REZENSION: Klaus-Peter Wolf – Licht am Ende des Tunnels

Seiten: 182
ISBN: 3760728219

Robert kommt aus einem angesehenen Elternhaus. Sein Vater leitet die Firma, die sein Schwiegervater gründete. Doch dadurch, dass er nun wenig Zeit für seine Familie hat, zerbricht sie und Robert kommt in ein Internat. Er fühlt sich von seinen Eltern abgeschoben, vorallem da seine Mutter einen neuen Partner hat.
Für Robert war sein Opa die wichtigste Person im Leben. Als sein Opa stirbt, sind alle sehr traurig und bestürzt, doch Robert weiß, dass sein Opa immer bei ihm ist und ihn beschützt.

Eines Tages holt Freddy Frambach, ein Angestellter seines Vaters, Robert in der Schule ab. Er gibt vor, Robert zu seinem Vater zu bringen, doch schnell stellt sich heraus, dass das nicht der Fall ist, sondern Freddy Robert entführt.
Robert ist sehr ängstlich, doch mit der Hilfe seines Opas lernt er nie aufzugeben, auch wenn die Situation hoffnungslos ist.

Ich habe das Buch jetzt etwa eine Woche sacken lassen, allerdings weiß ich immernoch nicht so recht, wie es mir gefallen hat.

Die Charaktere haben mir gut gefallen.
Robert tat mir anfangs Leid. Seine Eltern haben wenig Zeit für ihn, denn die Firma braucht große Aufmerksamkeit. Und da sieht man auch wieder, Geld macht nicht glücklich, wie auch Robert treffend meinte:

Wir hatten viele Probleme. Finanzielle gehörten nicht dazu.

Dennoch kam mir Robert hin und wieder zu erwachsen vor.

Freddy ist kein skrupelloser Entführer, auch wenn es ab und zu den Anschein hat. Er ist zwar unberechenbar, aber dennoch scheint er mit seiner Situation nicht ganz zufrieden zu sein und in den Wortgefechten mit Robert hat er stets den kürzeren gezogen.

Die Atmosphäre fand ich sehr bedrückend und habe mit Robert mitgefiebert, ob er es schafft, sich zu befreien.

Allerdings muss ich sagen, ich bin mit dem Ende nicht so glücklich. Zwar lese ich sehr gerne offene Enden und spinne im Kopf mir mein eigenes, passendes Ende zusammen, aber hier fand ich es unpassend. Zumal es zwar den Anschein hat, als wäre es offen, aber der Autor hat die Gedanken bereits in eine bestimmte Ecke gerückt, sodass es nur einen Schluss zulässt. Und der gefällt mir gar nicht.

Das Buch ist sehr flüssig geschrieben und lässt sich daher in kurzer Zeit lesen.

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