Meine Ausgabe: englisch, erschienen 2011, ~ 12 €, ISBN: 9780375860980, Hardcover, 245 Seiten. Gelesen im Januar 12.
Kurzbeschreibung:
In this high school-set psychological tale, a tormented teen named Evan starts to discover a series of unnerving photographs—some of which feature him. Someone is stalking him . . . messing with him . . . threatening him. Worse, ever since his best friend Ariel has been gone, he’s been unable to sleep, spending night after night torturing himself for his role in her absence. And as crazy as it sounds, Evan’s starting to believe it’s Ariel that’s behind all of this, punishing him. But the more Evan starts to unravel the mystery, the more his paranoia and insomnia amplify, and the more he starts to unravel himself. Creatively told with black-and-white photos interspersed between the text so the reader can see the photos that are so unnerving to Evan, Every You, Every Me is a one-of-a-kind departure from a one-of-a-kind author.
Wieso, weshalb, warum…
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Vor wenigen Tagen hatte ich insgeheim schon etwas bedauert, dass mich Thriller nicht mehr wirklich begeistern können und es mir scheint, als würden sich viele Autoren einfach nur bekannter Strukturen bedienen, das etwas umändern und fertig. Das mag zwar für zwischendurch nett sein, aber mehr auch nicht. Nach dem neuesten Werk von David Levithan “Every you, every me” jedenfalls weiß ich nun, dass es für mich durchaus noch richtig tolle Bücher in diesem Genre gibt!
Von David Levithan habe ich mittlerweile mehrere Bücher gelesen und für mich gehört “Every me, every you” eindeutig zu seinen stärksten Büchern – auch wenn ich anmerken muss, dass hier die Geschmäcker sicherlich weit auseinander gehen, was ich gut nachvollziehen kann.
Die Kapitel sind sehr kurz, manchmal besteht es sogar nur aus einem Satz. Des weiteren werden viele Wörter oder Sätze oder sogar ganze Abschnitte einfach durchgestrichen. Für mich hat das sehr gut zum Protagonist Evan und zur ganzen Geschichte gepasst. Ebenso wie das auch dazu geführt hat, dass ich das Buch kaum aus der Hand legen konnte.
Außerdem sind mehrfach Fotos im Buch abgedruckt, die in die Handlung eingebaut wurden. Die Idee finde ich großartig, die Umsetzung allerdings nicht immer ganz geglückt. Zumindest am Anfang waren mir die Fotos zu klein und in einer eher schlechteren Qualität.
Die Handlung wird aus der Sicht von Evan erzählt. Ständig erwähnt er seine beste Freundin Ariel, die offenbar nicht mehr da ist, aber was genau mit ihr passiert ist, bleibt bis zum Ende unklar. Von Anfang an hat mich die Neugier gepackt und ich wollte unbedingt wissen, was genau an diesem Tag, von dem als die Rede ist, passiert ist. Ebenso von wem Evan die Fotos und Nachrichten bekommt und ich habe atemlos seine Suche nach der Wahrheit mitverfolgt.
Die Handlung ist furchtbar packend und spannend. Und während ich anfangs noch dachte, ich hätte einen guten Überblick über die Protagonisten und deren Verhalten, so verschwamm das doch sehr während der Handlung, bis ich zu einem Punkt kam, an dem ich keinen der Personen mehr getraut habe. Richtig gut gemacht, daran kann sich so manch ein Thriller-Autor noch eine Scheibe abschneiden.
Für mich war der Roman ein sehr intensives Erlebnis. Wie bereits in anderen Büchern, die David Levithan geschrieben hat, gelingt es ihm auch hier die Gefühle der Personen sehr deutlich zu machen. Und diese den Leser auch spüren zu lassen. Atmosphärisch ist das Buch sehr düster und teilweise auch ziemlich gruselig, besonders je näher man dem Ende kommt.
“You don’t know me. You know one me, just like I know one you. And you can’t know every me, and I can’t know every you.”
Abschließend…
Ein unglaublich tolles Buch und, wie nicht anders von Herrn Levithan zu erwarten, toll geschrieben!
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