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REZENSION: Terry Pratchett – Alles Sense

Infos:
Titel der Originalausgabe: Reaper Man
Band innerhalb der Reihe: Scheibenweltroman
Genre: Fantasy
Übersetzung: Alles Sense
Verlag: Goldmann
ISBN: 978-3-442-42130-5
Seiten: 286
Preis: 8,-

Wie bin ich auf das Buch aufmerksam geworden?

Ich mag die TOD-Bücher von Pratchett seeehr gerne!

Kurzbeschreibung:

Das hätte einfach nicht passieren dürfen: Tod, dem Sensenmann der Scheibenwelt, ein Stundenglas in die Hand zu drücken und ihn ungefragt in den Ruhestand zu schicken, ist wirklich ein starkes Stück. Der Schnitter jedenfalls ist tödlich beleidigt und macht sich vom Totenacker. Bleibt den Verschiedenen vorerst nichts anderes übrig, als der Untoten-Selbsthilfegruppe beizutreten – Himmel oder Hölle, das Leben ist ein Jammertal, wenn nicht einmal mehr ordentlich gestorben werden kann …

Meine Rezension:

Von einem Tag auf den anderen geschieht das Unfassbare: TOD wird einfach entlassen und in den Ruhestand geschickt. Plötzlich steht in seinem Regal eine weitere Lebensuhr, klein und in gold und sehr unscheinbar. Doch für TOD heißt das, seine Tage sind gezählt und so macht er sich mit seinem Pferd Binky auf in die Welt der Menschen. Auf einer Farm angekommen, gibt er sich als „Bill Tür“ aus und lernt so das Leben der Menschen weiter kennen.
Doch da es nun erstmal keinen Tod mehr gibt, kommt noch ein neues Problem hinzu, denn ohne Tod kann auch kein Mensch mehr sterben und plötzlich gibt es in der Welt zu viel Lebensenergie, das für ein ganz schönes Durcheinander sorgt.
In einem anderen Handlungsstrang lernt der Leser den Zauberer Windle Poons kennen. Dieser weiß, dass er in den nächsten Stunden sterben muss und er freut sich schon darauf, schließlich hat er lange genug gelebt und vielleicht wird er ja wiedergeboren. Doch leider kommt er aus dem Jenseits wieder zurück, da dort niemand, und vorallem kein TOD ist, der auf ihn wartet. Überrascht versucht er mit den anderen Zauberern herauszufinden, was in der Scheibenwelt plötzlich vor sich geht.

„Alles Sense“ ist bereits mein dritter Besuch in der Scheibenwelt und vorallem wieder bei TOD. Ich mag Pratchetts Bücher sehr. Kaum eine Seite gelesen, schon fange ich an zu lachen und höre erst wieder auf, wenn die Bücher ausgelesen sind. So ähnlich erging es mir auch mit „Alles Sense“. TOD ist bisher eindeutig mein liebster Charakter auf der Scheibenwelt und das hat Pratchett mit diesem Buch wieder bewiesen. Ich liebe seine Art zu denken, reden, etc. einfach nur herrlich und amüsant! Hätte das Buch nur von ihm gehandelt, wäre es sicherlich ein Highlight gewesen und ich hätte es im nu verschlungen gehabt. Allerdings haben mir da die Zauberer einen kleinen Strich durch die Rechnung gemacht.
Der Zauberer Windle Poons war mir von Anfang an sympathisch und ich fand ihn sehr amüsant, wie er doch eigentlich sterben wollte, bzw. schon lange darauf vorbereitet war und er es dann einfach nicht konnte. Wunderbar auch die Selbsthilfegruppen, und die anderen Ideen von Pratchett. Allerdings konnte ich mit den anderen Zauberern nicht viel anfangen, auch wenn die ein oder andere Person dabei war, auf die ich mich schon freue. Aber insgesamt, waren mir diese Szenen einfach zu langatmig und nicht mehr wirklich lustig. Ebenso wie diese Sache mit den Einkaufswagen, was ich mehr als albern fand und ehrlich gesagt auch etwas überlesen hatte.

Für mich persönlich ist „Alles Sense“ nicht der beste Scheibenweltroman, aber dennoch sehr unterhaltsam und, wie immer bei Pratchett, gibt es hier wieder viel zu lachen.

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REZENSION: Jenny-Mai Nuyen – Rabenmond – Der magische Bund

Infos:
Titel der Originalausgabe: Rabenmond – Der magische Bund
Band innerhalb der Reihe: -
Genre: Jugendfantasy
Übersetzung: -
Verlag: cbt
ISBN: 978-3570160008
Seiten: 512
Preis: HC: 18,95 / TB: 14,95

Wie bin ich auf das Buch aufmerksam geworden?

Ich mag die Romane von Jenny-Mai Nuyen normalerweise sehr gerne…

Kurzbeschreibung:

Wenn der Rabenmond über den Wäldern von Wynter aufsteigt, vollziehen die Herrscher des Reichs ein uraltes Ritual: Sie töten drei Tiere, um sich deren Gestalt und Kräfte anzueignen. Das Geheimnis der Verwandlung verleiht ihnen Unsterblichkeit und grenzenlose Macht.
Als Mion im Wald einen Fuchs erschießt, scheint ihr Schicksal besiegelt. Zu ihrem Entsetzen verwandelt sich das Tier in einen Jungen mit bernsteinfarbenen Augen: Sie hat Lyrian angegriffen, den Sohn der Tyrannen von Wynter. Auf Mions Tat steht der Tod. Doch Lyrian verliebt sich in Mion und rettet sie. Nicht ahnend, dass das Mädchen von fremden Mächten dazu auserkoren ist, die düstere Herrschaft seiner Familie für immer zu beenden …

Meine Rezension:

„Rabenmond – Der magische Bund“ ist bereits der vierte Roman der jungen Autorin Jenny-Mai Nuyen. In diesem Werk erzählt sie die Geschichte von Mion, die zusammen mit ihren zwei Freunden Saffa und Kajan ein verbotenes Spiel spielt, „Ritus“. Dafür müssen sie ein Tier töten und zufälligerweise trifft es einen Fuchs. Doch der Fuchs entpuppt sich als der Thronfolger Lyrian, einen Drache, der u.a. die Gestalt eines Fuchses annehmen kann. Lyrian ist sofort sehr angetan von Mion und um sie zu schützen, erzählt er im Schloss niemanden, dass er angeschossen wurde. Doch dennoch kommt die Geschichte raus, sodass Mion und ihre Freunde von den Sphinxen festgenommen werden. Während nun Lyrian davon ausgeht, dass sie, wie geplant, hingerichtet wurde, fängt Mion ein neues Leben innerhalb der Stadtmauern an, dass sie ihrem Retter, dem geheimnisvollen Jagu zu verdanken hat…

„Rabenmond“ ist das vierte Buch, das ich von Jenny-Mai Nuyen gelesen habe und da mich ihre anderen Bücher sehr begeistert hatten, hatte ich große Erwartungen an „Rabenmond“ – die aber leider sehr enttäuscht wurden.
Der Anfang der Geschichte war noch sehr vielversprechend. Nacheinander werden die beiden Hauptpersonen eingeführt und der Leser bekommt einen Einblick in ihr Leben. Was bei beiden ähnlich ist, ist ihre nicht vorhandene Freiheit. Während Mion außerhalb von Wynter, bei den Ruinen lebt und sich vor den Drachen und Sphinxen fürchten muss, ist Lyrian der Sohn der Königin von Wynter und somit ein sogenannter „Drache“. Die Drachen zeichnen sich bei Nuyen damit aus, dass sie keine Gefühle haben, sondern nur Verstand und damit das Recht zu Regieren. Nur wie man schnell bemerken wird, ist Lyrian anders als seine Familie, denn er freundet sich mit normalen Menschen an, er verliebt sich und rettet sogar das Mädchen, das auf ihn geschossen hatte und wirkt daher eher wie ein Mensch, als ein Drache.
Bei „Rabenmond“ handelt es sich mehr um einen psychologischen Fantasyroman, als um eine Liebesgeschichte, was mir zwar gut gefiel, aber nicht so ganz meinen Erwartungen entsprach. Deutlich und nachvollziehbar beschreibt Nuyen Mions Abhängigkeit zu ihrem Meister Jagu und des „Drogenkonsums“ Ritus, auch wenn ich den Reiz dieses Spiels nicht wirklich verstehen konnte.
Manche Wendungen waren mir, selbst für einen Jugendroman, zu einfach und wirkte auf mich dadurch auch recht konstruiert. Schade fand ich auch, dass manche Handlungen, die erst auf den letzten Seiten aufkommen, nur oberflächlich angekratzt werden, worüber ich aber gerne mehr gelesen hätte.
Während mir das erste Drittel sehr gut gefiel und ich das Buch nicht aus der Hand legen wollte, änderte es sich danach sehr. Die Handlung fing an vor sich hinzuplätschern und mich zu langweilen. Ich war teilweise so genervt, dass ich lieber ein paar Tage gar nicht gelesen hatte, als mir die Geschichte noch weiter anzutun. Wäre es mein erstes Buch von Jenny-Mai Nuyen gewesen, hätte ich es wahrscheinlich abgebrochen, aber da ich wusste, dass ihre Romane normalerweise wirklich gut sind, habe ich dann doch noch weitergelesen – auch wenn es sich für mich nicht mehr recht gelohnt hatte. Aber wenigstens kam auf den letzten Seiten dann doch noch Fahrt auf, sodass es sich dann flotter lesen ließ.
Das Ende ist offen gehalten, sodass sich der Leser selbst Gedanken machen kann, wie es weitergehen könnte, aber ehrlich gesagt, war ich von dem Buch so genervt, dass mir das dann herzlich egal war und ich einfach nur froh war, dass das Buch endlich zu Ende ist.

Was mich zusätzlich störte, waren die Begriffe, mit denen Nuyen ihre Wesen versehen hatte. Sphinxe sind, zumindest für mich, Wesen mit einem Löwenkörper und einem Menschenkopf, aber nicht wie in „Rabenmond“ einfach nur geflügelte Löwen. Aber noch störender fand ich die Drachen. Denn diese Drachen hier sind gar keine Drachen, sondern einfach nur Gestaltwandler. Menschen, die die Gestalt von verschiedenen Tieren annehmen können. Blöderweise ist der Begriff „Drache“ schon so vorbelastet, dass ich bei jedem gelesenen „Drache“ zuerst eine große, schuppige Gestalt vor Augen hatte, um mich dann schnell zu erinnern, dass es hier doch nur ein Mensch ist.
Um die Andersartigkeit der Drachenmenschen gegenüber den normalen Menschen auszudrücken, hätte mir ein anderer Begriff sicher besser gefallen.

Den Schreibstil von Frau Nuyen hingegen fand ich hier wieder sehr schön und teilweise poetisch, auch wenn ich den ein oder anderen Ausdruck ein wenig seltsam fand.

Tja, „Rabenmond“ klang inhaltlich interessant und spannend, aber beim Lesen wurde ich dann eines Besseren belehrt. Ein schöner, spannender Anfang, dem aber leider nach einem Drittel die Luft ausging. Schade.

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REZENSION: Victoria Schlederer – Des Teufels Maskerade

Infos:
Titel der Originalausgabe: Des Teufels Maskerade
Band innerhalb der Reihe: -
Genre: Fantasy
Übersetzung: -
Verlag: Heyne
ISBN: 978-3-453-52655-6
Seiten: 542
Preis: 14,-

Wie bin ich auf das Buch aufmerksam geworden?

Auf der Rückseite standen zwei sehr positive Kurzkommentare von Bernhard Hennen und Christoph Marzi

Kurzbeschreibung:

Prag, in den letzten Jahren der K&K-Monarchie: Hier unterhält Dejan Sirco, Baron und Hauptmann außer Dienst, sein „Bureau für Okkulte Angelegenheiten“. Und das mit gutem Grund, bevölkern doch die unterschiedlichsten und unwahrscheinlichsten Wesen die Goldene Stadt. Unterstützung erhält Dejan von der lebensweisen Dirne Esther, dem ehemaligen Straßenjungen Mirko sowie Lysander Sutcliff, einem Earl, der durch eine Kette unglücklicher magischer Verwicklungen seit Jahrhunderten im Körper eines Otters sein Dasein fristen muss. Der neueste Fall des farbenfrohen Quartetts gestaltet sich diffizil: Es gilt, einen mörderischen Fluch zu ergründen, in dessen Bann ein altes Adelsgeschlecht seit Jahrhunderten steht. Im Zuge der Ermittlungen offenbart sich Dejan, dass weit mehr auf dem Spiel steht, als das Schicksal einer Familie: Denn hinter den Kulissen der bekannten Welt planen Geheimgesellschaften und phantastische Wesen schon lange den Aufstand, der auf die Bühne der Weltpolitik überzuschwappen droht. Der Schlüssel zu alldem liegt ausgerechnet in der Hand des janusköpfigen Felix Trubic, seines Zeichens Geheimagent seiner Kaiserlichen Majestät, der dem „Bureau“ den Auftrag erteilt hatte.

Meine Rezension:

Der Debütroman von Victoria Schlederer spielt im Prag und Wien des Jahres 1909. Dejan Sirco unterhält zusammen mit Sir Lysander, dessen Geist in einer Ottergestalt gefangen ist, der Bordellbesitzerin Esther und dem früheren Straßenjungen Mirko ein Detektivbureau, das sich hauptsächlich um okkulte Fälle kümmert.
Während sich das Team gerade in Bratislava aufhält, um einen Fall aufzuklären, erhält Sirco Nachricht von seinem alten Bekannten Trubic, der ihn um seine Hilfe bittet, einen alten Familienfluch aufzuklären, der auf ihm lastet…

„Des Teufels Maskerade“ ist nicht nur der erste Roman der jungen Autorin Victoria Schlederer, sondern auch das Gewinnerbuch des Heyne-Schreibwettbewerbs „Schreiben Sie einen magischen Bestseller!“. Schon alleine dadurch hatte ich recht hohe Erwartungen an das Buch, eben wie zwei Kurzkommentare von Lieblingsautoren auf der Rückseite des Buches.

Die Charaktere im Buch haben mir eigentlich alle recht gut gefallen. Allerdings bleiben manche davon eher ein wenig blass und austauschbar, ebenso wie mir persönlich ein paar Hintergrundinformationen gefehlt haben.
Das Buch besteht ausschließlich aus den Aufzeichnungen von Dejan Sirco, weswegen er auch eine der wenigen Figuren war, der sehr gut ausgearbeitet wurde. Damit es dadurch nicht zu eintönig wird, wird die Geschichte mithilfe von mehreren Briefen aufgelockert, die allerdings ab und zu Schlüsselszenen beinhalten, die dann in wenigen Sätzen abgehandelt wurden, was mich zwar nicht sehr gestört hatte, aber insgesamt doch ein wenig schade war.

Wer hier einen reinen Fantasyroman erwartet, der wird möglicherweise enttäuscht sein, denn „Des Teufels Maskerade“ ist vielmehr ein phantastischer Roman, der mehrere Elemente aus anderen Genres vereint. Es gibt die ein oder andere fantastische Kreaturen, z.B. wie Lysander und seine Ottergestalt, mystische Aspekte und neben der Detektivgeschichte, auch der geschichtliche Hintergrund letzten Jahre der K & K-Monarchie. Eben diese Mischung hat mir insgesamt sehr zugesagt. Aber trotz allem kommt auch der Humor nicht zu kurz, der vor allem in den Dialogen mit Sir Lysander vorkommen.
Der Großteil des Romans spielt in Prag und daher ist die Atmosphäre auch eher düster und geheimnisvoll, was mir allerdings sehr zusagte. Auch verzichtet die Autorin auf reine Actionszenen, sodass der Roman ruhiger und auch stimmungsvoller wirkt und man richtig in der damaligen Zeit versinken kann.
Was mich von Anfang an sehr begeistern konnte, war der eher antiquierte Schreibstil, der sich äußerst flüssig lesen lies und mir das ein oder andere Lächeln hervorgelockt hatte.

Die Aufmachung des Buches finde ich sehr gelungen und mit dem weißen Cover sticht es sicherlich sehr aus der Masse der Fantasycover heraus. Im Buch gibt es mehrere verschiedene Zeichnungen und Karten, die zwar nicht unbedingt nötig gewesen wären, aber sehr schönes Beiwerk ist, jedoch empfinde ich die Liste mit den benutzten österreichischen Wörtern eher als überflüssig, denn so ungewöhnlich sind Worte wie „Stückerl“, „Wurstzipfel“ und „bisserl“ nun auch nicht. Die Handvoll Wörter, die ich nicht kannte, hätte man besser als kleine Fußnote im Text einbauen können.

Trotz ein paar Schwächen ist „Des Teufels Maskerade“ ein sehr lesenswerter Roman und ich freue mich schon sehr auf den zweiten Roman der Autorin, der bereits für dieses Jahr angekündigt ist.

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REZENSION: Derek Landy – Das Groteskerium kehrt zurück

Infos:
Titel der Originalausgabe: Playing with Fire
Band innerhalb der Reihe: Skulduggery Pleasant Bd. 2
Genre: Jugendbuch
Übersetzung: Das Groteskerium kehrt zurück
Verlag: Loewe
ISBN: 978-3-7855-6001-3
Seiten: 335
Preis: 16,90

Wie bin ich auf das Buch aufmerksam geworden?

Das war ein Geschenk für meinen Freund, der aber unbedingt wollte, dass ich es vor ihm lese…

Kurzbeschreibung des Verlags:

Nein, ein normales Leben führt die 13-jährige Stephanie Edgley nicht. Während ihre Freundinnen sich zu Pyjamapartys treffen, verbringt sie ihre Zeit mit einem lebendigen Skelett. Um die Welt zu retten, versteht sich. Denn Stephanie und Skulduggery Pleasant stehen erneut vor einem knochenharten Fall: Baron Vengeous, einer der gefährlichsten Gegenspieler Skulduggerys, ist aus dem Gefängnis geflohen. Er hat einst ein Wesen geschaffen, das die Macht besitzt, die Gesichtslosen zurückzuholen. Nun will der Baron jenes Wesen erwecken – und somit den Weg für das Böse ebnen …

Meine kurze Rezension:

Baron Vengeous weilt seit vielen Jahrzehnten im Gefägnis, doch erst jetzt gelingt es ihm auszubrechen. Er hat auch bereits einen Plan und zwar will er ein Wesen wecken, dass er vor Jahren erschaffen hatte: Das Groteskerium. Das Groteskrium hat u.a. die Fähigkeit, sich selbst zu heilen, was bei Kämpfen, Duellen sehr von Vorteil ist.
Als Skulddugery Pleasant, seines Zeichen Skelett und Detektiv, und seine Partnerin Walküre Unruh, die im normalen Leben Stephanie heißt und 13 Jahre alt ist, davon erfahren, setzen sie sofort alles daran, dies zu verhindern…
Stephanie, bzw. Walküre Unruh ist immer an Skulduggerys Seite, da ein selbstgeschaffenes Spiegelbild von ihr daheim ist, für sie in die Schule geht und Hausaufgaben macht. Das läuft natürlich alles glatt, sodass Walküre genug Zeit für die Gangsterjagd hat.

Nachdem ich den ersten Band nur ganz nett fand, hatte ich keine allzu hohen Erwartungen an den zweiten Band dieser Reihe, jedoch wurde ich dennoch enttäuscht und deswegen werde ich es auch versuchen, kurz zu machen.
Denn meiner Meinung nach gibt es hier noch weniger Handlung als bereits in Band eins. Es beschränkt sich auf lauter Actionszenen, Kämpfe, Verfolgungsjagden, etc. Das kann toll und spannend sein, aber nicht mehr, wenn das fast die alleinige Handlung eines Buches ist. Für mich hat es auch den Anschein erweckt, als wäre das Drumherum, was eigentlich wichtig für ein Buch ist, hier nur Beiwerk, damit der Autor ja viele Kämpfe, etc. einbauen kann. Doch auf Dauer langweilt es einen sehr, so durch ein Buch oder Reihe gehetzt zu werden.
Dabei könnte man aus der Idee noch viel mehr machen, schon alleine durch das Doppelleben von Stephanie gäbe es genug ‘Konflikte’, die man mit in die Geschichte einbauen könnte.
Überhaupt sind mir die Charaktere noch immer recht fremd und auch egal, kein Mitfiebern oder ähnliches wie ich es mir von tollen Büchern erhoffe.

Während der erste Band in meinen Augen definitiv ein Jugendbuch ist, war ich mir hier nicht mehr ganz so sicher. Die Kämpfe sind sehr detailliert beschrieben, wo sogar ich als erwachsener Leser ab und zu etwas stocken musste, während die Dialoge hingegen hölzern und unbeholfen wirken und es dadurch scheint, als würde es mehr zu Jüngere passen.
Aber auch hier wirkt mir Stephanie für ihre 13 Jahre einfach etwas zu alt. An manchen Stellen könnte sie glatt als 16 oder 17 Jährige durchgehen, vor allem was die brutaleren Szenen angeht. Auch wenn sie nur eine Protagonistin in einem Buch ist, fände ich es schon traurig, wenn sie bereits SO abgehärtet wäre, wie es einem als Leser vorkommt.
Bösewichte und Dämonen gibt es hier zuhauf, wovon die meisten aber auch nur eine kleine Rolle spielen. Wie bereits erwähnt hat es Baron Vengeous auf das Groteskerium abgesehen. Eine Art Frankenstein, dass aus vielen verschiedenen Wesen geschaffen wurde. Allerdings hatte ich mit diesem Wesen so meine Probleme, denn der Name ‘Groteskerium’ klingt für mich wie ein Raum und so musste ich mir oft vor Augen halten, dass es sich bei dem Groteskerium um ein Wesen handelt.

Die Idee um Skulduggery Pleasant finde ich an sich spannend und interessant. Selbst Jugendfantasy wird mittlerweile mit Büchern rund um Zombies, Vampire, und andere dunkle Gestalten überflutet und so sticht ein Skelett natürlich sehr hervor. Doch holt der Autor leider nicht alles aus der Story heraus. Es gibt viel Potential, das aber dennoch nicht genutzt wird.

Wer auf viel Action und Kampfszenen steht, wird an ‘Skulduggery Pleasant’ sicherlich seine Freude haben. Für mich ist es so einfach zu viel und macht keinen Spaß.

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REZENSION: Andrea Schacht – Die Blumen der Zeit

Infos:
Titel der Originalausgabe: Die Blumen der Zeit
Band innerhalb der Reihe: -
Genre: historischer Jugendroman
Übersetzung: -
Verlag: Der Audioverlag
ISBN:978-3-86231-014-2
Minuten: 210
Preis: 14,99 / 9,95 im Flexi-Abo von audible

Wie bin ich auf das Buch aufmerksam geworden?

Ich wollte schon länger etwas von Andrea Schacht lesen/hören

Kurzbeschreibung von audible:

Köln im Mittelalter: Die 14-jährige Mirte hat nach einem Unwetter ihren Vater verloren und findet Unterschlupf bei der weisen Buchbinderin Alena. Die wird von der Bevölkerung gemieden, denn sie hatte das Unglück vorausgesagt. Alena birgt ein Geheimnis: Sie stammt aus der Zukunft. Ihr einziger Wunsch ist es, dorthin zurückzukehren. Zum Glück wird sie von ihrer jungen Freundin Mirte unterstützt.

Meine Rezension:

Die 14jährige Mirte soll einen wichtigen Brief zum Ratsherrn bringen. Da Mirte jedoch bei den Beginen lesen und schreiben gelernt hatte, ist ihre Neugier auf den Inhalt zu groß, sodass sie die Botschaft einfach selbst liest und dadurch erfährt, dass am Abend ein Feuer ausbrechen soll. Doch woher will die Witwe Alena, die Mirte die Botschaft gegeben hat, das wissen?
Zu ihrer Überraschung schlägt noch am selben Tag ein Blitz ein und löst damit ein Feuer aus, ganz so wie Alena es vorausgesagt hatte. Doch auch wenn die Warnung von Alena eigentlich nur gut gemeint und sie dadurch nur schlimmeres verhindern wollte, reagieren die meisten Einwohner danach äußerst befremdlich auf Alena und allmählich werden Stimmen laut, die meinen, Alena sei eine Hexe… Denn was könnte sonst ihr großes Geheimnis sein? Zum Glück stehen Mirte und Laurens auf ihrer Seite und unterstützen sie, soweit die beiden Jugendlichen können.

Von der Autorin Andrea Schacht hatte ich bisher nichts gelesen, aber da viele Leser ihre historischen Romane sehr schätzen, wollte ich unbedingt mal etwas von ihr Lesen, bzw. im Falle „Die Blumen der Zeit“, etwas hören. Und ich wurde glücklicherweise nicht enttäuscht. Mit „Die Blumen der Zeit“ hat Andrea Schacht einen spannenden Jugendroman geschrieben, der sicherlich jüngere Leser für dieses Genre begeistern kann.

Mirte ist vierzehn Jahre alt, und handelt auch ihrem Alter entsprechend. An manchen Stellen kam sie mir zwar recht erwachsen vor, was aber zu dieser Zeit eher „normal“ war, zumal Mirte auch selbst bereits einem Mann versprochen wurde. Aber nichtsdestotrotz wirkt sie an anderen Stellen wiederum naiv und auch dadurch, dass sie Alena hilft und sie nicht, wie die anderen Menschen sofort verurteilt, unterstützt ihre noch kindliche, bzw. jugendliche Seite.
Aber auch die Buchbinderin Alena selbst wurde mir zunehmend sympathischer und besonders die Szenen mit Alena und Mirte haben mir gut gefallen.
Das Ende war zwar etwas vorhersehbar, aber dennoch äußerst stimmig und ein schöner Abschluss der Geschichte.

Das Hörbuch ist gekürzt, was mich normalerweise nicht stört. Jedoch wirkte es hier, als wenn das Buch nicht besonders viel Handlung besäße, denn, meiner Meinung nach, verrät die Kurzbeschreibung bereits das Wesentliche. Daher ist es auch nicht weiter verwunderlich, dass es wenige überraschende Momente gibt. Dennoch schreitet die Handlung relativ flott voran, sodass man als Hörer immer dabeibleiben will um nichts Wichtiges von der Handlung zu verpassen und keine Längen auftauchen können, auch wenn dadurch das Hörbuch ein wenig hektisch auf mich wirkte.

Leider bin ich nicht vollkommen überzeugt von der Sprecherin. Zwar hat Andrea zum Felde eine angenehme Stimme und auch die Geschichte, wenn Mirte im Vordergrund steht, erzählt sie sehr gut, jedoch wirkte ihre verstellte Stimme bei anderen Figuren eher belustigend, als dass ich sie in diesen Situationen hätte ernst nehmen können.

Trotz allem ist „Die Blumen der Zeit“ ein schönes und vor allem sehr unterhaltsames Hörbuch, mit dem ich gerne ein paar interessante Stunden verbracht habe.

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