig das Gefühl, als würde die Geschichte sich auf der Stelle drehen, zumal man als Leser schnell merkt, dass Viola und Aaron einfach nicht zusammen passen und Viola das insgeheim auch selbst weiß und er sich eh nur aufgrund des Wunsches für sie interessiert.
Das Ende hat mich letztendlich ein wenig zwiegespalten zurückgelassen, einerseits fand ich es schön und es war lange absehbar, dass es so enden wird, aber andererseits war auch das ganze etwas zu einfach und schnell gelöst.

Die Charaktere waren mir zwar alle sympathisch, aber leider hatte mich Viola ab und zu etwas genervt, auch wenn ich ihren Wunsch nicht mehr unsichtbar sein zu wollen, nachvollziehen konnte und es sicherlich etwas ist, mit denen sich viele Jugendliche identifizieren können. Ihren Ex- und bester Freund Lawrence hingegen fand ich super. Er hat noch immer Schuldgefühle Viola gegenüber, aber trotzdem versucht er ihr ein bester Freund zu sein, auch wenn er dadurch etwas seine eigenen Bedürfnisse vergisst, aber auch das macht ihn sehr liebenswürdig.
Mit Dschinn kommt letztlich ein fantastischer Aspekt in die Geschichte. Seine anfänglichen sarkastischen Bemerkungen haben mich zum Lachen gebracht und es war interessant mitzuerleben, wie er zuerst seine Welt als so toll ansah, er aber mit der Zeit die positiven Seiten der Menschenwelt immer deutlicher gesehen hatte. Mir haben da auch besonders die kleinen Details dazu gefallen, die Jackson Pearce mit in die Geschichte eingewoben hatte, z.B. dass die Dschinns in ihrer Heimat nicht altern, sondern nur wenn sie zum Wünsche erfüllen in die Menschenwelt müssen und Dschinn daher auch auffällt, wie schnell bei Viola die Haare und Nägel wachsen und sie älter wird, in den wenigen Tagen in denen Dschinn auf der Erde ist. Oder auch der Aspekt, dass in der Dschinnheimat Caliban alle Dschinns gleich sind und es dort keine Individualität gibt, und daher „Dschinn“ eigentlich kein Vorname ist, obwohl Viola den Namen so benutzt.

„Jinn don’t fall in love or attach to one another, like humans do. We’re immortal in Caliban, so falling in love for an eternity is just…unrealistic. But for that one moment when they’re getting flowers, it’s like that doesn’t matter. It’s the only moment where they don’t care that the jinn who sent the flowers will be replaced by another lover in a week. It’s…different. It’s this one instant when someone isn’t just another random jinn, but is something special to someone else.“ (S. 57)

Die Geschichte wird abwechselnd aus der Ich-Perspektive von Viola und Dschinn erzählt, wodurch sie noch ein wenig spannender wird. Durch den leicht verständlichen Schreibstil und dem großen Zeilenabstand lässt sich die Geschichte schnell und flüssig lesen.

Abschließend…

Trotz allem ist „As You Wish“ eine schöne, kurzweilige Geschichte, die mich sehr gut unterhalten hatte und ich bin schon sehr gespannt auf den zweiten Roman der Autorin „Sisters Red“, der auch bereits in meinem Regal darauf wartet, gelesen zu werden.

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  1. Pia

    Für mich war As You Wish auch eher das Mittelmaß. Ich hoffe, dass Sisters Red besser ist und bin gespannt wie die Autorin sich so im Englischen liest (hab ja As You Wish in Deutsch gelesen) :)

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