Meine Ausgabe: deutsch, erschienen 2010, ca. 14,95 €, ISBN: 9783426283318, Hardcover, 352 Seiten.
Kurzbeschreibung:
Es ist nicht leicht, eine Außenseiterin zu sein. Doch dann bekommt Elizabeth einen Aushilfsjob in einem ganz besonderen Museum, dem New Yorker Repositorium der verleihbaren Schätze, in dem man Kunst und Krempel, Wertvolles und Verrücktes ausleihen kann: alte Möbel, schönen Schmuck, eine Perücke, mit der Marie Antoinette einst durch ihr Schloss stolzierte. In den geheimnisvollen Lagerhallen fi ndet Elizabeth aber auch endlich echte Freunde, die bereit sind, mit ihr durch Dick und Dünn zu gehen. Und die braucht sie dringender, als sie geahnt hat – denn verborgen im Keller gibt es noch eine ganz besondere Sammlung, deren Schätze allesamt magische Kräfte haben. Nun beginnt jemand, ihnen den Zauber zu rauben. Nur Elizabeth kann dies verhindern, aber damit bringt sie sich selbst in große Gefahr …
Was ich davon halte…
…in Kronen:
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…in Worten:
Die Idee mit dem Repositorium fand ich super und märchenhaft war die Geschichte an vielen Stellen. Vor allem auch am Anfang, als Elizabeth vorgestellt wird. Da kommt sie einem sofort wie eine neuartige Cinderella/Aschenputtel vor. Die Mutter tot, ihr Vater hatte neu geheiratet und nun leben sie mit der Stiefmutter und mit ihren älteren Stiefschwestern zusammen, die Elizabeth aber nicht mögen. An Geld mangelt es auch, da das Geld für die Studienfinanzierung der älteren Schwestern benötigt wird. Und Elizabeth wird auch gleich als das selbstlose, arme Mädchen dargestellt, die einer Obdachlosen ihre Schuhe schenkt, obwohl sie sich ja selbst keine neuen leisten kann. Diese selbstlose Art hätte mich normalerweise sicherlich gestört, aber hier passt es einfach. Schade finde ich hierbei nur, dass im Voranschreiten der Geschichte die Familie in den Hintergrund rückt, bzw. eigentlich gar nicht mehr vorkommt. Denn gerade bei so einem Anfang hatte ich erwartet, dass noch etwas näher darauf eingegangen wird und selbst wenn es “nur” eine märchenhafte Wendung am Ende gewesen wäre.
Das Augenmerk liegt eindeutig auf dem Repositorium. Bereits nach wenigen Seiten muss sich Elizabeth dort für einen Job vorstellen, den sie natürlich bekommt, auch wenn sie erstmal glaubt, dass sie den Test nicht bestanden hat. Einerseits fand ich das interessant, eben weil ich die Idee auch wirklich toll fand, aber andererseits wurde mir das auch schnell zu langweilig. 200 Seiten lang geht es nur um das Repositorium und da vorrangig um die Grimm Sammlung, aber ohne das etwas passiert. Es wird zigmal erwähnt, dass sie niemanden trauen sollen, niemanden was erzählen sollen, weil ständig magische Gegenstände abhanden kommen. Es wird viel wiederholt, was für jüngere Leser vielleicht gut sein mag, für mich aber nicht. So plätschert die Handlung seitenweise vor sich hin, bis dann auf den letzten 100 Seiten doch noch Spannung aufkommt und am Ende plötzlich nur noch schnell die restliche Handlung erzählt wird
Die Liebesgeschichten im Buch sind natürlich klar und nett geschrieben, allerdings war es mir einfach zu vorhersehbar, sodass mich das ganze hin und her, einfach nur genervt hatte und es mir albern vorkam. Aber das liegt vermutlich auch am jungen Alter der Protagonisten, mit dem ich wohl nicht viel anfangen konnte. Allerdings kamen mir die Charaktere oft auch nicht unbedingt wie 15/16 Jahre vor, sondern eher wesentlich jünger.
Was mir aber wirklich gut gefallen hatte, waren die vielen Anspielungen auf Grimms Märchen. Dafür nimmt die Autorin nicht nur die ganz Bekannten, sondern auch welche, die vermutlich nicht allen geläufig sind wie z.B. “Jorinde und Joringel” ♥ oder “Die zertanzten Schuhe”. Das hat auch definitiv Lust darauf gemacht, die Märchen nochmal selbst zu lesen, vor allem auch bei welchen, die ich nicht kannte oder nur vom Namen her. (Zu schade, dass ich kein Märchenbuch habe
)
Ich habe die deutsche Ausgabe gelesen, die letztes Jahr im Pan-Verlag erschienen ist. Optisch gefällt mir das Cover gut und es passt auch zum Inhalt (auch wenn mir die englische Ausgabe doch noch besser gefällt), aber ich persönlich finde es nicht angenehm, gleich am Anfang, auf den ersten sieben Seiten (!!) bereits einen Logikfehler zu entdecken. Das macht mir zumindest keine große Lust, die Geschichte weiterzulesen. Zumal es ein Fehler ist, dem einen doch eigentlich schnell auffallen sollte. Elizabeth gibt nämlich vor den Ferien ihre Turnschuhe einer Obdachlosen. Wenige Seiten später heißt es allerdings “ein paar Tage nach Ferienende…” muss sie in das Büro eines Lehrers, der sie auf die Tat anspricht und plötzlich ist von gestern die Rede. Sehr schade, denn gerade das ist kein schöner Einstieg in ein Buch.
Abschließend…
Schade. Wirklich schade. “Die geheime Sammlung” lässt sich zwar schnell und flüssig lesen und könnte theoretisch eine schöne, märchenhafte Geschichte sein, aber mehr als ein “ganz nett”, wird bei mir nicht hängen bleiben. Wenn überhaupt.
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Wie bin ich auf das Buch aufmerksam geworden?
Keine Ahnung. Eines der Bücher, das irgendwie auf jedem 2. Blog letztes Jahr vorgestellt wurde^^
Wie lange musste es auf dem SUB liegen?
Oje. Geschätzt, sicherlich locker ein Jahr ._.
Wunschliste in Gefahr?
Ich weiß noch nicht genau, evtl. werde ich irgendwann mal “Sechs Küsse und ein Ballkleid” lesen, das klingt eigentlich ganz nett^^
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Was hab ich denn da von dir ertauscht?!
Bin ja mal gespannt, wie ich das Buch finde (wenn ich denn mal irgendwann dazu komme, es zu lesen). Ich weiß natürlich, dass es äußerst durchwachsene Kritiken gekriegt hat, aber da die Winterkatze es mir trotzdem so sehr ans Herz gelegt hat, konnte ich nicht widerstehen! *gg*
Ach Mist, ganz vergessen: “Sechs Küsse und ein Ballkleid” würde ich dir echt nicht empfehlen. Mir jedenfalls hats nicht gefallen. Falls es dich interessiert, ich hab auf meinem Blog ein paar Worte dazu geschrieben.
Erstmal, entschuldige, dass ich jetzt erst so spät antworte, vor lauter Uni habe ich einfach nicht dran gedacht
Ja, ich hatte auch ein kleines schlechtes Gewissen deswegen
Aber andererseits gibt es ja viele, die es mochten und allzu dick ist es ja auch nicht. Und wirklich schlecht ist es nicht :) Aber ich bin jedenfalls schon gespannt, wie es dir gefallen wird. (Wann immer das sein wird
)
Ja, deine Rezension zu dem Ballkleid-Buch hatte ich “damals” gelesen und noch irgendwo im Kopf abgespeichert
Daher habe ich es damit auch nicht eilig, vielleicht finde ich es ja mal günstig als ME oder bekomme es geschenkt oder so.
Du brauchst doch kein schlechtes Gewissen haben – ich wusste ja wie gesagt, dass die Kritiken von begeistert bis vernichtend reichten. Mal schauen, wann ich es aus dem SuB ziehe – und ob überhaupt! *gg
Hehehhe, ich bin gespannt *gg*