Infos:
Titel der Originalausgabe: If I stay
Band innerhalb der Reihe: -
Genre: Jugendbuch
Übersetzung: Wenn ich bleibe
Verlag: Blanvalet
ISBN: 978-3-7645-0351-2
Seiten: 271
Preis: 16,95
Wie bin ich auf das Buch aufmerksam geworden?
Nina und Irina waren so begeistert von dem Buch, dass ich es unbedingt auch lesen wollte
Kurzbeschreibung des Verlags:
Mia muss sich entscheiden: Soll sie bei ihrem Freund Adam und ihrer Familie bleiben – oder ihrer großen Liebe zur Musik folgen und mit ihrem Cello nach New York gehen? Was, wenn sie Adam dadurch verliert?
Und dann ist von einer Sekunde auf die andere nichts mehr, wie es war: Auf eisglatter Fahrbahn rast ein Lkw in das Auto, in dem Mia sitzt. Mit ihrer Familie. Sie verliert alles und steht vor der einzigen Entscheidung des Lebens: Bleiben oder gehen?
„Wenn ich bleibe” ist ein außergewöhnliches, ein berührendes Buch über die Liebe, über Freunde, Familie und das Leben. Es gibt wenige Bücher, die man nie vergisst. Dieses ist eines! Unsentimental, bewegend, tröstlich und wunderbar weise.
Meine Rezension:
Die 17jährige Mia hat eigentlich ein schönes Leben. Sie macht gerade das letzte Jahr in der High School, wohnt zusammen mit ihren Eltern und ihrem kleinen Bruder und hat einen angehenden Rockstar als Freund. Langsam muss sie sich nur noch entscheiden, was Mia eigentlich will: Ihrer Leidenschaft zur Musik folgen und nach New York ziehen um auf das Juilliard zu gehen oder doch lieber in Oregon bleiben, bei ihrer Familie und ihrer großen Liebe Adam. Doch ein großes Unglück lässt diese Entscheidung in den Hintergrund treten, denn durch einen Autounfall verliert Mia ihre gesamte Familie. Während ihre Eltern sofort tot sind und auch Teddy, ihr kleiner Bruder nicht viel länger durchhält, wird Mia in das nächste große Krankenhaus gebracht, wo die Ärzte um ihr Leben kämpfen. Doch währenddessen passiert etwas seltsames mit Mia: Sie steht plötzlich wie ein Geist neben sich und sieht, wie die Ärzte versuchen, sie am Leben zu halten, wie Verwandte und Freunde vorbeikommen, um sie noch einmal zu sehen. Und während sich Mia nun entscheiden muss, ob sie bei ihren Verwandten bleiben oder doch ihrer Familie folgen will, geht sie noch mal ihr gesamtes Leben durch.
Auf „Wenn ich bleibe“ von Gayle Forman bin ich durch ein paar positive Meinungen aufmerksam geworden. Neugierig habe ich mich an das Buch gewagt und wurde vom Inhalt sehr überrascht. Ich habe zwar mit einer tränenreichen Geschichte gerechnet, aber dennoch hat es meine Erwartungen bei weitem übertroffen.
Anfangs lernt der Leser Mias Familie kennen. Ihre Eltern lieben Rockmusik und ihr Vater hatte auch jahrelang in einer Band gespielt. Dagegen kann man verstehen, dass Mia sich ab und zu wie eine „Außenseiterin“ in ihrer Familie fühlt – denn niemand sonst kann ihre Leidenschaft für ihr Cello verstehen. Mia ist insgesamt ein toller und liebenswerter Charakter und auch wenn ich ihre Liebe zur Musik nicht in dieser Art teilen kann, konnte ich sie und ihre Handlungen immer gut nachvollziehen und mich in sie hineinversetzen.
Nach wenigen Seiten passiert auch bereits der tödliche Unfall und die Atmosphäre des Buches ändert sich merklich. Während die Familie auf den Seiten vorher noch am Rumalbern war und lediglich einen schönen Tag zusammen verbringen wollte, wird es nun ernster und Mia ist mit einer Situation konfrontiert, die man niemanden wünscht und einen selbst sehr mitnimmt.
Von da an wechselt die Geschichte zwischen Gegenwart, dem Krankenhaus und die Besuche von Verwandten und Freunden und der Vergangenheit, ihre Liebe zur Musik und Cello, Familie, ihre erste große Liebe Adam und ihre beste Freundin. Es werden viele kurze Ereignisse erzählt, die einem abwechselnd zum Lachen oder Weinen bringen und über allem schwebt immer wieder die aktuelle Entscheidung, die Mia machen muss. Und auch wenn man denkt zu wissen, wie sich Mia entscheiden wird, wird diese Vermutung immer wieder umgeworfen.
„Wenn ich bleibe“ ist zwar kein dickes Buch und für die knapp 300 Seiten braucht man eigentlich nicht allzu lange, doch habe ich hierfür recht lange gebraucht. Aufgrund dieses sehr emotionalen Themas konnte ich nicht stundenlang am Stück lesen, sondern nur etappenweise um danach das Gelesene erstmal sickern zu lassen und natürlich ein paar Tränchen zu vergießen.
Die Zeitspanne, in der sich Mia entscheiden muss und ein „Geist“ ist, umfasst einen Tag, was auch an den Kapiteln verdeutlicht wird.
Die Geschehnisse im Krankenhaus wird in der Gegenwart erzählt. Anfangs war es zwar etwas gewöhnungsbedürftig ein Buch im Präsens zu lesen, doch nach wenigen Seiten ist man so in der Geschichte versunken, dass es einem nicht mehr auffällt, vor allem wenn Mia damit anfängt von ihrer Vergangenheit zu erzählen.
Ohne jemals kitschig zu werden ist es der Autorin gelungen eine sehr emotionale und glaubwürdige Geschichte zu schreiben, die sicherlich niemanden kalt lässt.
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