Infos:
Titel der Originalausgabe: Reaper Man
Band innerhalb der Reihe: Scheibenweltroman
Genre: Fantasy
Übersetzung: Alles Sense
Verlag: Goldmann
ISBN: 978-3-442-42130-5
Seiten: 286
Preis: 8,-
Wie bin ich auf das Buch aufmerksam geworden?
Ich mag die TOD-Bücher von Pratchett seeehr gerne!
Kurzbeschreibung:
Das hätte einfach nicht passieren dürfen: Tod, dem Sensenmann der Scheibenwelt, ein Stundenglas in die Hand zu drücken und ihn ungefragt in den Ruhestand zu schicken, ist wirklich ein starkes Stück. Der Schnitter jedenfalls ist tödlich beleidigt und macht sich vom Totenacker. Bleibt den Verschiedenen vorerst nichts anderes übrig, als der Untoten-Selbsthilfegruppe beizutreten – Himmel oder Hölle, das Leben ist ein Jammertal, wenn nicht einmal mehr ordentlich gestorben werden kann …
Meine Rezension:
Von einem Tag auf den anderen geschieht das Unfassbare: TOD wird einfach entlassen und in den Ruhestand geschickt. Plötzlich steht in seinem Regal eine weitere Lebensuhr, klein und in gold und sehr unscheinbar. Doch für TOD heißt das, seine Tage sind gezählt und so macht er sich mit seinem Pferd Binky auf in die Welt der Menschen. Auf einer Farm angekommen, gibt er sich als „Bill Tür“ aus und lernt so das Leben der Menschen weiter kennen.
Doch da es nun erstmal keinen Tod mehr gibt, kommt noch ein neues Problem hinzu, denn ohne Tod kann auch kein Mensch mehr sterben und plötzlich gibt es in der Welt zu viel Lebensenergie, das für ein ganz schönes Durcheinander sorgt.
In einem anderen Handlungsstrang lernt der Leser den Zauberer Windle Poons kennen. Dieser weiß, dass er in den nächsten Stunden sterben muss und er freut sich schon darauf, schließlich hat er lange genug gelebt und vielleicht wird er ja wiedergeboren. Doch leider kommt er aus dem Jenseits wieder zurück, da dort niemand, und vorallem kein TOD ist, der auf ihn wartet. Überrascht versucht er mit den anderen Zauberern herauszufinden, was in der Scheibenwelt plötzlich vor sich geht.
„Alles Sense“ ist bereits mein dritter Besuch in der Scheibenwelt und vorallem wieder bei TOD. Ich mag Pratchetts Bücher sehr. Kaum eine Seite gelesen, schon fange ich an zu lachen und höre erst wieder auf, wenn die Bücher ausgelesen sind. So ähnlich erging es mir auch mit „Alles Sense“. TOD ist bisher eindeutig mein liebster Charakter auf der Scheibenwelt und das hat Pratchett mit diesem Buch wieder bewiesen. Ich liebe seine Art zu denken, reden, etc. einfach nur herrlich und amüsant! Hätte das Buch nur von ihm gehandelt, wäre es sicherlich ein Highlight gewesen und ich hätte es im nu verschlungen gehabt. Allerdings haben mir da die Zauberer einen kleinen Strich durch die Rechnung gemacht.
Der Zauberer Windle Poons war mir von Anfang an sympathisch und ich fand ihn sehr amüsant, wie er doch eigentlich sterben wollte, bzw. schon lange darauf vorbereitet war und er es dann einfach nicht konnte. Wunderbar auch die Selbsthilfegruppen, und die anderen Ideen von Pratchett. Allerdings konnte ich mit den anderen Zauberern nicht viel anfangen, auch wenn die ein oder andere Person dabei war, auf die ich mich schon freue. Aber insgesamt, waren mir diese Szenen einfach zu langatmig und nicht mehr wirklich lustig. Ebenso wie diese Sache mit den Einkaufswagen, was ich mehr als albern fand und ehrlich gesagt auch etwas überlesen hatte.
Für mich persönlich ist „Alles Sense“ nicht der beste Scheibenweltroman, aber dennoch sehr unterhaltsam und, wie immer bei Pratchett, gibt es hier wieder viel zu lachen.
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