Meine Ausgabe: deutsch, erschienen 2007, nur noch gebraucht erhältlich (TB: 7,95 €), ISBN: 9783407810168, Broschur, 207 Seiten.
Kurzbeschreibung:
Cyd Charisse ist vor allem eins: genervt. Von ihrer Familie und von Shrimp, dem süßen Surfer, in den sie verknallt ist, der aber nichts von ihr wissen will.
Sie flüchtet nach New York zu ihrem “Echt-Dad”, der ganz anders ist, als sie ihn sich vorgestellt hat. In New York gibt es jede Menge coole Leute, so wie Cyds “neuer” Bruder Danny, der das Café Village Idiots betreibt. Hier könnte Cyd den ganzen Tag lang leckeren Kaffee schlürfen. Doch als sie zufällig ihren Ex-Freund Justin trifft, der sie damals so bitter im Stich gelassen hat, reißt eine alte Wunde wieder auf…
Wieso, weshalb, warum:
![]()
Bisher kannte ich von Rachel Cohn nur die drei Bücher, die sie mit dem Autor David Levithan zusammen geschrieben hat. „Coffee, Love & Sugar“ ist daher nicht nur das erste Buch, das ich von Rachel Cohn alleine lese, sondern auch auf Deutsch. Möglicherweise liegt es auch an dem Sprachwechsel, dass ich mich noch immer nicht recht entscheiden kann, wie mir das Buch nun gefallen hat.
„Coffee, Love & Sugar“ ist der erste Band der Trilogie um Cyd Charisse. Ein seltsamer Name, aber im Buch wird zum Schluss noch aufgeklärt, warum sie so heißt. (Der Grund hat mir jedenfalls sehr gut gefallen!)
Anfangs hatte ich ein paar Probleme in das Buch hineinzufinden. Cyd Charisse ist kein einfacher Charakter, weshalb mich aber das Buch angesprochen hatte. Sie kommt aus einer reichen Familie und ist erst aus einem Internat geflogen. Ihr Ex-Freund, mit dem sie im Internat zusammen war, war alles anders als ein braver Kerl. Davon bekommt man als Leser allerdings nur aus Rückblenden mit.
Die Kapitel sind meistens ziemlich kurz, oft auch nur ein oder zwei Seiten. Insgesamt doch etwas kurz, da ich erst bei Kapiteln, die länger waren, wirklich gefesselt war. Aber erst als das Setting von San Francisco nach New York gewechselt hatte, konnte ich mich immer mehr mit dem Buch anfreunden, weshalb ich auch unbedingt den nächsten Band lesen werde. Allerdings dann lieber auf Englisch.
Ob die Übersetzung schlecht ist, mag ich nicht behaupten. Dafür fehlt mir einfach der Vergleich zum Original. Allerdings bin ich, wie gesagt, nur Cohns Schreibstil auf Englisch (und zusammen mit Levithan) gewohnt.
Dennoch muss ich anmerken, dass ich es etwas seltsam fand, dass manche Namen übersetzt wurden und manche nicht. Cyds Freund heißt, wie im Original, Shrimp und ihre beste Freundin wird auch in der Übersetzung Sugar Pie genannt. Aber aus ihrer Puppe Gingerbread wird hier allerdings „Ingwerbrötchen“. Schade finde ich es auch deswegen, dass daher ein kleines Wortspiel etwas kaputt gemacht wird. (Ich vermute zumindest, dass im Original „Gingerbread“ zum einen für die Puppe und zum anderen für das Ingwerbrot benutzt wird.)
Von der Stimmung her hat mich das Buch übrigens oft an den Film „Juno“ (♥) erinnert. Viele inhaltliche Gemeinsamkeiten gibt es zwar nicht, aber für mich trotzdem ein kleiner Pluspunkt.
Ein weiterer Pluspunkt, Themen wie Sex, etc. werden auch angesprochen. Zwar nicht allzu ausführlich, aber da sowas in vielen Jugendromanen ja oft eher umgangen wird, war das hier doch mal eine positive Überraschung.
Abschließend…
Mit 200 Seiten ist das Buch ziemlich kurz, aber die Geschichte ist noch nicht zu Ende. Die Entwicklung von Cyd geht daher zwar auch recht zügig voran, aber unterhaltsam ist es allemal. Und auch wenn ich schon ahnen kann, worauf es im zweiten Band „Shrimp“ hinauslaufen wird, bin ich dennoch gespannt darauf.
Possibly Related Posts:
- Eva Baronsky – Herr Mozart wacht auf
- Regina Dürig – Katertag. Oder was sagt der Knopf bei Nacht?
- Sarah Beth Durst – Ice
- Kai Meyer – Die Geisterseher & Die Winterprinzessin (Hörspiele)
- REREAD: Catherynne M. Valente – The Girl Who Circumnavigated Fairyland in a Ship of Her Own Making



Die haben das echt mit Ingwerbrötchen übersetzt?????? Wie kamen sie denn da drauf, da hätte Lebkuchen doch viel mehr Sinn gemacht, The Little Gingerbread Man ist doch bei uns auch Der kleine Lebkuchenmann o.O
Jep, Ingwerbrötchen steht in meiner Ausgabe, was ich seltsam fand, Lebkuchen wäre definitiv sinnvoller. Ich schätze mal der Übersetzer hat es wörtlich übersetzt, da “ginger” ja Ingwer heißt, laut meinen Übersetzern…
Und Ingwerbrot klang ihm dann wohl nicht niedlich genug
Hehehehe, ja offensichtlich