Infos:
Titel der Originalausgabe: Lyra
Band innerhalb der Reihe: Brüder Darcy Band 2
Genre: Fantasy
Übersetzung: -
Verlag: Heyne
ISBN: 978-3-453-52623-5
Seiten: 430
Preis: 14,00
Wie bin ich auf das Buch aufmerksam geworden?
Da Christoph Marzi zu meinen Lieblingsautoren zählt, wandert jedes Buch von ihm in meine Regale
Kurzbeschreibung des Verlags:
“Nichts läuft mehr richtig im Leben von Danny Darcy, Sänger der Folkband »Dylan’s Dogs«. Soozie, seine geliebte Frau, will sich scheiden lassen, und seine Lieder sind chronisch erfolglos. Doch anders als bei vielen verlassenen Männern ist es bei ihm ein Familienfluch. Um ihn aufzuheben, reist Darcy in die Sümpfe Louisianas – und findet eine Welt, in der Wespenkinder, lesende Baumwollspinnen und Sirenen über Leben und Tod entscheiden …
Meine Rezension:
In Danny Darcys Leben geht es drunter und drüber. Er ist Sänger einer Band, die leider seit längeren keinen Erfolg mehr hat und dann trennt sich plötzlich noch seine Frau Sunny von ihm. Er weiß nicht, was passiert ist, dass Sunny so einen Entschluss fast. Doch schnell kommt heraus, dass Sunny ihn mit einer anderen Frau gesehen hat und denkt, dass er sie betrogen hat. Danny kann das nicht glauben, denn für ihn gibt es seit Jahren nur eine einzige Frau: Sunny. Schnell wird ihm klar, dass seine Mutter dahinter stecken muss und er setzt alles daran, die Lüge, die sie in Sunny „gepflanzt“ hat, verschwinden zu lassen und somit ihre Ehe zu retten, denn schließlich ist Sunny auch schwanger. Doch das scheint schwieriger zu sein, als Danny denkt…
„Lyra“ ist die lose Fortsetzung von „Fabula“, in dem man Dannys Bruder Colin kennen gelernt hat. Da ich „Fabula“ erst vor wenigen Monaten sehr begeistert gelesen hatte, bin ich mit großen Erwartungen an „Lyra“ gegangen – und wurde doch ziemlich enttäuscht.
Die Handlung klingt eigentlich viel versprechend, doch leider plätschert die erste Hälfte des Buches nur so vor sich hin, ohne das wirklich etwas passiert. Ich musste mich zwar nicht zwingen, das Buch in die Hand zu nehmen, aber richtig gefesselt war ich nicht. In Rückblicken wird über Dannys Vergangenheit, aber auch über seine Beziehung/Ehe mit Sunny erzählt, während er in der Gegenwart überlegt, wie er seine Ehe retten kann, eigentlich genug Stoff um eine spannende Geschichte zu erzählen, aber leider ist der Funke gar nicht übergesprungen.
Auf den ersten 200 Seiten findet man eigentlich kaum fantastische Elemente, was ich doch ein wenig schade finde, da ich von Marzis bisherigen Büchern kenne und weiß, dass er viele gute und spannende Ideen hat, doch in „Lyra“ präsentiert er diese dann erst auf den letzten 200 Seiten. Plötzlich tauchen allerhand Wesen und Mythen auf, die allerdings nur kurz angerissen werden und somit ziemlich flach bleiben. Dennoch fand ich die zweite Hälfte des Buches deutlich besser, auch wenn es zwischendurch ziemlich durcheinander ging. Viele Geheimnisse, die am Anfang aufgetaucht sind, wurden am Ende beantwortet, sodass ich die letzten Seiten fast an einem Stück gelesen habe um die gesamte Auflösung zu erfahren.
Auch mit den Charakteren konnte ich mich nur schwer anfreunden. Danny kam mir anfangs viel zu passiv und eher „gleichgültig“ vor, Danny ist der Sänger einer Band, die momentan nicht so erfolgreich ist. Von daher war es auch klar, dass Musik eine wichtige Rolle in dem Buch spielen wird. Viele Musiker werden erwähnt, Songtexte zitiert und in die Handlung eingebaut, was mir eigentlich auch gut gefallen hat, nur leider hatte ich im Laufe des Buches das Gefühl, dass es nur noch um die Musik geht, anstatt um die Geschichte von Danny und Sunny. Hier wäre weniger wirklich mehr gewesen.
Was ich an den Büchern von Christoph Marzi immer sehr toll fand, ist diese magische, geheimnisvolle Atmosphäre, von der man hier aber nur wenig bemerkt.
Leider konnte mich „Lyra“ nicht so begeistern, wie es die vorigen Bücher von Christoph Marzi konnten, aber ich hoffe, dass das sein einziger „Ausrutscher“ bleibt.
Possibly Related Posts:
- Eva Baronsky – Herr Mozart wacht auf
- Regina Dürig – Katertag. Oder was sagt der Knopf bei Nacht?
- Sarah Beth Durst – Ice
- Kai Meyer – Die Geisterseher & Die Winterprinzessin (Hörspiele)
- REREAD: Catherynne M. Valente – The Girl Who Circumnavigated Fairyland in a Ship of Her Own Making






