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REZENSION: Franca Düwel – Julie und Schneewittchen. Schlimmer geht’s immer

Seiten: 276
ISBN: 340106407X

Julie hat von ihrer Oma zur Geburt ihrer kleinen Schwester ein Tagebuch bekommen und daher beschließt sie, dieses auch zu benutzen. Denn in dem jungen Leben der 12-jährigen Julie geht es drunter und drüber. Da wäre ihre beste Freundin Hanna, die die Schönste und Beliebteste der Klasse ist und Julie einen Liebesbrief für ihren Nachbarn Ben gibt, da sich Hanna in ihn verguckt hat. Dann die seltsame Scharina, die von allen Schneewittchen genannt und geärgert wird, besonders von Hanna, die Scharina schon länger kennt als die anderen. Und ausgerechnet Julie findet heraus, was es mit Scharina auf sich hat, auch wenn sie damit ihre Freundschaft zu Hanna riskiert…

Julies Leben besteht aus Höhe- und Tiefpunkten, die sie jeden Tag immer gleich als erstes aufschreibt. Ihr Vater ist ständig am arbeiten oder kümmert sich um den Familienzuwachs, Otilie. Da gibt es zwar noch ihre Mutter, allerdings ist sie nach der Geburt der Kleinen, doch sehr depressiv und man kann nicht allzuviel mit ihr anfangen. Julie fühlt sich daher schon recht einsam und so macht sie die Bekanntschaft mit Sharon, die bei einer Sexhotline arbeitet.
Ihren Nachbarn Ben, 15 Jahre, findet sie ganz süß, doch ist ihre beste Freundin hinter ihm her und Julie soll ihr helfen – auch wenn sie das eigentlich nicht möchte.
Scharina oder auch Schneewittchen hat da ganz andere Sorgen, die Julie herausfindet, nachdem sie ihr die Hausaufgaben vorbeibringen musste…

Der Titel des Buches ist demnach volles Programm.
Es dreht sich vorallem um die Personenkonstellation Julie – Schneewittchen (Scharina) und dann, wenn Julie denkt, es kann gar nicht mehr schlimmer werden, setzt das Leben eines obendrauf. Auch wenn das manchmal doch ein wenig unrealistisch wirkte.

Das Buch ist in Tagebuchform aus der Sichtweise von Julie geschrieben. Jedoch muss ich gestehen, dass mir Julie mit ihren 12 Jahren doch etwas jung vorkam. Vielleicht liegt es daran, dass ich mich mit 12 Jahren noch nicht für Jungs und dem ganzen interessiert habe und mir das daher doch alles sehr fremd erschien. Aber dennoch habe ich bei Julie, Scharina, etc. immer jemanden vor mir gesehen, der mind. 13, wenn nicht sogar schon 14 Jahre alt ist. Vorallem auch das Interesse von 15 Jährigen an 12jährige Mädchen hat mich doch sehr irritiert. Aber vielleicht sehen das Mädchen, die im selben Alter wie Julie sind anders und “meine” Generation ist einfach am Aussterben.
Dennoch finde ich es irgendwie seltsam und vorallem auch traurig, dass wenn man 12 Jahre alt ist und noch nichtmal seine Tage hat, es sich alles nur noch darum dreht, wen man geküsst hat, zusammen ist, etc.
Aber auch Ben kam mir an manchen Stellen doch etwas zu verträumt, zu romantisch vor, als dass ich es denke, dass es solche Jungs heutzutage gibt, vorallem in dem Alter.

Das Buch ist ein Jugendbuch und daher auch leicht zu lesen.
Sehr süß fand ich es, wie Julie ab und zu versucht, Fremwörter mit in die Geschichte einzubauen und diese dann als Fußnote nochmal erklärt, da kann es u.a. auch mal zu einem “Opportourist” kommen.

Julie ist eine tolle Protagonistin, von denen viele Leser sicherlich noch etwas lernen können! Sie versucht in jeder Situation etwas Gutes zu sehen oder aber sie zu verbessern, sodass nach einiger Zeit aus den “Tiefpunkten” “Herausforderungen” werden und sie trotz Niederschlägen dennoch versucht, anderen zu helfen. Ein junges, mutiges Mädchen, von denen es in unserer Welt auf alle Fälle mehr geben sollte!

Die Aufmachung des Buches ist wirklich wunderbar! Das Cover ist in auffallenden Farben gestaltet und die Muster erinnern an Selbstgemaltes.
Aber auch im Buch geht es toll weiter und es sieht wirklich wie ein Tagebuch aus. Da werden mal Sätze oder Wörter mit Umrahmungen, anderer Schriftart, etc. besonders hervorgehoben oder es gibt viele “Kritzeleien” am Rand der Seiten.

“Julie und Schneewittchen” ist ein relativ dünnes Buch über Freundschaft, Courage, Ehrgeiz und vorallem darüber, nicht aufzugeben, egal wie die momentane Situation ist.

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Ich lese gerade…

Julie und Schneewittchen. Schlimmer geht’s immer von Franca Düwel.

Ich arbeite gerade meine Rezensionsexemplare von der Buchcouch ab und da Im Königreich der Kälte schon fast zu Ende ist und es sich nicht mehr für einen Tag lohnt, ist dies also mein neues Unterwegs-Zug-Buch.
Ich freu mich ja schon sehr drauf *lach*

Höhepunkte!

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Unschuldig!!

Ganz eigentlich bin ich an diesem SUB-Aufbau total unschuldig…denn genau genommen, habe ich nur ein einziges Buch hiervon selbst gekauft! Ha, da staunt ihr was *gg*

Gail Carriger – Soulless Jaa, da bin ich einfach schwach geworden…klingt einfach zu interessant…*schäm*

Alexia Tarabotti is laboring under a great many social tribulations. First, she has no soul. Second, she’s a spinster whose father is both Italian and dead. Third, she was rudely attacked by a vampire, breaking all standards of social etiquette.
Where to go from there? From bad to worse apparently, for Alexia accidentally kills the vampire — and then the appalling Lord Maccon (loud, messy, gorgeous, and werewolf) is sent by Queen Victoria to investigate.
With unexpected vampires appearing and expected vampires disappearing, everyone seems to believe Alexia responsible. Can she figure out what is actually happening to London’s high society? Will her soulless ability to negate supernatural powers prove useful or just plain embarrassing? Finally, who is the real enemy, and do they have treacle tart?
SOULLESS is a comedy of manners set in Victorian London: full of werewolves, vampires, dirigibles, and tea-drinking.

Benrd Perplies – Tarean 2. Erbe der Kristalldrachen Das ist mein gewonnenes Freiexemplar für die Autoren-LR auf leserunden.de, die öhm, heute startet…

Tarean weilt als Gast der Vogelmenschen in den Wolkenbergen, als er einen Hilferuf erhält, der ihn gemeinsam mit dem Irrlicht Moosbeere und Prinz Iegi zurück zu den Ruinen von At Arthanoc bringt. Dort finden die Gefährten in einer von Magie verborgenen Höhle einen eingekerkerten Kristalldrachen. Um ihn und seinesgleichen zu befreien, muss Tarean in die fernen Glutlande aufbrechen, wo sich der Eingang zu den sagenhaften Dunkelreichen befinden soll. In dieses Reich haben der Herr der Tiefe und sein Schüler, der Hexenmeister Calvas, vor hundert Jahren die Kristalldrachen verbannt. Tarean steht eine weitere Reise voller Gefahren bevor … Der zweite Band der Tarean-Trilogie.

Und dann habe ich mir ein franz. Buch von meiner Lehrerin ausgeliehen…
Irène Némirovsky – Le Bal dt. Der Ball

Paris 1926. Das Ehepaar Kampf plant einen großen Ball, der ihren Aufstieg in die feine Pariser Gesellschaft besiegeln soll. Seit die Familie unerwartet zu Reichtum gekommen ist, will Madame ihr Leben endlich in vollen Zügen genießen. Ihre halbwüchsige Tochter, die lebenshungrige 14-jährige Antoinette, ist ihr dabei nur im Weg. Sie darf an dem großen Fest nicht teilnehmen. Antoinette grollt ihren Eltern, bis sich plötzlich die Gelegenheit zur subtilen Rache auftut …

Und dann hat mir Melli noch 2 Reziexemplare für die Buchcouch geschickt:

Franca Düwel – Julie und Schneewittchen. Schlimmer gehts immer

Julies Leben besteht aus Höhepunkten. Und Tiefpunkten. Mehr Tiefpunkten, wenn sie ehrlich sein soll. Die beinhalten ein uraltes Ponynachthemd (zur unpassenden Zeit getragen), einen süßen Jungen (der ungerne in Kellern eingesperrt ist) und eine Person, die dringend Hilfe braucht, sich aber nicht helfen lassen will!! Als einzige Ratgeberin muss Sharon von der Sexhotline aus dem Nachtprogramm herhalten. Und Julies Tagebuch. Noch Fragen? Dann Julie lesen!

Meir Shalev – Der Junge und die Taube

Die Geschichte eines Jungen, der mitten im Krieg auf ungewöhnliche Weise gezeugt wurde, der seinen Vater nie kennenlernte und später alles über Vogelkunde und Taubenzucht wissen wollte.

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