
Seiten: 122
ISBN: 349910170X
Das kleine Büchlein “Draußen vor der Tür” enthält das Theaterstück “Draußen vor der Tür und etwa 14 Kurzgeschichten und ein Nachwort von Heinrich Böll.
Folgende Kurzgeschichten sind in dem Buch enthalten:
- Stimmen sind da in der Luft – in der Nacht
- An diesem Dienstag
- Mein bleicher Bruder
- Nachts schlafen die Ratten doch
- Die lange lange Straße lang
- Lesebuchgeschichten
- Die Hundeblume
- Schischyphusch
- Die Küchenuhr
- Das Brot
- Die drei dunklen Könige
- Generation ohne Abschied
- Dann gibt es nur eins
- Das ist unser Manifest
Das Theaterstück “Draußen vor der Tür” handelt von einem Mann, Beckmann, der gerade aus dem Krieg wiedergekommen ist. Drei Jahre lang war er in Sibirien und will nun nach Hause zu seiner Frau, doch seine Frau hat bereits einen anderen.
Daraufhin will er sich in die Elbe stürzen, doch die Elbe und der “Andere” halten ihn davon ab. Beckmann leidet unter dem, was er erlebt hat, die elf Männer, die in seiner Truppe starben…und so zieht er nachts durch die Stadt und trifft auf einen Oberst, den keine Schuldgefühle aufrgrund der vielen Tote plagen, auf einen Direktor, geht zu seinem Elternhaus, das bereits von einer anderen Familien bewohnt wird und begegnet einem alten Mann und auch einem jungen Mädchen…
Doch mit seiner Gasmaskenbrille wirkt er auf die anderen eher wie eine Witzfigur…
Ich fand das Stück sehr erschütternd. Die ganze Szenerie war sehr düster, hoffnungslos.
Besonders erschreckend fand ich das Verhalten des Oberst und auch der anderen Leute, die eigentlich, kaum nachdem der Krieg beendet war, wieder an die Tagesordnung gingen, als wenn nichts gewesen wäre. Beckmann tat mir sehr Leid, er hat alles, was er hatte, verloren und bis auf seine Gasmaskenbrille, besitzt er nichts mehr.
Auch die anderen Geschichten empfand ich ebenfalls sehr düster. Zwar gibt es bei der ein oder anderen Geschichte, einen kleinen Hoffnungsfunken, aber für mich überwiegte das dunkle, traurige, hoffnungslose mehr.
Die meisten Geschichten waren sehr kurz, nur 2 oder 3 Seiten lang und hier hat es mir besonders gut gefallen, dass die Geschichten nur so kurz waren. Damit bringt Borchert, dass was er sagen will, direkt auf den Punkt, besonders “Nachts schlafen die Ratten doch” hat mich am meisten berührt.
Es gab auch 2 oder 3 Geschichten, die länger waren, doch ehrlich gesagt, haben die mir nicht so zugesagt.
Die Geschichten werden sicherlich noch lange in meinem Kopf herumspuken.
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