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REZENSION: Jenny-Mai Nuyen – Rabenmond – Der magische Bund

Infos:
Titel der Originalausgabe: Rabenmond – Der magische Bund
Band innerhalb der Reihe: -
Genre: Jugendfantasy
Übersetzung: -
Verlag: cbt
ISBN: 978-3570160008
Seiten: 512
Preis: HC: 18,95 / TB: 14,95

Wie bin ich auf das Buch aufmerksam geworden?

Ich mag die Romane von Jenny-Mai Nuyen normalerweise sehr gerne…

Kurzbeschreibung:

Wenn der Rabenmond über den Wäldern von Wynter aufsteigt, vollziehen die Herrscher des Reichs ein uraltes Ritual: Sie töten drei Tiere, um sich deren Gestalt und Kräfte anzueignen. Das Geheimnis der Verwandlung verleiht ihnen Unsterblichkeit und grenzenlose Macht.
Als Mion im Wald einen Fuchs erschießt, scheint ihr Schicksal besiegelt. Zu ihrem Entsetzen verwandelt sich das Tier in einen Jungen mit bernsteinfarbenen Augen: Sie hat Lyrian angegriffen, den Sohn der Tyrannen von Wynter. Auf Mions Tat steht der Tod. Doch Lyrian verliebt sich in Mion und rettet sie. Nicht ahnend, dass das Mädchen von fremden Mächten dazu auserkoren ist, die düstere Herrschaft seiner Familie für immer zu beenden …

Meine Rezension:

„Rabenmond – Der magische Bund“ ist bereits der vierte Roman der jungen Autorin Jenny-Mai Nuyen. In diesem Werk erzählt sie die Geschichte von Mion, die zusammen mit ihren zwei Freunden Saffa und Kajan ein verbotenes Spiel spielt, „Ritus“. Dafür müssen sie ein Tier töten und zufälligerweise trifft es einen Fuchs. Doch der Fuchs entpuppt sich als der Thronfolger Lyrian, einen Drache, der u.a. die Gestalt eines Fuchses annehmen kann. Lyrian ist sofort sehr angetan von Mion und um sie zu schützen, erzählt er im Schloss niemanden, dass er angeschossen wurde. Doch dennoch kommt die Geschichte raus, sodass Mion und ihre Freunde von den Sphinxen festgenommen werden. Während nun Lyrian davon ausgeht, dass sie, wie geplant, hingerichtet wurde, fängt Mion ein neues Leben innerhalb der Stadtmauern an, dass sie ihrem Retter, dem geheimnisvollen Jagu zu verdanken hat…

„Rabenmond“ ist das vierte Buch, das ich von Jenny-Mai Nuyen gelesen habe und da mich ihre anderen Bücher sehr begeistert hatten, hatte ich große Erwartungen an „Rabenmond“ – die aber leider sehr enttäuscht wurden.
Der Anfang der Geschichte war noch sehr vielversprechend. Nacheinander werden die beiden Hauptpersonen eingeführt und der Leser bekommt einen Einblick in ihr Leben. Was bei beiden ähnlich ist, ist ihre nicht vorhandene Freiheit. Während Mion außerhalb von Wynter, bei den Ruinen lebt und sich vor den Drachen und Sphinxen fürchten muss, ist Lyrian der Sohn der Königin von Wynter und somit ein sogenannter „Drache“. Die Drachen zeichnen sich bei Nuyen damit aus, dass sie keine Gefühle haben, sondern nur Verstand und damit das Recht zu Regieren. Nur wie man schnell bemerken wird, ist Lyrian anders als seine Familie, denn er freundet sich mit normalen Menschen an, er verliebt sich und rettet sogar das Mädchen, das auf ihn geschossen hatte und wirkt daher eher wie ein Mensch, als ein Drache.
Bei „Rabenmond“ handelt es sich mehr um einen psychologischen Fantasyroman, als um eine Liebesgeschichte, was mir zwar gut gefiel, aber nicht so ganz meinen Erwartungen entsprach. Deutlich und nachvollziehbar beschreibt Nuyen Mions Abhängigkeit zu ihrem Meister Jagu und des „Drogenkonsums“ Ritus, auch wenn ich den Reiz dieses Spiels nicht wirklich verstehen konnte.
Manche Wendungen waren mir, selbst für einen Jugendroman, zu einfach und wirkte auf mich dadurch auch recht konstruiert. Schade fand ich auch, dass manche Handlungen, die erst auf den letzten Seiten aufkommen, nur oberflächlich angekratzt werden, worüber ich aber gerne mehr gelesen hätte.
Während mir das erste Drittel sehr gut gefiel und ich das Buch nicht aus der Hand legen wollte, änderte es sich danach sehr. Die Handlung fing an vor sich hinzuplätschern und mich zu langweilen. Ich war teilweise so genervt, dass ich lieber ein paar Tage gar nicht gelesen hatte, als mir die Geschichte noch weiter anzutun. Wäre es mein erstes Buch von Jenny-Mai Nuyen gewesen, hätte ich es wahrscheinlich abgebrochen, aber da ich wusste, dass ihre Romane normalerweise wirklich gut sind, habe ich dann doch noch weitergelesen – auch wenn es sich für mich nicht mehr recht gelohnt hatte. Aber wenigstens kam auf den letzten Seiten dann doch noch Fahrt auf, sodass es sich dann flotter lesen ließ.
Das Ende ist offen gehalten, sodass sich der Leser selbst Gedanken machen kann, wie es weitergehen könnte, aber ehrlich gesagt, war ich von dem Buch so genervt, dass mir das dann herzlich egal war und ich einfach nur froh war, dass das Buch endlich zu Ende ist.

Was mich zusätzlich störte, waren die Begriffe, mit denen Nuyen ihre Wesen versehen hatte. Sphinxe sind, zumindest für mich, Wesen mit einem Löwenkörper und einem Menschenkopf, aber nicht wie in „Rabenmond“ einfach nur geflügelte Löwen. Aber noch störender fand ich die Drachen. Denn diese Drachen hier sind gar keine Drachen, sondern einfach nur Gestaltwandler. Menschen, die die Gestalt von verschiedenen Tieren annehmen können. Blöderweise ist der Begriff „Drache“ schon so vorbelastet, dass ich bei jedem gelesenen „Drache“ zuerst eine große, schuppige Gestalt vor Augen hatte, um mich dann schnell zu erinnern, dass es hier doch nur ein Mensch ist.
Um die Andersartigkeit der Drachenmenschen gegenüber den normalen Menschen auszudrücken, hätte mir ein anderer Begriff sicher besser gefallen.

Den Schreibstil von Frau Nuyen hingegen fand ich hier wieder sehr schön und teilweise poetisch, auch wenn ich den ein oder anderen Ausdruck ein wenig seltsam fand.

Tja, „Rabenmond“ klang inhaltlich interessant und spannend, aber beim Lesen wurde ich dann eines Besseren belehrt. Ein schöner, spannender Anfang, dem aber leider nach einem Drittel die Luft ausging. Schade.

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REZENSION: Derek Landy – Das Groteskerium kehrt zurück

Infos:
Titel der Originalausgabe: Playing with Fire
Band innerhalb der Reihe: Skulduggery Pleasant Bd. 2
Genre: Jugendbuch
Übersetzung: Das Groteskerium kehrt zurück
Verlag: Loewe
ISBN: 978-3-7855-6001-3
Seiten: 335
Preis: 16,90

Wie bin ich auf das Buch aufmerksam geworden?

Das war ein Geschenk für meinen Freund, der aber unbedingt wollte, dass ich es vor ihm lese…

Kurzbeschreibung des Verlags:

Nein, ein normales Leben führt die 13-jährige Stephanie Edgley nicht. Während ihre Freundinnen sich zu Pyjamapartys treffen, verbringt sie ihre Zeit mit einem lebendigen Skelett. Um die Welt zu retten, versteht sich. Denn Stephanie und Skulduggery Pleasant stehen erneut vor einem knochenharten Fall: Baron Vengeous, einer der gefährlichsten Gegenspieler Skulduggerys, ist aus dem Gefängnis geflohen. Er hat einst ein Wesen geschaffen, das die Macht besitzt, die Gesichtslosen zurückzuholen. Nun will der Baron jenes Wesen erwecken – und somit den Weg für das Böse ebnen …

Meine kurze Rezension:

Baron Vengeous weilt seit vielen Jahrzehnten im Gefägnis, doch erst jetzt gelingt es ihm auszubrechen. Er hat auch bereits einen Plan und zwar will er ein Wesen wecken, dass er vor Jahren erschaffen hatte: Das Groteskerium. Das Groteskrium hat u.a. die Fähigkeit, sich selbst zu heilen, was bei Kämpfen, Duellen sehr von Vorteil ist.
Als Skulddugery Pleasant, seines Zeichen Skelett und Detektiv, und seine Partnerin Walküre Unruh, die im normalen Leben Stephanie heißt und 13 Jahre alt ist, davon erfahren, setzen sie sofort alles daran, dies zu verhindern…
Stephanie, bzw. Walküre Unruh ist immer an Skulduggerys Seite, da ein selbstgeschaffenes Spiegelbild von ihr daheim ist, für sie in die Schule geht und Hausaufgaben macht. Das läuft natürlich alles glatt, sodass Walküre genug Zeit für die Gangsterjagd hat.

Nachdem ich den ersten Band nur ganz nett fand, hatte ich keine allzu hohen Erwartungen an den zweiten Band dieser Reihe, jedoch wurde ich dennoch enttäuscht und deswegen werde ich es auch versuchen, kurz zu machen.
Denn meiner Meinung nach gibt es hier noch weniger Handlung als bereits in Band eins. Es beschränkt sich auf lauter Actionszenen, Kämpfe, Verfolgungsjagden, etc. Das kann toll und spannend sein, aber nicht mehr, wenn das fast die alleinige Handlung eines Buches ist. Für mich hat es auch den Anschein erweckt, als wäre das Drumherum, was eigentlich wichtig für ein Buch ist, hier nur Beiwerk, damit der Autor ja viele Kämpfe, etc. einbauen kann. Doch auf Dauer langweilt es einen sehr, so durch ein Buch oder Reihe gehetzt zu werden.
Dabei könnte man aus der Idee noch viel mehr machen, schon alleine durch das Doppelleben von Stephanie gäbe es genug ‘Konflikte’, die man mit in die Geschichte einbauen könnte.
Überhaupt sind mir die Charaktere noch immer recht fremd und auch egal, kein Mitfiebern oder ähnliches wie ich es mir von tollen Büchern erhoffe.

Während der erste Band in meinen Augen definitiv ein Jugendbuch ist, war ich mir hier nicht mehr ganz so sicher. Die Kämpfe sind sehr detailliert beschrieben, wo sogar ich als erwachsener Leser ab und zu etwas stocken musste, während die Dialoge hingegen hölzern und unbeholfen wirken und es dadurch scheint, als würde es mehr zu Jüngere passen.
Aber auch hier wirkt mir Stephanie für ihre 13 Jahre einfach etwas zu alt. An manchen Stellen könnte sie glatt als 16 oder 17 Jährige durchgehen, vor allem was die brutaleren Szenen angeht. Auch wenn sie nur eine Protagonistin in einem Buch ist, fände ich es schon traurig, wenn sie bereits SO abgehärtet wäre, wie es einem als Leser vorkommt.
Bösewichte und Dämonen gibt es hier zuhauf, wovon die meisten aber auch nur eine kleine Rolle spielen. Wie bereits erwähnt hat es Baron Vengeous auf das Groteskerium abgesehen. Eine Art Frankenstein, dass aus vielen verschiedenen Wesen geschaffen wurde. Allerdings hatte ich mit diesem Wesen so meine Probleme, denn der Name ‘Groteskerium’ klingt für mich wie ein Raum und so musste ich mir oft vor Augen halten, dass es sich bei dem Groteskerium um ein Wesen handelt.

Die Idee um Skulduggery Pleasant finde ich an sich spannend und interessant. Selbst Jugendfantasy wird mittlerweile mit Büchern rund um Zombies, Vampire, und andere dunkle Gestalten überflutet und so sticht ein Skelett natürlich sehr hervor. Doch holt der Autor leider nicht alles aus der Story heraus. Es gibt viel Potential, das aber dennoch nicht genutzt wird.

Wer auf viel Action und Kampfszenen steht, wird an ‘Skulduggery Pleasant’ sicherlich seine Freude haben. Für mich ist es so einfach zu viel und macht keinen Spaß.

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REZENSION: Nicholas Sparks – Bis zum letzten Tag

Infos:
Titel der Originalausgabe: The Choice
Band innerhalb der Reihe: -
Genre: Liebesroman
Übersetzung: Bis zum letzten Tag
Verlag: tcm
ISBN: -
Minuten: 432
Preis: 5,-

Wie bin ich auf das Buch aufmerksam geworden?

Ich habe es beim Tchibostand entdeckt, der Inhalt klang gut und das Hörbuch hat nur 5 Euro gekostet…

Kurzbeschreibung:

An die große Liebe glaubt Travis nicht. Er hat sich sein Leben bestens eingerichtet: ein guter Job, die besten Freunde, ab und an eine kleine Affäre. Doch dann tritt Gabby Holland in sein Leben, und die Welt des eingefleischten Junggesellen färbt sich rosarot. Bis er vor eine folgenschwere Entscheidung gestellt wird.

Meine Rezension:

Travis ist ein richtiger Frauenheld. Er schleppt eine nach der anderen ab, aber an die große Liebe glaubt er nicht. Für ihn geht es auch selten um richtige, tiefe Gefühle. Er verdient sein Geld, wovon er mehr als genug hat und es gerne ausgibt und verbringt seine Freizeit mit Freunden oder eben Frauen. Bis  er Gabby Holland kennen lernt. Und damit ändert sich alles.
Gabby ist das komplette Gegenteil von Travis. Sie hat zwar einen Freund, aber so richtig glücklich scheinen sie nicht zusammen zu sein. Als sie Travis trifft, gerät ihre ganze Welt zu schwanken. Er ist ganz anders als andere Männer und sie kann nicht glauben, dass er sich wirklich für sie interessiert.
So ganz langsam entwickelt sich aus den beiden mehr…

Von Nicholas Sparks kannte ich bisher nur ‘Zeit im Wind’, was mich sehr begeistert hatte. Dass er für schnulzige und kitschige Romane bekannt ist, hat mich nicht abgeschreckt, denn manchmal ‘braucht’ man auch mal solche Romane. Doch leider bin ich hiervon sehr enttäuscht.
Die Geschichte allein klingt zwar schon recht klischeebeladen, aber ich hatte dennoch gehofft, dass es sich als besser entpuppt.

Angefangen mit den Figuren. Travis ist so der typische Mann, den man vor Augen hat, wenn man z.B. in einer Disco ist. Er reißt Frauen auf, Liebe scheint er nicht zu kennen. Bis ausgerechnet Gabby in seinem Leben auftaucht. Und da fingen meine Probleme mit dem Hörbuch langsam an, denn Gabby ist furchtbar. Gabby ist sehr romantisch veranlagt, sie wollte nie Ärztin werden, weil sie eben auch Zeit für eine Familie haben wollte, sozusagen gegen den Willen ihrer Eltern.
Gabby kam mir im Laufe des Hörbuchs wie ein Teenager vor, dabei hat sie studiert, wohnt mit ihrem Freund zusammen ist erwachsen. Ich fand es wirklich schwer vorstellbar, dass erwachsene Menschen so handeln. Sobald Travis bei ihr war um irgendwas zu sagen, war Gabbys Antwort immer ‘Ich habe einen Freund’, ‘Ich habe doch Kevin’, und so weiter. Allmählich wurde das ziemlich langweilig und eintönig und ich war froh, als die beiden endlich ein Paar waren.
Denn dann gab es plötzlich einen Sprung in die Zukunft. In das Jahr 2007. Gabby und Travis sind mittlerweile verheiratet und haben auch zwei Töchter und alles ist Bestens. Bis ein tragischer Unfall passiert und Travis alleine dasteht und überlegen muss, wie er weiter vorgeht. Jedoch, war das bereits im letzten Drittel des Hörbuches, was ich sehr schade finde. Die Kennlernphase hätte man deutlich kürzen können, damit man sich mehr auf das Unglück hätte konzentrieren können, auf das man, Dank der Kurzbeschreibung, von Anfang an wartet. Ab hier ging es mir dann plötzlich zu schnell und das Ende war einfach nur lachhaft. Trotz der ganzen Klischees, hatte ich das Hörbuch unter ‘nett’ eingespeichert, doch das Ende hat mir das gesamte Hörbuch verdorben. Ich habe es sogar mehrfach gehört, weil ich es einfach nicht glauben konnte.

Das Hörbuch wird von Alexander Wussow gesprochen, was mir sehr gefallen hatte. Auch wenn mich das Hörbuch emotional sehr wenig berührt hat, habe ich gerne seiner Stimme gelauscht.

Insgesamt leider ein sehr schwacher Sparks, der mir momentan keine große Lust auf weitere Romane von ihm gemacht hat. Aber mal sehen, wann ich wieder einen ‘brauche’.

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REZENSION: Manuela Martini – Der Tod ist unter uns

Infos:
Titel der Originalausgabe: Der Tod ist unter uns
Band innerhalb der Reihe: -
Genre: Jugendthriller
Übersetzung: -
Verlag: Arena
ISBN: 978-3-401-06390-4
Seiten: 103
Preis: 2,95

Wie bin ich auf das Buch aufmerksam geworden?

Ich war auf der Suche nach ‘lila’ Büchern ;)

Kurzbeschreibung vom Verlag:

Strahlend blauer Himmel, süßer Blütenduft in der Luft, gemütlich einen Caffè Latte schlürfen – die Klassenfahrt nach Rom findet Rixa einfach großartig. Wären da nur nicht diese langweiligen Besichtigungstouren! Doch als nach einem Ausflug in die Katakomben Rixas beste Freundin vermisst wird, werden die frühsommerlichen Tage von einer dunklen Wolke überschattet.

Meine Rezension:

Die elfte Jahrgangsstufe eines Gymnasiums macht eine Studienfahrt nach Rom. Nachdem die Schüler und Lehrer die Katakomben erkundet haben und wieder zurück im Kloster sind, bemerken sie zu spät, dass eine Schülerin, die beliebte Levke, scheinbar zurückgeblieben ist. Niemand kann sie erreichen und nachdem sie auch nicht abends ins Kloster zurückgekehrt ist, rufen die Lehrer die Polizei und melden den Vorfall. Viele sind bestürzt darüber, vor allem Levkes beste Freundin Rixa, die sich noch vorher mit ihr gestritten hatte. Noch am selben Abend bekommt Rixa eine SMS von Levke, bzw. ihrem Handy, die ihr einen Treffpunkt mitteilt…

„Der Tod ist unter uns“ von Manuela Martini gehört zu der Minithriller-Reihe des Arenaverlags, daher ist das kleine Buch auch nur 103 Seiten kurz, was mich nicht weiter störte und ich mir lediglich eine kurze Unterhaltung hiervon erwartet habe.
Die Geschichte wird aus der Ich-Perspektive von Rixa erzählt. Rixa befindet sich gerade in einem Taxi und berichtet von diesem Ereignis im Rückblick.
Der Leser weiß anfangs nicht, wohin sie unterwegs ist, nur dass es irgendetwas mit dem Fall zu tun haben muss und so liest man mit Spannung weiter. Die Atmosphäre ist stets ziemlich bedrückend, denn alleine der erste Abschnitt lässt nichts Gutes erwarten.
Das Buch lässt sich flüssig und schnell lesen. Das Verschwinden von Levke an sich ist spannend, allerdings etwas schlecht konstruiert.
Da ist zum einen Levke selbst. Ausgerechnet die Beliebte, Schöne, die immer im Mittelpunkt steht, wird von allen, auch von ihren besten Freundinnen, einfach „vergessen“. Dass sich Rixa mit ihr vorher gestritten hatte, ist für mich nur ein kleiner Versuch, das zu rechtfertigen. Desweiteren frage ich mich, wie jemand anderes von Levkes Handy aus SMS schreiben, sowie das Handy selbst an und aus schalten kann, denn ich glaube nicht, dass Levke ihrem Mörder vorher noch ihre Pin verraten hat. Auch dass Rixa versucht, Levke auf ihrem Handy zu erreichen und sie anruft, fehlschlägt, aber ausgerechnet eine SMS an sie hat plötzlich Erfolg!?
Das sind zwar eigentlich nur Kleinigkeiten, allerdings finde ich, dass es bei einem kurzen Roman, der gerade mal knapp über 100 Seiten umfasst, sehr auf Details ankommt, die einem eher nicht unrealistisch auffallen sollten.

Die Charaktere sind relativ oberflächlich und klischeehaft gehalten. Levke, wie erwähnt die Schöne, die sich nicht für Geschichte, etc. interessiert, sondern lieber den ganzen Tag shoppen würde. Rixa, die Liebe, beste Freundin von Levke und noch andere Figuren, die aber auch nur nebenbei eine kleine Rolle spielen. Das hat mich hier aber auch nicht so stark gestört, denn für eine tiefe Charakterisierung ist das Buch einfach zu kurz

Insgesamt hinterlässt „Der Tod ist unter uns“ leider einen negativen Eindruck bei mir. Es ist spannend, nett zu lesen, doch leider ist die Ausführung nicht ganz schlüssig, was man bei einem 100-Seiten-Büchlein definitiv hätte verhindern können.

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REZENSION: Michelle Lovric – Melodie der Meerjungfrauen

Infos:
Titel der Originalausgabe: The undrowned child
Band innerhalb der Reihe: -
Genre: Jugendbuch
Übersetzung: Melodie der Meerjungfrauen
Verlag: Loewe
ISBN: 978-3-7855-6870-5
Seiten: 511
Preis: 18,90

Wie bin ich auf das Buch aufmerksam geworden?

Die Nina hatte das Buch im Twitter gezeigt und wegen dem Cover und MEERJUNGFRAUEN wollte ich es haben…

Kurzbeschreibung des Verlags:

Im Sommer 1899 erfüllt sich Teos größter Wunsch. Sie reist mit ihrer Familie nach Venedig, in die Stadt der Gondeln, Kanäle und Palazzi. Doch der Anlass der Reise ist ernst: Venedig droht im Meer zu versinken und Teos Eltern, zwei Wissenschaftler, sollen nach einer Lösung des Problems suchen. Dass ihr Schicksal eng mit der Lagunenstadt verknüpft ist, ahnt Teo nicht – bis ihr der Schlüssel zur geheimen Stadt in die Hände fällt. Das Buch entführt Teo ins Reich der Meerjungfrauen, wo sie bei einer Tasse Seetangkakao schier Unglaubliches erfährt: Laut einer uralten Prophezeiung soll sie dazu auserwählt sein, Venedig zu retten …

Meine Rezension:

Venedig, 1899.
Die 11jährige Teo, die bereits als Baby adoptiert wurde und deren richtiger Name Teodora lautet, möchte unbedingt nach Venedig reisen. Schon immer zieht es sie in diese Stadt und nun, da Venedig im Sterben liegt, geht ihr Wunsch endlich in Erfüllung.
Ihre Eltern und diese von Maria, die mit auf die Reise geht, sind alle Wissenschaftler, die nach Venedig reisen um zusammen mit anderen nach einem Heilmittel für die Stadt zu suchen.
Während die Wissenschaftler die meiste Zeit auf einem Kongress verbringen, sollen sich Maria und Teo eine schöne Zeit dort machen, doch die beiden Mädchen, die sich nicht leiden können, haben bereits früh miteinander ausgemacht, sich nur abends, wenn sie bei ihren Eltern sind, zusammen zu zeigen und tagsüber alleine durch die Stadt zu ziehen.
Doch es kommt alles anders. Als Teo mit ihren Eltern eine Buchhandlung betritt, fällt ihr ein Buch auf dem Kopf, das sie mitnimmt und sogar ihren Namen kennt. Kurz darauf muss Teo ins Krankenhaus, wo bereits viele kranke Kinder sind, doch auch dort wird sie nicht lange bleiben können.
Als sie schließlich als Geist zwischen-den-Welten herumläuft und nur noch Kinder sie sehen können, trifft sie auf den Jungen Renzo und auf die Meerjungfrauen, die sie endlich über ihre Herkunft aufklären können und ihr erzählen, dass nur sie Venedig vor dem Verräter Bajamonto Tiepolo retten kann…

Wenn man das wunderschöne, freundliche Cover und dazu den Inhalt liest, erwartet man hier eigentlich einen schönen, spannenden Jugendroman. Venedig als Setting ist eine tolle Idee und Meerjungfrauen sind in Fantasyromanen auch eher eine Seltenheit. Doch leider hält weder Inhalt noch Cover, was es verspricht.
Das Buch müsste eigentlich etwa ab 12 Jahren sein, doch verständlicherweise hat sich der Verlag wohl dagegen entschieden, sodass es offiziell keine Altersangabe dazu gibt. Nur leider sollte dem Leser irgendwie klar werden, dass diese Geschichte nicht so schön ist, wie sie klingt, sondern vorallem ziemlich düster und Worte wie “Schlächter” und “aufschlitzen” viel und gerne gebraucht werden.
Der Titel “Melodie der Meerjungfrauen” klingt zwar schön und teilweise passend, doch im Nachhinein hätte ich mir gewünscht, wenn es dann auch mehr um die Meerjungfrauen gegangen wäre, doch im Mittelpunkt stehen eindeutig Teo, Maria und Renzo.
Zuerst einmal zu den Charakteren. Maria und Teo sind genau gegensätzlich dargestellt. Beide etwa 11 Jahre alt, doch Teo ist schon immer eine Außenseiterin gewesen, weil sie gerne Bücher liest. Maria ist in der “In-Clique” weil alle Jungs sich nach ihr umdrehen, mit ihr flirten und sie sich lieber um Mode und Kosmetik kümmert, als um Schule. Beide haben Probleme mit ihrer Familie. Während Teo bei Adoptiveltern aufwächst und ihre richtige Herkunft nicht kennt, nehmen Marias Eltern sie nicht wirklich wahr – da kann sie noch so aufgetakelt herumlaufen wie sie will. Und da ist eigentlich schon mein erster Kritikpunkt. Es ist zwar “nur” ein Jugendbuch, aber dennoch ist mir die Charakterisierung der Kinder einfach zu einseitig. Nur weil man liest und nicht die neueste Mode trägt, ist man automatisch ein Außenseiter. Außerdem empfinde ich es als ein wenig übertrieben, dass man sich in dem Alter schon in diesem Maße für Kosmetik, Jungs, etc. interessiert. Sicherlich ein wenig, aber das der ganze Lebensinhalt darauf ausgerichtet ist? Nein, das ist mir zu unglaubwürdig.
Renzo ist ein richtiger Venezianer – wie er immer wieder und überaus stolz erwähnt und man als Leser den Gedanken bekommt, dass anscheinend Menschen anderer Herkunft nicht so viel wert wie Venezianer sind und Venezianer sowieso die besseren Menschen. Vorallem diese ewiglichen Vergleiche zwischen Napoletana und Venezianer hat mich sehr gestört.
Die meistgenannten Worte in diesem Buch sind sicherlich “Schlächter” und “aufschlitzen”. Wer sich nicht mit der venezianischen Geschichte auskennt, bekommt ihr gleich zwei gruselige Gestalten aufgetischt, die die Geschichte düsterer machen, als man denkt.
Ich bin was Gewalt, Blut, etc. angeht, sehr abgehärtet, doch hier hat mich die ständige Erwähnungen von “Kehle durchschneiden”, den “kinderfressenden Schlächter”, etc. mehr als gestört und es war einfach nicht mehr schön. Es werden zwar keine Kinder so brutal umgebracht, die meisten sterben dann wohl eher an der Beulenpest, aber dennoch klang das die ganze Zeit über abschreckend und andere, gemäßigtere Worte, hätten da sicherlich auch ausgereicht.
Das Ende war dann auch nicht sehr zufriedenstellend. Eine Schlacht, in der allerhand Gestalten auftauchen über geflügelte Steinlöwen zu Vampiraalen und dann einem zu positiven Ende, das ich schon recht unglaubwürdig empfinde. Auch sehr schade, dass nicht alle Fragen beantwortet wurden.
Der Schreibstil ist recht einfach und er hat mich ab und zu an ein Kinderbuch erinnert. Dennoch sind manche Formulierungen oder Vergleiche ein wenig seltsam, allerdings ist da dann die Frage, ob das eventuell an der Übersetzung liegt.

Doch die Geschichte war nicht nur schlecht, es gibt auch ein paar Sachen, die ich sehr mochte. Zum einen erstmal das Setting, Venedig. Ich war bisher leider noch nie in dieser Stadt, doch je mehr ich davon lese, umso lieber möchte ich da mal hinreisen und es scheint sich wirklich zu lohnen. Da Teo noch nie in dieser Stadt war, erlebt sie diese auch eher wie ein Tourist, was mir gut gefallen hatte.
Auch ist die Gestaltung innen sehr toll. Neben einem blauen Lesebändchen, gibt es eine Karte über Venedig und im Anhang wird erklärt, welche Sehenwürdigkeiten, die im Buch vorkommen, es noch heute zu sehen gibt und auch über die Geschichte Venedigs wird ein wenig berichtet, bzw. etwas sachlicher erklärt als es im Buch dargestellt wird.

Nichtsdestotrotz hat mich “Melodie der Meerjungfrauen” enttäuscht. Der Inhalt klingt spannend, doch die Umsetzung ist leider misslungen. Und vorallem finde ich es schade, dass Cover und die Geschichte wenig zusammenpassen und daher leider andere Erwarungen gestellt werden…

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