Infos:
Titel der Originalausgabe: The Book of Tomorrow
Band innerhalb der Reihe: -
Genre: Liebesroman
Übersetzung: Ich schreib dir morgen wieder
Verlag: Argon
ISBN: 978-3-8398-1033-0
Minuten: 322
Preis: 19,95
Wie bin ich auf das Buch aufmerksam geworden?
Die böse Neugier war schuld
Kurzbeschreibung des Verlags:
Tamara hat immer nur im Hier und Jetzt gelebt – und nie einen Gedanken an morgen verschwendet. Bis sie ein Tagebuch findet, in dem ihre Zukunft schon aufgezeichnet ist …
Nach dem Selbstmord ihres Vaters muss die junge Tamara aus ihrem Dubliner Glamour-Leben zu einfachen Verwandten aufs Land ziehen. Ihre Mutter ist vor Trauer über den Tod ihres Mannes kaum ansprechbar, und fernab ihrer Freunde fühlt sich Tamara völlig alleingelassen. Das einzig Interessante an dem abgelegenen Ort, an dem sie jetzt leben muss, scheint die ausgebrannte Ruine des alten Kilsaney-Schlosses. Doch dann entdeckt Tamara ein geheimnisvolles Buch: ein Tagebuch, in dem ihr eigenes Leben aufgeschrieben ist – und zwar immer schon der nächste Tag! Es führt Tamara zu den verborgenen Geheimnissen ihrer Familie und hilft ihr, den Weg zu Liebe und Zukunft zu finden.
Meine Rezension:
Tamara ist ein 16 Jahre altes Mädchen, die bisher eigentlich ein tolles Leben hatte. Sie wohnte zusammen mit ihren Eltern in einem großen Haus, unternahm viel mit ihren Freundinnen und hatte viel Spaß ohne irgendwelche Sorgen zu haben. Sie dachte wenig an ihre Zukunft, sondern genoß den Augenblick beim Shoppen, auf Partys, etc. Bis zu dem Tag, an dem ihr Vater Selbstmord begeht. Dieses Ereignis ändert alles in dem Leben von Tamara und ihrer Mutter. Das große Vermögen ist weg und so müssen Tamara und ihre Mutter das Haus verkaufen und zu ihrer Tante und Onkel in ein kleines Örtchen, wo kaum was los ist, ziehen und leben.
Während Tamara versucht mit dem Verlust ihres Vaters fertig zu werden, zieht sich ihre Mutter in sich zurück und lässt kaum noch jemanden an sich heran, selbst Tamara weiß nicht, wie sie ihr helfen kann.
Eines Tages entdeckt Tamara ein Tagebuch, als sie mal wieder eine kleine Erkundungstour macht. Doch das Merkwürdige an diesem Tagebuch ist eindeutig, dass sie nicht aufschreiben kann, was passiert, sondern in dem Tagebuch bereits steht, was ihr am nächsten Tag passieren wird…
Wenn ich das (Hör)Buch mit einem Wort beschreiben müsste, wäre das wohl einfach “nett”. Ja, die Geschichte ist nett, mehr aber auch leider nicht und konnte damit auch nicht meine Erwartungen erfüllen, wobei ich mir allerdings nicht viel erhofft hatte. Aufgrund des Inhalts und des Klappentextes habe ich von Anfang an auf dieses Tagebuch gewartet – doch es kam nicht. Stattdessen plätschert die Handlung so vor sich hin, ohne wirklich spannend zu sein. Bis der Hörer (Leser) im letzten Drittel dann bekommt, was er möchte. Auch wenn mir persönlich das dann doch etwas zu spät war und ich das Hörbuch fast abgebrochen hätte – wenn es nicht so toll vorgelesen worden wäre.
Die Personen in diesem Buch empfand ich alle als ziemlich oberflächlich, bis auf die Hauptperson Tamara. Was ich sehr schade finde, denn Potential gibt es hier genug und es gibt mehr als einen Charakter, über den ich gerne etwas mehr erfahren hätte.
Aber auch mit Tamara habe ich mich anfangs sehr schwer getan. Denn sie ist ein Mensch, mit dem ich im richtigen Leben nicht befreundet sein könnte oder gar etwas mit ihr zu tun haben könnte. Ein oberflächliches junges Mädchen, dem es hauptsächlich um Spaß, etc. geht. Allerdings ist dieses klischeehafte Verhalten auch nötig für ihre Entwicklung, die sie im Laufe des (Hör)Buches durchmacht. Aus dem Partygirl von einst wird eine junge Frau, die entdeckt, dass es noch mehr Dinge im Leben gibt, die wichtig sind außer Geld und Partys. Dies wird auch in einem Treffen mit ihren ehemaligen Freundinnen deutlich, mit denen sie sich später nicht mehr identifizieren kann.
“Ich schreib dir morgen wieder” ist das zweite Buch von Cecelia Ahern, das ich gelesen habe, bzw. dieses hier habe ich als Hörbuch gehört. Es hat mir zwar besser gefallen als “P.S. Ich liebe dich“, was ich persönlich ganz furchtbar fand, aber dennoch hat mich auch das hier nicht vom Hocker gerissen. Die Idee, die hinter diesem Roman steckt, finde ich wirklich interessant und daraus hätte man eigentlich eine richtig tolle Geschichte machen können – was hier allerdings leider nicht geschehen ist. Schade. Aber wenigstens weiß ich jetzt, dass Frau Ahern und ich einfach nicht zusammenpassen und ich werde keinen dritten Versuch mehr mit ihr starten.
Das Hörbuch wird von Josefine Preuß gesprochen, was mir außerordentlich gut gefallen hat. Sie gibt Tamara eine frische, jugendliche Stimme, die zu ihr passt und weswegen ich auch dem Hörbuch sehr gerne gelauscht habe – trotz der für mich fehlenden Spannung.
Insgesamt finde ich, kann man das Buch lesen, bzw. das Hörbuch zu “Ich schreib dir morgen wieder” hören, doch man sollte eventuell nicht zu viel erwarten. Allerdings verpasst man auch nichts, wenn man sich dieses Buch von Ahern einfach ganz spart.
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