Karen Thompson Walker – The Age of Miracles

the age of miracles Meine Ausgabe: ARC, Taschenbuch, englisch, 285 Seiten.
Gelesen im Januar 2013
Bewertung: 2-2,5/5

“The Age of Miracles” konnte ich im Zuge einer Notizbuchaktion von Crini lesen (vielen Dank!) und ehrlich gesagt, bin ich froh darüber, kein Geld dafür ausgegeben haben zu müssen, denn auch wenn ich es nicht ganz schlecht fand, etwas geärgert hätte ich mich vermutlich schon.

Von einem Tag auf den anderen ändert sich das Leben von Julia und ihrer Familie und den anderen Menschen auf der Erde, denn das sogenannte “Slowing” tritt ein, d.h. die Rotation der Erde verlangsamt sich, und damit kommen viele Probleme auf die Menschen zu, z.B. dass die Tage viel länger werden, etc.
Nebenbei geht aber auch das normale Leben weiter und Julia muss lernen, langsam erwachsen zu werden.

Nachdem nun ein paar Tage vorbei sind, seit ich das Buch beendet habe, weiß ich allerdings immer noch nicht recht, ob ich das Buch nun mochte oder nicht. Den Schreibstil fand ich gut, er wirkte melancholisch und nachdenklich machend. Auch mochte ich es ziemlich gerne, dass die ganze Geschichte mit vielen Details und in einem gemächlichen Tempo erzählt wird, die Gefahr kommt schleichend und “unerwartet” und wirkte so von Anfang an sehr real auf mich. So entwickelt sich zwar anfangs Spannung, aber da die Geschichte in einer Rückblende erzählt wird, vergeht die Spannung, wenn ständig von bösen Vorsehungen erzählt, bzw. angeschnitten werden und diese einfach nicht eintreten. Auf Dauer hat mich das einfach nur noch genervt und daher konnte ich dieses ganze “Slowing” auf Dauer nicht mehr richtig ernst nehmen.
Dass das Heranwachsen von Julia so eine große Rolle spielt, hat mich überrascht, aber positiv zunächst. Allerdings finde ich es seltsam von 11 oder 12-jährigen zu lesen, die sich eher wie 16-jährige benehmen. Sie interessieren sich für Jungs, Klamotten, Schminke, etc. und irgendwie hat das alles nicht so recht für mich zusammengepasst. Julia passiert in dem Buch so viel Schlimmes, dass mir teilweise richtig schlecht geworden ist, weil sie mir einfach so leid tat. Leider ist sie eine sehr passive Figur, sodass auch kleine “Missverständnisse” zu einer großen (unnützen) Last wurden, nur weil sie nicht einfach mal den Mund aufmachen konnte, was bei mir leider oft auch zu Augenrollen führte.
Am Enttäuschendsten fand ich allerdings das Ende. Ich habe kein Problem damit, wenn nicht immer alle Probleme gelöst werden, aber so ein paar kleinere Antworten oder zumindest Versuche hätte ich schon gerne.

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Einfach zu sagen “Tja, warum das so alles ist und was es mit dieser Krankheit ist, wissen wir immer noch nicht, obwohl wir das, dies und jenes alles können” (sinngemäß) reicht mir einfach nicht und wirkt letztlich auf mich doch eher, als hätte sich die Autorin nicht genug Gedanken gemacht. Schade.

“The Age of Miracles” ist keine actiongeladene Weltuntergangsgeschichte, vielmehr erzählt sie das Heranwachsen und Leben einer 11-Jährigen, die sich in einer stetig veränderten Welt zurecht finden muss.

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